Monatsarchiv: Dezember 2010
Im Dezember schaut man in den Jahresrückspiegel

Mit dem Unglück von Menschen kann man Auflage machen. Das ist natürlich keine neue Erkenntnis, und wir Blogger machen da keine Ausnahme. Auch, wenn wir das im konkreten Fall vielleicht weder geplant, noch so gewollt haben.
Im Querblog gab es in diesem Jahr zwei Ausschläge bei den Besucherzahlen (auf bescheidenem Niveau). Die kritischen Artikel zu Teilen der Berichterstattung aber auch das Verhalten mancher Zuschauer erweckten den Eindruck, dass es weniger um das Schicksal Samuel Kochs ging, als um die Wahrung von Quoten- und Auflagenchancen (egal, ob es ums Fernsehen oder die über den Unfall berichtenden Zeitungen geht). Aber ist es nicht zu hart, ein solches Urteil zu fällen über Leute, die man doch überhaupt nicht kennt und deshalb auch nichts über deren Beweggründe weiß? Auch ich fand es schrecklich, wie manche Zuschauer ihre Handycams quasi herausgerissen und -aus welchen Motiven auch immer- ihre Filmchen ganz fix in Youtube eingestellt haben. (weiterlesen …)
Ein besonderes Nikoläuschen: Ehrlich, ich mag das immer noch
[via]
In der Tat, die deutsche Version ist schon etwas gewöhnungsbedürftig. Trotzdem gefällt es mir. Bin halt ein echter Weihnachtslieder-Fan.
Der Alex und die Seinen machen das wirklich gut.
[info_box]Und hier noch der Text zum Mitsingen[/info_box]
Wie man mit Leuten umgeht, damit sie ihre Arbeit vielleicht doch gern machen
Zu “Anne Wills” heutigem Thema “Mobbing am Arbeitsplatz” fällt mir eine Geschichte ein, die mich in diesem Zusammenhang ziemlich beschäftigt hat. In meiner Abteilung (ich war zu dieser Zeit Innendienstleiter) waren so um die 10 Personen, überwiegend Frauen, beschäftigt. Das Klima war gut und darauf habe ich auch meinerseits großen Wert gelegt. Der Führungskräftecoach, der heute Abend die eine oder andere Schote zum besten gegeben hat und der immer wieder davon sprach, dass in zu vielen Betrieben ein “kuscheliges Klima” herrsche, würde mir meine Haltung bestimmt übelnehmen. Der Mann hat die falschen Bücher gelesen.
Ich habe mein Arbeitsleben lang immer davon “gelebt”, dass die Arbeit Spaß gemacht habe und deshalb versucht, zunächst einmal, diese Freude auch auf meine Mitarbeiter zu übertragen. Und natürlich herrschte nicht immer eitel Sonnenschein.
In der Abteilung gab es eine Kollegin, die sehr gut und sehr gewissenhaft arbeitete. Sie schaffte ihre Arbeit nicht in der normalen Arbeitszeit. Ich habe mir die Sache eine kleine Weile angesehen und dann Maßnahmen getroffen. Diese Maßnahmen habe ich mit allen Kolleginnen und Kollegen abgestimmt.
Das ging gut bis zu dem Tag, an dem sich zwei Leute bei mir beschwerten, weil sie die neue Arbeitsaufteilung als zusätzliche Belastung empfanden. Es ging nicht an, dass die Schwäche der Kollegin auf Dauer zu Lasten der anderen ausgeglichen würde. Ich fand, dieses Argument wäre plausibel gewesen, wenn die Voraussetzungen gestimmt hätten. Die beiden wussten nämlich nicht, dass ich inzwischen eine Auswertung durchgeführt hatte, die einen, wenn auch ein bisschen lückenhaften, Vergleich der Leistungen an den verschiedenen Arbeitsplätze ermöglichte. Ich habe nach diesem Gespräch alle Kolleginnen und Kollegen über das Ergebnis informiert und durch die anschließende Diskussion erreicht, dass es über einen längeren Zeitraum keine Beschwerden über zu starke Arbeitsbelastungen, die aus der Reorganisation der Gebiete entstanden war, mehr gab. (weiterlesen …)
Der Tatort von hier

Der heutige WDR-Tatort (“Familienbande”) wurde z.T. gleich bei uns um die Ecke in Alt-Kaster gedreht.
Diesen Tatort (den Film, nicht den Drehort) fanden wir nicht so prickelnd, obwohl meine Frau und ich große Fans der Kölner Kommissare sind. Es war allerdings witzig, die vielen bekannten Stellen im Fernsehen zu sehen. Ich habe dort schon unzählige Male fotografiert und es lohnt sich immer wieder, dorthin zu gehen. Es sind ja auch nur einige Hundert Meter. (weiterlesen …)
Follower-Verweigerer beinhart abgestraft
Ich habe gerade gewütet wie ein Berserker. Von den rund 1.200 Twitterern, denen ich gefolgt bin, die aber von mir nix wollten, habe ich mich gerade in einer Brachialaktion getrennt. Dank Drag and Drop und dem Tool “ManagerFlitter” ging das ganz fix. So, jetzt wisst ihr Bescheid!
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Twitter Levels näher beleuchtet…
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aus gegebenem Anlass:
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Welchem Stadium entspricht das jetzt?
Samuel Koch: Komplexe Halswirbelverletzung und künstliches Koma
Samuel Koch ist schwerer verletzt als wir alle es gehofft haben. Er hat eine “komplexe Halswirbelverletzung” erlitten und wurde in ein künstliches Koma versetzt. Obwohl er sich nicht in Lebensgefahr befindet, befindet er sich in einem sehr kritischen Zustand und gesundheitliche Folgen seines schrecklichen Unfalles bei der gestrigen Wetten dass..?-Sendung sind nicht ausgeschlossen.
Die Sorge um den jungen Mann verbindet sich bei mir mit Ärger über die Reaktionen mancher Politiker, die sich angesichts dieses Unfalles berufen fühlen, uns eine Debatte über den Sinn und die Grenzen unserer Leistungsgesellschaft aufzuzwingen. Sie tun gerade so als ob wir (k)eine Wahl hätten.
ZDF: Wetten dass..? – Trommelfeuer der Dauerkritikaster
Gestern Abend bei Twitter ging das schon los. Solche Vorwürfe wie “Unverantwortlich”, “Quotengeier” u.s.w. wurden an das ZDF gerichtet. Wie konnte man diese gefährliche Wette nur zulassen? Ob die, die sich da so empört haben, den Fernseher auch gleich ausgeschaltet haben, als ihnen mitgeteilt wurde, wie diese Wette ablaufen würde?
Was man von solchen Vorwürfen halten kann, mag jeder für sich beurteilen. Zur Meinungsbildung ist es lehrreich, sich mal die Anzahl der “privaten” Aufzeichnungen vor Augen zu führen, die das schwere Unglück bei Youtube und anderswo zeigen. Mich erinnerte das an die schaurigen Videos, die beim Duisburger Love – Parade – Drama gemacht wurden. Haben diese zur Klärung der Verantwortlichkeiten beitragen oder besser gefragt: Was sollten die Videofilmer mit ihren Aufzeichnungen erreichen? Ging es darum, die Öffentlichkeit über die schrecklichen Vorgänge zu informieren. Was glaubt ihr?
Das Opfer Samuel Koch liegt in Düsseldorf auf einer Intensivstation. Leider nährt das Vermutungen, dass Samuel schwerer verletzt wurde, als wir das gestern noch gehofft haben. Alle guten Wünsche für ihn und auch die Familie des Verunglückten. Angeblich ist Samuel bereits bei den Proben mehrfach gestürzt. Das ZDF hat die Wette trotzdem “zugelassen”. Viele sagen, diese Entscheidung hätte mit dem Quotendruck zu tun. Auf RTL lief zeitgleich eine sehr populäre Show mit Dieter Bohlen, deren Name mir im Moment entfallen ist. (weiterlesen …)
Wikileaks: Und es geht weiter
Fast hatte ich es vergessen. Julian Assange hat für den Anfang nächsten Jahres angekündigt, die unglaublichen Machenschaften einer amerikanischen Großbank öffentlich zu machen.
Da halte ich es mit Oliver Welke, der dazu gestern in der “Heute Show” seine große Überraschung über diesen unglaublichen Sachverhalt zum Ausdruck brachte. Wir sind überrascht. Beinahe so überrascht wie wir es gewesen sind, als uns die Wesenszüge deutscher Politiker via Wikileaks bekannt gemacht wurden.
Wetten dass…? abgebrochen: Großes Lob für das ZDF
Es gibt viel Lob für das ZDF. Aber auch Stimmen wie diese:
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Schlimmer finde ich aber gedankenlose Tweets, die man auch nicht selten findet:
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