Die Schwarmintelligenz im Netz benötigte gut zwei Tage, um Guttenbergs Dissertation bis auf die Knochen abzunagen. Wie Piranhas. Es gibt im Netz aber auch Schwarmdummheit. Und es gibt Schwarmeinsamkeit. Die Bindekraft der Institutionen und der Halt von Beziehungen gehen schon länger zurück. Die Menschen leben isolierter. Das macht sie spontan assoziationsfähig wie nie, sie können sich im Nu vor ihren Monitoren über die Kabelnetze zusammenschließen und im Nu wieder auseinanderfallen. Viele sind einsam und wütend. Tun sie, was sie lieben? Lieben sie, was sie tun?
Eine neue Zeit hat begonnen.(von Volker Zastrow)
Gemeinsam einsam
März 9, 2011 11 Kommentare » | Dieser Artikel wurde 166 x aufgerufen.Beitrag versenden | Beitrag drucken
11 Kommentare
Dein Kommentar












“Eine neue Zeit hat begonnen.(von Volker Zastrow)” In Anlehnung an Sepp Herberger: “nach Guttenberg is vor Guttenberg…”(von Hugo)
Thema verfehlt. Setzen. 6
Kann mir bitte jemand den Beitrag der FAZ erklären? Irgendwie fehlt mir ein Gen, das mir hilft, einen Zusammenhang zwischen den dort angesprochenen Themen und Personen herzustellen.
Toll… da erwatet man bei “16 Kommentare” interessante Reaktionen auf den Beitrag… und muß sich dann enttäuscht durch eine technische Diskussion scrollen.
Horst… magst Du für sowas nicht mal einen extra Bereich einrichten? Ne “Horst und Jürgen Kuschelecke”?
LG!
@Doro: So ist das hier. Der Jürgen hält sich einfach nicht an die OT-Regeln. Falsch, er kennt keine OT-Regeln. Das war wieder ein Beitrag, den ich mir hätte sparen können.
Aber schön, dass du wenigstens mitliest.
…oder wenigstens diese OT-Diskussion löschen? Und auf einen “echten” Kommentar eingehen? Naja, dann nicht. Muss ja nicht. Ein Leser weniger.
@Gina: Entschuldigung. In diesem Thread habe ich etwas den Überblick verloren. Vielleicht magst du mir das nachsehen
Bisher habe ich noch keinen besseren Text über den Fall Guttenberg gelesen. Aber das war nicht deine Frage.
Du möchtest wissen, wie die Enden der Geschichten miteinander zu verknüpfen sind. Ich denke, es gibt verschiedene Ebenen. Die eine beschäftigt sich mit der Motivation der beiden Hauptakteure. Steve Jobs, dessen Credo es ist, dass nur die Dinge wirklich gut gelingen, die man mit Herz und Begeisterung tut, ist das eine Beispiel, auf der anderen Seite steht zu Guttenberg, dem nicht nur der Makel der gefälschten Doktorarbeit anhängt, sondern der auch in seiner beruflichen Entwicklung eher wenig nachzuweisen. Jobs Aussagen im erwähnten Hochschulvortrag stehen im Einklang mit der Geschichte, die uns weitgehend bekannt ist und natürlich hat sie zu tun mit seinen Visionen und Überzeugungen. Guttenberg hingegen wurde “gemacht” – als Star aufgebaut. Ich sage nicht, dass ich diese Sichtweise teile aber so verstehe ich den Autor. Guttenberg ist insofern -so sieht es nicht nur der Autor- als Politiker ein Kunstprodukt. Eines, das vielleicht in die Rolle hineingedrängt wurde. Herz und Begeisterung sind im Vergleich zu Jobs Geschichte eher weniger im Spiel.
Besonders interessant fand ich, wie der Autor des FAZ-Artikels die Mechanismen der neuen Medien (Social Networks) beschreibt.
Ich lösche jetzt die Kommentare, die nichts mit dem Artikel zu tun haben. Das ist auch in Jürgens Sinne.
Dann mußte aber Kommentar 4, 5, 6 und das erste Stückchen von 7 noch löschen (inklusive dessen, was ich jetzt schreibe) – das hat mit dem Artikel AUCH nix zu tun.
Anmerkung Horst
S. Meine E-Mail an dich.
Ähm dann hoffe ich mal, dass mein Beitrag genügend Zusammenhang hat. Mir gefällt dieses Zitat sehr gut. Es ist ehrlich gesagt das erste, was ich finde, was mir dermaßen aus dem Herzen spricht. Besonders diese “Schwarmeinsamkeit” trifft es, denke ich, genau auf den Punkt. Denn wer sind denn die Leute, die den ganzen Tag bei Facebook online sind und irgendwelchem Mist folgen oder auf einen Button klicken, damit jeder weiß, was einem so gefällt. Vielleicht hab ich den Sinn auch nicht verstanden. Aber soweit ich weiß, sind die intensivsten Internetnutzer doch die, die keine Freunde haben, mit denen sie etwas unternehmen können. Also die, die sich am größten anpreisen, sind die, die eigentlich nur ganz klein sind und Null Selbstbewusstsein haben. Das ganze nennt man in der Psychologie “Flucht nach vorne”. Und das scheint inzwischen schon so verbreitet zu sein, dass es nicht einmal mehr einer merkt. Oder zumindest nicht realisiert. Darüber sollten mal mehrere Leute nachdenken.
@Ranzen: Mich hat gerade dieser Abschluss des Artikels auch sehr gut gefallen. Die Leute, die du beschreibst, wird es immer schon gegeben haben. Aber zum Teil wurde das vielleicht auch verstärkt durch das Internet. Heute kann sich jeder zu allem äußern. Damit wird die Verwirrung vieler noch weiter ansteigen. Es ist insgesamt die Menge an Informationen, die uns das Leben schwer macht, aber zum Teil auch die Tatsache, dass jeder meint, sich zudem auch noch zu allem äußern zu müssen. Da spielen -muss ich selbstkritisch anmerken- selbstverständlich auch Blogs eine nicht unbedeutende Rolle.