Weblogs in einer angemessen Breite präsentieren

Februar 5, 2011 10 Kommentare » | Dieser Artikel wurde 258 x aufgerufen.
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Weblogs in einer angemessen Breite präsentieren

Obwohl ich hier im Querblog das aktuelle WordPress-Theme jetzt schon einige Monate im Einsatz habe, sehe ich mich trotzdem immer gerne nach neuen, schönen Themes um. Die gibt es wie Sand am Meer und doch klicke ich die Bibliotheken reihenweise durch, ohne auf solche zu stoßen, die mich besonders ansprechen würden.

Abgesehen nämlich von vielen technischen Features, auf die man erst stößt, wenn man sich intensiver mit einem Theme befasst (es vielleicht sogar schon bezahlt hat?), ist die Optik doch sehr uniform. Möchte man dem eigenen Blog eine individuelle Note geben, muss man schon selbst einige Mühe investieren, um einem eigenen, höheren Anspruch gerecht zu werden. Mit einem Logo ist es aber auch dabei nicht getan.

[pullquote_right]Das Werkzeug der Wahl zur Überprüfung der gewählten Weite mit verschiedenen Bildschirmauflösungen ist ViewLikeUs.[/pullquote_right]Bei den Exkursionen durch die Blogsphäre fallen uns Designs auf, die sehr besonders sind. Es gilt welche, bei denen sich sogar von Beitrag zu Beitrag die Optik verändert. Mal gefallen mir die Blogs besonders gut, die ausgesprochen minimalistisch daher kommen, manchmal aber auch die, die schon auf den ersten Blick erkennbar, ausgesprochen aufwändig erstellt worden sind. Obwohl es ja vornehmlich um Inhalte und weniger um Technik und Optik geht, muss ich für mich doch immer wieder feststellen, dass “das Auge eben doch mit isst”. Keine Sorge, ich werde hier jetzt keine Serie von Screenshots toller Weblogs anhängen. Solche Artikel gibt es ja wirklich schon genug. Ich möchte das Augenmerk auf eine Besonderheit lenken, die jedenfalls in meinen Augen überraschenderweise zu kurz kommt. Ich meine die Darstellungsweite der angebotenen Templates. Wenn wir in die WordPress-Themen-Bibliothek sehen, finden wir dort viele Themes mit variabler Weite, die ganz überwiegende Zahl der Angebote ist allerdings auf eine feste Breite begrenzt. Natürlich hat das damit zu tun, dass viele Benutzer nicht über entsprechend größe Bildschirmauflösungen verfügen und die Websites z.B. auch auf einem Netbook mit geringerer Auflösung vernünftig zu lesen sein sollen.

Diese Grafik könnte dazu verleiten, auf unterschiedliche (kleinere) Auflösungen keine Rücksicht zu nehmen:

Das sind die 10 häufigsten Bildschirmauflösungen, mit denen die Besucher des Querblog in den letzten 12 Monaten unterwegs waren (laut Google-Analytics). Aber natürlich ist das nicht die ganze Wahrheit. Kein Blogger wird bereit sein, auf einen Teil seiner Leser/innen zu verzichten, wenn sie oder sich sich klar macht, dass es neben den hohen Auflösungen eben auch noch eine Menge Leute gibt, die es nicht sonderlich attraktiv finden werden, das Blog z.B. sozusagen ausschnittsweise angeboten zu bekommen:

Dabei fand ich dieses Theme namens Width Smasher sehr attraktiv. Leider kann man ich die Weite aber nicht flexibel einstellen. Diese Auflösung ist für Bildschirme mit einer Weite von ab 1.280px gedacht.

In diesem Blog habe ich die Breite seit einiger Zeit auf 990px eingestellt. Ich finde die Lösung schön, die das Smashingmagazine (auch vor dem Seitenrelaunch) anbietet. Es ist die flexible Lösung, die ich mir wünschen würde. Das Layout sieht auch bei einer Auflösung von 1024×768 prima aus.

Die angebotenen flexiblen Themes sind meistens auf eine Weite von 100% eingestellt. Das wiederum macht sich bei einem großen Bildschirm mit z.B. 1.920px nicht sonderlich gut. Die Darstellung ist einfach unangepasst. Inhalt und Sidebar werden so auseinander gerissen, dass es äußerst unschön wirkt. Vielen Nutzern fällt das bei der Auswahl und der späteren Nutzung des Themes längere Zeit gar nicht auf, weil sie über eine kleinere Auflösung verfügen. Ähnliches sieht man auch immer wieder bei Header-Bildern, die bei manch großer Auflösung einfach schrecklich aussehen. Je nach Einstellung werden die Bilder mehrfach wiederholt. Gewollt ist das häufig nicht. Ich finde es schade. Deshalb mache ich mir die Mühe und schreibe den Blogautoren eine kurze Mail, dass sie das mal überprüfen sollten.


Update: Ich habe Boris’ (Kommentar # 6) Tip umgesetzt und bin jetzt endlich zufrieden. Jetzt könnte ich doch eigentlich das Theme wechseln :-)

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10 Kommentare

  1. Andreas 5. Februar 2011 at 19:51 -

    Auflösung? Was hat die bei aktuellen Monitoren mit der Brwosergröße zu tun? Ich habe einen Browser – außer auf meinem Netbook – nie im Vollbild. Ich ergänze: noch nie gehabt! Insofern ist es ziemlich müßig darüber nachzudenken, wie gut oder schlecht eine Seite bei 1.920px Breite aussieht. Das ist akademisch.

  2. Horst 5. Februar 2011 at 19:55 -

    Für dich, für mich nicht. Wenn du eine Seite auf 100% einstellst, kommt dabei etwas nicht gerade Schönes heraus. Wenn du bei einem großen Monitor den Browser nie im Vollbild hast gut. Ich arbeite lieber mit Vollbild und dann ist es schon relevant. Aber natürlich ist das einerseits Geschmackssache und zweitens eine Frage der Gewohnheit. Ich glaube nicht, dass du das hier gut findest: http://wordpress.org/extend/themes/emerald-stretch

  3. Boris 6. Februar 2011 at 11:09 -

    Ein Theme einfach so aufbauen, dass es auf, sagen wir, 90 Prozent Weite eingestellt ist, so dass in jedem Fall etwas “whitespace” links und rechts bleibt. Das Auseinanderreißen bei zu hoher Auflösung (z.B. 1920px) im Stylesheet mittels “max-width: ###px” abfangen.

    Macht das nicht inzwischen jeder Browser mit, der es Wert ist, berücksichtigt zu werden (“max-width” und “min-width” sind seit zig Jahren standardmäßige CSS-Eigenschaften)?

  4. Horst 6. Februar 2011 at 11:37 -

    @Boris: Das probiere ich mal. Die von dir angesprochenen Möglichkeiten habe ich alle schon mal probiert. Allerdings nicht in dieser Kombination. Hab halt keine Ahnung! Danke für den Tipp.

  5. Marc 6. Februar 2011 at 12:46 -

    Apropos Auflösung… dein aktuelles Theme sieht irgendwie recht arg nach links angeklatscht aus?!
    Irgendwie leicht seltsam gerade, Firefox!
    Ich komme gleich nochmal mit einem anderen Browser wieder ;-)

  6. Horst 6. Februar 2011 at 13:16 -

    @Marc: Ich war, wie eigentlich immer, gerade in der Experimentierphase. Jetzt sollte es wieder stimmen.

  7. Wordpress Berlin 6. Februar 2011 at 13:58 -

    Im Endeffekt sinds es leider die individuell professionell designten Blogs und WordPress-Seiten, die wirklich auffallen. Das kostet natürlich i.d.R. ein zwei Euro mehr, bringt aber auch den gewünschten Effekt. Geht halt nix über nen richtigen Webdesigner.

  8. Horst 6. Februar 2011 at 14:11 -

    Da möchte ich zustimmen. Ich habe ja hier auch ein Premium Template im Einsatz. Allerdings macht es (auch Nichtprofis) Spaß, ein bisschen am Layout herumzubasteln. Mir ist aber natürlich klar, dass technisch wie grafisch die Lösungen hohen Ansprüchen wohl kaum standhalten können. Wie gesagt, mir macht es Spaß und ich würdige ausdrücklich die (zum Teil fantastische) Arbeit von Webdesigner. Kritisch finde ich allerdings die Angebote, die von angeblichen Webdesignern kommen und für echten Mist auch noch Geld haben wollen.

  9. Wordpress Berlin 7. Februar 2011 at 01:47 -

    @Horst: Klar, ohne Frage – wollte hier auch niemandem auf die Füße treten. Und bei der Größenproblematik hilft nur: Testen, whitespace und gescheite Hintergründe. Wir nutzen selbst ein Standard-Wordpress-Theme für eines unsere Blogs, haben es aber leicht angepasst. Sieht völlig in Ordnung aus: http://www.designkater.de/

  10. Horst 7. Februar 2011 at 16:33 -

    @Wordpress Berlin: Jetzt bin ich ganz zufrieden mit der Breiteneinstellung. So hatte ich mir das gedacht. Der Übergang von der Sidebar zum Content ist zwar noch nicht so ganz toll. Aber das kommt nur bei 1024 zum Vorschein. Es stört nicht.

    Es gibt echt schöne Themes, auch solche, die kostenlos zu haben sind. Das Smashingmagazine stellt ab und an auch sehr schöne zum Download bereit.