Sowas habe ich bisher auch noch nie gehört. Bei meiner Schwiegermutter wurde vergangene Nacht ein Bettlaken von der Wäscheleine geklaut. Im Trockenraum, der allen Mietern des Hauses zugänglich ist.
Als sie vor einigen Jahren in das Haus einzog, wurden alle Wohnungen als Altenwohnungen genutzt. Die Häuser haben den Besitzer gewechselt und heute wohnen alle möglichen Leute in den Wohnungen. Was ich mit «alle möglichen Leute» meine? Solche jedenfalls, die keinen vertrauenerweckenden Eindruck auf mich machen. Reicht das als Umschreibung? Ich stecke sie nicht etwa in diese Schublade, weil unter diesen Leuten Sozialhilfeempfänger sind, sondern weil manche einen schlechten Eindruck auf mich machen. Meine Rumhühnerei und mein Drumherumgerede ist wirklich zum Kotzen. Ich will keine Vorurteile haben, habe sie aber trotzdem. Man kann nicht immer nur davor kneifen, nicht wahr?
Tatsache ist, dass man über eine solche Tat ja wohl nur empört sein kann. Außerdem, erzählte mir meine Frau, ist das doch tatsächlich nicht zum ersten Mal passiert. Was macht man in einer solchen Situation? Ausziehen. Sich eine andere Wohnung suchen? Mit 86 macht man das nicht mehr. Außerdem werden wir die Schwiegermutter vielleicht schon bald zu uns nehmen. Noch ist sie sehr selbstständig und will das auch sein. Umziehen scheidet also unter diesen Voraussetzungen aus. Man könnte Anzeige gegen Unbekannt erstatten. Und dann?
Foto: Günter Havlena – pixelio.de












“Was macht man in einer solchen Situation?” – keine Wäsche mehr da hinhängen! Alternativ: was superschönes als Köder, und du versteckst dich in/vor dem Raum. Mit Knüppel oder Baseballschläger. Wenn der Bösewicht dann kommt… :hammer: :hammer: :hammer: Immer feste drauf!
Ein superschönes Bettlaken? Gut und dann nehme ich einen Baseballschläger. Aber sich dafür die Nacht um die Ohren schlagen? Das ist ja nicht der Bringer. Vielleicht sollte ich doch Anzeige gegen Unbekannt erstatten. Aber die Beweissicherung bei weißen Laken dürfte sich schwierig darstellen.