In einem Land, in dem Autos immer schon einen Götzenstatus hatten, sollte sich die als skandalös zu bezeichnende schlechte Einführung des E10 Biosprits, deren Details nach und nach ans Tageslicht drängen, für Herrn Röttgen (CDU) zum handfesten Problem auswachsen.
Aber die Regierung versteckt hinter der EU und den Mineralölkonzernen und findet für diese Haltung tatsächlich auch genügend Abnehmer. Bisher jedenfalls. Mich wundert es, dass ausgerechnet zwei große deutsche Automarken aufklärerisch tätig werden wollen. Es könnte doch geschäftsfördernd wirken, wenn die Autos -egal warum- früher abkacken als normalerweise.
Aber Röttgen stellt seine NRW-CDU lieber darauf ein, die nächste Runde im Haushaltsstreit zu eröffnen und die SPD erneut vors Landesverfassungsgericht zerren.











Leider werden die wenigsten auf E10 verzichten, weil es eben nicht “bio” ist, sondern lediglich der Abholzung großer Waldflächen dient und der Automobilindustrie ein Feigenblatt liefert, um weiterhin spritfressende Monster zu bauen. Ja, ich muss gerade reden mit meinen 13l auf hundert Kilometern. Ich nutze das Auto aber selten und nehme sehr regelmäßig das Rad. Das ist viel mehr “bio”, als wenn ich mir E10 in den Tank kippen würde.
So wie du sollte man besser handeln. Aber die Strecke bis zu meiner Arbeitsstelle bringe ich per Rad nicht. Und mit dem Zug gehts eigentlich auch nicht. Die Politik sollte mehr tun für die Bahn. Aber das ist wohl längst durch und viel zu spät.