Helmut Schmidt hat im Interview vom 14. Dezember auf Maischbergers Frage nach Anwerbung ausländischer Fachkräften geantwortet: “die Wirtschaft soll gefälligst die Leute ausbilden”. Wieder so ein mehrheitsfähiger Satz von ihm. Aber ist das nicht zu einfach? Für die Wirtschaft auf jeden Fall.
Die Zahl der von der Wirtschaft zur Verfügung gestellten Ausbildungsplätze ist in diesem Jahr geringer als im Krisenjahr 2009. Die Wirtschaft verweist auf einen Zuwachs von 0,1 %. Der Rückgang der angebotenen Lehrstellen sei durch die öffentlich geförderten Lehrstellen entstanden. Außerdem hätten die Betriebe ihre Entscheidung, Lehrlinge auszubilden, ja bereits im Krisenjahr, also vor einem wirtschaftlich schlechten Hintergrund, getroffen.
Angesichts der Arbeitsmarktlage hätten sich die Firmen vorsichtig verhalten, erläutert Gesamtmetall-Geschäftsführer Michael Stahl. (Quelle)
Das ist verständlich. Nur passen solche Aussagen zu den Alarmschreien der Wirtschaft bezüglich des Fachkräftemangels? Nein! Tun sie nicht. Die Wirtschaft soll gefälligst von ihren zum Teil enormen Gewinnen etwas in ihre eigene Zukunft investieren und Leute ausbilden. Die Investoren wären vielleicht sogar mit weniger Dividende zufrieden, wenn sie dafür eine gute Zukunftsperspektive erhalten würden. Aber damit ist für die Damen und Herren in den Vorständen auch ein Risiko verbunden. Und das muss man ja nicht unbedingt eingehen. Nicht wahr? Da macht man sich lieber beim Aufsichtsrat und den Aktionären einen schlanken Fuß.












Hallo,
!)! Vielmehr kann ich dahinter auch nicht erspähen! Die Problematik wird doch gerade durch die politischen Gegenbenheiten gestützt und stabilisiert! Es ist einfach zu sagen man solle mehr ausbilden wenn dies in wenigen Situationen auch für den Betrieb wirtschaftlich ist da es von der Politik zuwenig subventioniert/belohnt wird!
ich verfolge das ganze Spektakel auch schon eine Weil und muss sagen das die Politik gerne tönt und sich selbst durch solch phantastische Aussagen in ein gutes Licht zu rücken versucht (wobei man erschreckend feststellen muss das ihr das gut gelingt, solange sie von außerhalb und unbeteiligt auf eine negativ zu beurteilende Sachlage blicken kann! Ist die Politik ersteinmal involviert kippt das ganze sehr schnell
Daher ist es (subjektiv betrachtet) eine Situation die ihre Problematik hat, jedoch nur durch eine reichweitenstarke Anderung der politischen Gegenbenheiten gelöst werden kann! Es fehlt einfach an jungen und frischen Ideen die auch ganze Strukturwechsel umfassen!
Mit bestem Gruß
Tim
Heute rege ich mich über gar nichts auf, denn es ist Jahresende.
Das mit dem angeblichen Fachkräftemangel ist doch schlicht so, dass er eben genau in den Etagen chronisch herrscht, von wo aus diesbezüglich ständig medienwirksam über ihn lamentiert wird.
Guten Rutsch in ein schönes blogeifriges neues Jahr 2011!