Ganz schön sperrig

November 28, 2010 17 Kommentare » | Dieser Artikel wurde 255 x aufgerufen.
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Ganz schön sperrig

27.11.2010

Dieser Riesentraktor fuhr ungefähr 5-6 km lang vor mir. Eigentlich hätte der Fahrer ja auch mal rechts ran fahren können, um uns vorbei zu lassen. Überholen war jedenfalls nicht angesagt. Es war einfach zu wenig Platz. Was macht ihr in solchen Situationen? Bleibt ihr auch schön brav dahinter oder versucht ihr was?

Bei uns im Ort ist vor ein paar Jahren die Zuckerfabrik geschlossen worden. Früher war in der Saison (Oktober/November bis in den Dezember hinein) immer der Teufel los. Ein Teil des Städtchens war zugestopft mit einer langen Reihe von Traktoren mit Zuckerrüben. Natürlich begegnete man den Verkehrshindernissen auch unterwegs und nicht wenige haben Unfälle wegen der Dinger gebaut oder wurden schuldlos in solche verwickelt.

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17 Kommentare

  1. Andreas 28. November 2010 at 11:33 -

    Ich bleibe in solchen Fällen ganz entspannt dahinter. Vor allen Dingen, da diese Traktoren durchaus auch 50 fahren können und teilweise auch dürfen. Wobei Case oder Fergusson auch? Ich kann nicht erkennen, was das für einer ist ;-) Jedenfalls ist es nicht unbedingt angenehm mit so einem Ding im Fahrbahnrand abzusacken *g*

  2. Horst Schulte 28. November 2010 at 12:52 -

    Entspannt nicht, aber natürlich bleibe ich auch dahinter. Der hätte mit diesem Ding bestimmt rechts ranfahren können. Aber natürlich tun die das nicht. Die haben es ja mindestens genauso eilig wie unsereiner. :-)

  3. Kreide 28. November 2010 at 14:38 -

    Was soll man da machen? Da kann man ja nur dahinter bleiben… Alles andere wäre ja quasi unsinnig… überholen nicht machbar, sich aufregen bringt nichts und dann kann man ja noch Fotos machen und sie hier veröffentlichen…
    Also hat es doch einen Sinn gehabt… Natürlich nicht unbedingt für Dich,… ganz klar. ;)
     

  4. Horst Schulte 28. November 2010 at 15:10 -

    Richtig. Foto machen geht immer – dank Handycam. Und geteiltes Leid ist ja bekanntlich immer noch halbes Leid.

  5. Horst 28. November 2010 at 15:44 -

    Das kenne ich. Die Dinger werden immer fetter und größer. Überholen ist da unmöglich. Aber auf dieser Straße darf man ja so wieso nur 50 fahren. Viel langsamer war dieser Traktor wohl nicht.

  6. Horst Schulte 28. November 2010 at 15:56 -

    Ja, der fuhr schon so 50 km/h. Ich wäre dafür, dass dieser Verkehr in Zukunft unterirdisch stattfindet. Die LKW gleich mit. Mit dem Bahnhof in S fangen wir an.

  7. JürgenHugo 28. November 2010 at 20:19 -

    Mann, Horst: haste keine Hupe? Hupen, bis der von seinem Trecker runterfällt! :nee: :nee: Und mit der Faust drohen! nach dem Überholen dann schimpfen und fluchen! :bombe: :bombe:

  8. Kreide 28. November 2010 at 20:37 -

    Lol… ich glaube, die Dinger fahren so langsam, damit der Fahrer in Ruhe schlafen kann. Sonst würden die ja mal beim Hupen reagieren. Aber anscheinend schlafen die so fest, dass das Hupen eher deinem Auto schadet,als ihn aufzuwecken. Oder die Dinger haben ein integriertes Navi on Board, welches in der Lage ist, den Fahrer vor scharfen Kurven zu wecken… Nicht das sie bei der Geschwindigkeit aus selbiger geworfen werden…
    *kopfschüttel*

  9. anna 29. November 2010 at 16:51 -

    Haha wer kennt das nicht. Aber versetzt euch doch mal in die Lage des Fahrers. Was soll er denn machen? Das Ding kann eben nicht schneller und wenn einer hupt, fährt er auch sicher nicht in den Straßengraben, aus dem er dann nichtmehr rauskommt… der is wahrscheinlich froh, dass er diese Geschwindigkeit überhaupt erreicht hat.
    Nee, wenn sowas ist, einfach vorbeifahren. vielleicht fährt der Bauer ja nochmal n Stückchen nach rechts, wenn er dein Vorhaben bemerkt. ;)

    • Horst Schulte 30. November 2010 at 16:12 -

      Ich bin ganz cool dahinter geblieben. Es war schließlich Samstag. Aber es gibt sicher auch Situationen, in denen ich viele einen Überholversuch gestartet hätten.

  10. Greta AG 30. November 2010 at 14:44 -

    Das sind doch Momente, in denen Man ruhigen Gewissens ausrasten darf :) Ob es was bringt ist eine ganz andere Frage!

    • Horst Schulte 30. November 2010 at 16:13 -

      Mir passiert das ehrlich gesagt eher im Stau. Heute morgen. 1 Stunde länger als normal zur Arbeit. Weil an einer Brücke gearbeitet wird und das noch bis Ende dieses Jahres. :-(

  11. Roland 12. Dezember 2010 at 10:37 -

    Wie gut ich dieses Bild doch kenne … Traktor vor mir und man hats eilig … naja ist wahrscheinlich jedem von uns schon mal passiert. “Schlimm” ist es halt besonders wenn man auf dem Land wohnt und in der Stadt arbeitet…

  12. Horst 12. Dezember 2010 at 14:21 -

    Ich lebe gern auf dem Land. Außer manchmal. ;-)

  13. Andreas 12. Dezember 2010 at 15:33 -

    @Roland Der Traktor war ca. 5-6 Kilometer vor Horst. Bei einer Geschwindigkeit von 40 Km/h ist er dann also ca. 8 Minuten hinter dem Traktor gefahren.
    Ohne den Traktor wäre bei Einhaltung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit also eine Strecke von nicht einmal 1,5 Km mehr zu schaffen gewesen. Da sprichst Du von “Eile”? Wem sollte so eine minimale Verzögerung ernsthaft schaden? Ich fahre immer so zeitig los, dass ich ganz entspannt sein kann.

  14. Horst 12. Dezember 2010 at 19:23 -

    @Andreas: Du hast echt kein bisschen Hang zum Anarchisten. Du bist ein ganz braver Bürger. Ich tippe mal darauf, du wählst die Grünen und im Prinzip viel mehr Rad als Auto. Das macht sich auch bei deiner Gesundheit bemerkbar. Du wiegst nicht, wie ich, über 100 Kilo, sondern max 72-75 kg. Und das Maß an Gelassenheit, mit dem du die Situation einschätzt, spricht dafür, dass du deine Mitte gefunden hast. Wer kann das schon von sich sagen?

  15. Andreas 12. Dezember 2010 at 19:59 -

    Hehe! Ne, nicht so ganz. Ich wähle zwar die Grüne, bin Mitglied der Partei und sitze sogar für die Fraktion bei uns im Stadtrat, habe aber ein ganz und gar ungrünes Auto, welches ich auch sehr gerne fahre. Und ich fahre gerne schnell – wo es erlaubt ist und überschaubar. Da stören mich lediglich die 13 l/100km Durchschnittsverbrauch (LPG).

    Daher lasse ich es tatsächlich für die Fahrten zur Arbeit stehen und benutze das Rad. Stimmt. Das mache ich sogar in der Freizeit oft – leider hat sich das noch nicht wie von Dir beschrieben auf mein Gewicht niedergeschlagen. Das pendelt immer zwischen 99 und 102 Kg. Auch wenn ich schon mal 112 hatte und das wenigstens geregelt bekommen habe.

    Und meine Mitte … naja. Zumindest im Straßenverkehr bin ich tatsächlich *deutlich* ruhiger und entspannter geworden, als als Jungspund. Es ist mir wirklich egal, ob da gerade ein Traktor vor mir her fährt oder ein Radfahrer. Weil es mir nichts bringt, die paar Km/h schneller zu fahren. Und weil ich so ein Pingel bin, sage ich das nicht nur aus dem Bauch heraus, sondern habe es selbstverständlich per GPS und Routenplanung verifiziert.

    Es ist meine vollste Überzeugung, dass es allen weiter hilft, wenn man sich über so einen Traktor nicht ärgert, sondern ihn als gegeben hin nimmt. Schont die Nerven, spart Sprit und letztendlich trägt es nicht unwesentlich zur Sicherheit bei. Ich finde das hat auch nichts von Anarchie – eher von bürgerlichem Spießertum ;-)