Wisst ihr, was ich “schlimm” finde?

Dezember 10, 2010 4 Kommentare » | Dieser Artikel wurde 101 x aufgerufen.
Beitrag versenden | Beitrag drucken

Es gibt im Internet schrecklich viele Leute, die scheinbar davon überzeugt sind, dieses Ding buchstäblich um jeden Preis verteidigen zu müssen. Dabei scheint ihr wichtigstes Argument zu sein, dass alle anderen ja sowieso keine Ahnung haben.

Sollte das Basis der Art von Demokratie sein, die man sich dort (mit Hilfe von Wikileaks) zurecht schraubt, dann finde ich ab heute das Internet scheiße! :shit:

Das könnte dich ebenfalls interessieren:

4 Kommentare

  1. Andreas 10. Dezember 2010 at 18:39 -

    Ich habe nun nicht alle Kommentare zu diesen wirklich unsäglichen, weltfremden Meinungsäußerungen in dem Video gelesen. Aber wenn es nur darum geht, den beiden Protagonisten zu widersprechen: auf jeden Fall.

    Natürlich steht es jedem frei, alles und jeden anderen zu kommentieren. Ob das den Leuten nun passt oder nicht. Und das *muss* geschützt werden. Womöglich sind im Internet überdurchschnittlich viele Leute unterwegs, denen Meinungsfreiheit wichtig ist.

  2. Horst 10. Dezember 2010 at 18:46 -

    Selbstverständlich stehe es jedem frei, alles zu kommentieren, was ihm beliebt. Allerdings hätte ich mir persönlich ein etwas ausgewogeneres Bild schon gewünscht. Dass du die Mehrheitsmeinung teilst, heißt ja nicht, dass ich deshalb anderer Meinung wäre. Aber vielleicht verstehst du, worauf ich hinaus will? Zudem frage ich mich, was an den Aussagen der beiden so unsäglich sein soll? Weltfremd ja aber unsäglich? Sie haben eben ihre eigene Meinung. Warum nicht?

    Ich finde, dass die Wikileaks-Debatte deutlich macht, in welche Richtung wir uns entwickeln. Das allein gibt Anlass zur Sorge. Jedenfalls bin ich dieser Meinung. Aber das würde jetzt eine sehr lange Diskussion werden und bald ist ja Weihnachten.

  3. Andreas 10. Dezember 2010 at 18:52 -

    Sie sprechen anderen ab, eine Meinung zu äußern, während sie sich in dem Augenblick genau das herausnehmen. Als Künstler im übrigen ständig – und es steht jedem frei, dies zu konsumieren. Man muss es nicht, genau wie die beiden die Kommentare und Analysen im Netz nicht lesen müssen.

    Die Aussage genau das abschalten zu wollen, ist unsäglich.

    Und ja, ich mache mir auch Sorgen wegen Wikileaks. Und zwar dass es eine Katastrophe wäre, wenn das in irgendeiner Form mundtot gemacht würde. Es gibt nichts wichtigeres als Transparenz. Und niemand kann mir erzählen wollen, dass man sich nicht so äußern kann, dass man diese Äußerung auch nach außen vertreten kann. Da machen Diplomaten keinen Unterschied. Vielleicht ist genau das unser Problem!

  4. Horst 10. Dezember 2010 at 19:53 -

    Du meinst, weil sie sich kritisch zum Internet äußern, seien sie undemokratisch? Oder haben sie sich explizit gegen freie Meinungsäußerung gewandt? Ich habe das nicht gehört. Lediglich, dass beide eine kritische Distanz zu diesem Medium haben. Dieses Aufbauschen einer abweichenden Meinung ist genau das, was mich so stört. Wenn jemand meint, er müsste den Fernseher abschalten, weil das Programm mist wäre, ist das normal. Wenn einer sagt, ich will keinen Internetzugang ist das auch allein seine Sache. Allerdings gibt es im Web den kleinen Unterschied, dass wirklich jeder Depp beliebigen Mist in die Welt blasen kann. Es gibt genügend Leute, die uns Blogger aus diesem Grund sehr kritisch sehen. Auch die Debatte, wir wir hier ansatzweise führen, wird, vorausgesetzt sie wird den Richtigen aufstoßen, zum Gegenstand überschäumender Kritik. Jedenfalls musst du immer damit rechnen, zumal dann, wenn du etwas zum Ausdruck bringst, was insbesondere den Jüngern des Internets missfällt. Demokratische Spielregeln gibt es nämlich auch. Anarchie bringt uns nicht weiter. Weiter bringen würde uns ein Diskurs, der sachlich und fundiert ist. Ist dazu wirklich jeder in der Lage?

    Transparenz? Das ist doch nur ein Schlagwort. Wer will von uns denn beurteilen, ob die 250.000 Dokumente, die Wikileaks zuletzt veröffentlicht hat, etwas taugen? Es wird die Frage der Relevanz solcher Infos gestellt aber die wird einfach abgetan. So nach dem Motto: Alles, was ich über alle lesen kann, ist gut und richtig. So ein Quatsch! Unser Problem liegt auf der Hand. Es besteht nicht in undemokratischen Strukturen, sondern es liegt an den verantwortlichen Menschen. Entscheidungen werden oft zugunsten von wenigen Menschen und zulasten der Mehrheit getroffen.

    Ich muss dir, lieber Andreas, nicht sagen, dass ich ein absoluter Internet-Fan bin. Ich bin quasi dort zu Hause. Aber nicht deshalb, weil ich mich dort so gut auskennen würde, sondern weil ich (zu) viel Zeit darin/damit verbringe. Aber oft genug ist mir diese virtuelle Welt auch ganz schön unheimlich. Und ein bisschen kritischer dürften wir schon mit einem Medium umgehen, dessen Möglichkeiten und auch Gefahren viele von uns schlicht und einfach noch gar nicht verstanden haben. Nicht, weil wir dazu nicht bereit oder zu dumm wären, sondern weil sich insbesondere hier der technische Fortschritt kaum mehr einfangen und begreifen lässt. Aber das geht sicher nur mir so.