Wenn ich auf einen vermeintlichen Fehler stoße, frage ich mich immer zuerst, was ich falsch gemacht habe. Hier habe ich wieder ein Beispiel dafür. Spät bin ich auf des Pudels Kern gestoßen.


Bei Netzwertig.com entdeckte ich die interessante Zusammenstellung der aus Sicht von über 840 Netzwertig-Leser/innen besten Webanwendungen des Jahres 2010. Für den Teil der Webanwendungen, die ich kenne, nutze bzw. schon ausprobiert habe, hat mich das Ranking nicht überrascht.
Was mich wundert, ist, dass Flattr es auf Platz 2 geschafft hat. Auch ich hatte es hier, wie viele andere Blogger/innen auch, im Einsatz und war nach kurzer Zeit enttäuscht. Für große Blogs ist das Tool sicher ein Zugewinn. Außerdem kann so jeder in seiner “Funktion” als Leser den Autoren mittels Flattr ein paar Cent oder Euros zugute kommen lassen. Das ist ja jedenfalls auch schon mal etwas. Das vorneweg.
Ich fand, dass das von Netzwertig für die Umfrage verwendete Tool “Graph.me” interessant und habe mich dort gleich angemeldet. Allerdings war ich zunächst von einem unplausiblen Resultat überrascht. Weil es sich aber um einen spontanen Test handelte und ich willkürlich ein Beispiel aus den vorhandenen Umfragen ausgewählt habe, hätte es ein Zufall gewesen sein können oder ein Missverständnis meinerseits.

[pullquote_right]graph.me: Umfrage-Widgets fürs Volk » netzwertig.com[/pullquote_right]Sieht man sich die Stimmenergebnisse bei der Umfrage “Merkels Thronfolger” im Bereich “Einbinden – Widget” an, so werden dort bei jeder Aktualisierung unterschiedliche Angaben zur Teilnehmeranzahl der Umfrage angezeigt. Nicht etwa steigende, sondern einmal niedrigere, dann wieder höhere Werte. Es steht zwar nirgends, dass es sich bei dieser Ansicht (nur) um Beispieldaten handelt. Das finde ich, ist außerordentlich verwirrend. Ein kleiner Hinweis wäre für meine Begriffe angebracht gewesen. Ansonsten finde ich diese Webanwendung, die ich bisher noch nicht kannte, schon sehr interessant. Man kann damit auf einfache und komfortable Weise eigene Umfragen erzeugen und diese dann im Blog bzw. auf der eigenen Website darstellen.
In der Sidebar habe ich die (zunächst vermeintlich falsche) Umfrage über die Thronfolge Merkels eingebunden. Das sieht doch schön aus. Die Zahl der Teilnehmer ist mit 29 allerdings schon noch ein bisschen dünn. Da wären mir die Zahlen in den Beispielen (zunächst 811, dann 764) doch “repräsentativer” gewesen. ^^











Freut mich, dass graph.me Ihnen gefällt! Und Sie haben mit Ihrer Annahme Recht, es handelt sich tatsächlich nur um Beispieldaten im Widget-Konfigurator. Wir werden das Feedback beherzigen und in der nächsten graph.me Version einen entsprechenden Hinweis ergänzen.
Die Teilnehmerzahl bei Umfragen schwankt i.d.R. zwischen einer Handvoll und einigen hundert Antworten. Natürlich ist der Umfragestarter in der Pflicht, auch selbst Teilnehmer einzuladen und kann dafür verschiedene Wege nutzen: Twitter, Facebook, Email oder eben auch die Umfrage als Widget in den eigenen Blog einbinden. Auch hier wird es bald noch mehr Möglichkeiten geben.
Wieviele Antworten eine Umfrage “braucht” hängt letztlich auch von der Motivation dahinter ab – für den privaten Nutzer, der schnell ein Meinungsbild einfangen will können schon wenige Teilnehmer ausreichen, für den professionelleren Einsatz sollten es natürlich mehr sein.