Einstellung zur Darmkrebsvorsorge

März 31, 2011 12 Kommentare » | Dieser Artikel wurde 182 x aufgerufen.
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Die Kampagnen sollen verfangen haben. Die Zahl der Leute, die die Darmkrebsvorsorgeuntersuchung in Anspruch nehmen, wächst. Interessant ist, dass ungefähr die Hälfte der Ärzte der Auffassung sind, dass diese ab dem 50. Lebensjahr sinnvoll ist. Die andere Hälfte vertritt die Meinung, dass diese Untersuchung bereits in früheren Lebensjahren sinnvoll sei.

Wenn ich dann noch lese, dass 30% der Ärzte die Vorsorgeuntersuchung überhaupt nicht in Anspruch nehmen, macht mich das nachdenklich. Ich sehe 3 Möglichkeiten:

1.) Diese 30% sind alle noch unter 50
2.) Sie trauen sich nicht
3.) Sie glauben nicht an die Vorteile der Untersuchung

Dass die Ärzte (ihre Verbände) zur Hälfte der Meinung sind, dass die Vorsorgeuntersuchung bereits in jüngeren Jahren stattfinden soll, könnte man als Indiz dafür werten, dass es diesen nur um eine zusätzliche Verdienstquelle geht.

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12 Kommentare

  1. Jürgen Hugo 31. März 2011 at 11:34 - Antworten

    Nun ja -es soll auch Ärzte geben die rauchen. Ist schädlich. Und es soll auch Menschen mit ÜBERgewicht geben. Ist schädlich. Es gibt auch viel zu dünne – das is auch nicht gut.

    Weißte was: irgendwann erwischt es jeden…ob Vorsorge oder nicht.

  2. Horst 31. März 2011 at 11:39 - Antworten

    manchmal bin ich auch dem Fatalismus zugeneigt. Et kütt wie et kütt. Kölner sind manchmal auch weise.

    • Jürgen Hugo 31. März 2011 at 12:58 - Antworten

      Ööhm – (OT): hoffentlich “kütt jet nit zu ville” heute – ich hab eben beim Caschy dezidiert meine Meinung zu solch “lustigen” Aprilscherz-Vorschlägen für Kollegen im Büro etc. verkündet.

      Sie ist recht polarisierend – und weicht ein wenig vom allgemeinen Grundtenor dort ab… :nee: :nee: Wenn gleich einer klingelt, mach ich lieber nicht auf – oder sag: “JürgenHugo? DER wohnt mehrere Häuser weiter! Aber Vorsicht, der hat 2 riesige Dobermänner und giftige Kröten zu Hause!”

  3. wvs 31. März 2011 at 23:31 - Antworten

    Medizin ist ein Geschäft – schon seit vielen Jahren.
    Die Masse der Bürger merkt aber nichts davon.
    Und wenn sie es merken ist es schon zu spät:
    Dann sind sie selbst Patienten und wagen es nicht mehr den Mund aufzumachen.

    Die Gesundheitspolitik ist hierzulande ein Witz – gespart wird nie, es werden nur die erhöhten Ausgaben entschuldigt. Das machen die Politiker weil sie sich an die Kostenseite nicht herantrauen. Sich einen Großkonzern zum Feind zu machen ist für die Karriere tödlich – den Wahlbürgern & Beitragszahlern Mehrkosten aufzudrücken ist da sehr bequem:
    Die überwiegende Zahl wird sich bei der nächsten Wahl nicht mehr erinnern ….

  4. Alfons 1. April 2011 at 13:43 - Antworten

    Die 30% der Ärzte trauen sich nicht, bin ich der Ansicht. Sie haben gehört, dass es vielleicht zu spüren sein (um nicht zu sagen wehtun) könnte …
    Also ich war erst vor einem halben Jahr wieder zur Untersuchung und ich werde zur rechten Zeit wieder gehen. Schlimmer kann ein möglicher Defekt durch die Untersuchung nicht werden, aber ich habe die Chance, beginnenden Darmkrebs evtl. rechtzeitig behandeln lassen zu können. Und wenn die anderen aus der kollektiv zahlenden Gemeinschaft mir das ermöglichen, warum soll ich das nicht nutzen?

  5. Horst 1. April 2011 at 17:29 - Antworten

    @Alfons: Das ist sehr rational und vernünftig, was du schreibst. Keine Angst?

  6. Alfons 1. April 2011 at 18:54 - Antworten

    @Horst: Nein, wovor denn? Ich hab´s bisher 2x hinter mich gebracht und nie Probleme gehabt.
    Mein Ratschlag an alle: hört euch im Freundes- und Bekanntenkreis rum, wer wo schon gute Erfahrungen hatte.

  7. Matthias 2. April 2011 at 17:56 - Antworten

    Vielleicht denken die Ärzte auch, dass es ihnen nicht passieren kann? Genauso wie sich viele Kollegen im Rettungsdienst nicht anschnallen, obwohl ja gerade sie durch ihre Arbeit am besten wissen müssten, was mit nichtangeschnallten Personen bei Autounfällen passieren kann.

  8. Horst 2. April 2011 at 19:35 - Antworten

    @Alfons: Ich habe ja Angst davor zum Zahnarzt zu gehen. Warum sollte das bei dieser Untersuchung anders sein, zumal sie bestimmt nicht angenehmer sein dürfte. Mir fehlt der Mut und ich kann nur diejenigen bewundern, die diese sinnvolle Untersuchung machen lassen.

    @Matthias: Das könnte der Fall sein. Schließlich sind Ärzte ja, wie wir inzwischen alle wissen, auch nur Menschen. ^^

    • Alfons 3. April 2011 at 19:59 - Antworten

      @Horst: Ich muss sagen, beim Zahnarzt habe auch ich mehr Bedenken.
      Mit der Darmuntersuchung ist es wirklich (bei einem guten Arzt) völlig problemlos, du spürst kaum (oder mit Vollnarkose gar nichts) etwas.
      Ich rate Dir, lass es einfach mal machen. Das größte Problem bei dieser ganzen Angelegenheit wird vielleicht das komische Zeugs sein, welches man trinken muss, um den Darm zu reinigen. Auch das haben aber schon mehr als eine Person überstanden …

      • JJHH 9. April 2011 at 01:53 - Antworten

        @Alfons: Mich interessiert überhaupt erst in 2ter Linie, ob die Untersuchung (auch mit Vollnarkose) völlig problemlos ist und ob das größte Problem tatsächlich die Einnahme “des komischen Zeugs” ist (da sehe ich für die Untersuchung insgesamt ganz andere mögliche Probleme).
        Du siehst das anders, das ist natürlich ok. – korrekterweise kannst Du es aber auch allein nur für Deine Person so sehen.

        In 1ter Linie ist für mich eine ausgewogene Vorabinformation für eine Entscheidung wesentlich wichtiger:
        a) Warum, wieso und mit welchen Nutzen und Risiken (für wen – auch ganz und garnicht unwichtig!).
        b) Wenn a) ja, welche Untersuchung ist die in jeder Beziehung möglichst problemloseste – und natürlich trotzdem im Ergebnis annähernd sicherste.

        Meine Recherchen haben für mich im Ergebnis jedenfalls dazu geführt, dass ich keine der durch Burda-Stiftung und Ärzteschaff massiv angedienten Darmkrebsvorsorgeuntersuchungen an mir duchrführen lasse. Dazu ist mir der Nutzen für mich und die bekannten erheblichen, möglichen Nebenwrkungen bei der Behandlung viel zu unsicher + ganz erheblich riskant.
        Wenn ich dieUntersuchung machen sollte/muss, dann soll es gleich ein CT sein – bringt ein wesentlich klareres Untersuchungsegebnis und schließt die Risiken des “Schlauches + der Narkose” aus……

        Ähnlich habe ich für mich bei der Prostata-Vorsorgeuntersuchung entschieden…….das mit dem Finger des Hausarztes durch den Hintereingang rumgerühre bringt effektiv gar nichts – a) kommt er da nicht hin, wo er hinmüßte und b) fehlt im die Erfahrung /Fallfälle dies zu beurteilen.
        Ist der Arzt unsicher aber korrekt, schickt er uns danach auch zur CT (mit Zwischenuntersuchung), somit geh ich gleich dahin und das in einer anerkannten Fachklinik…….

  9. Alfons 9. April 2011 at 09:12 - Antworten

    @JJHH
    Du hast recht, ich habe für mich entschieden. Meine Erfahrung gebe ich trotzdem ohne weitere Bedenken an andere weiter.
    Wenn ich hinter jeder schwarzen Katze gleich ein massives persönliches Unglück sehen würde (so scheint es mir bei Deiner persönlichen Einstellung Vorsorgeuntersuchungen gegenüber zu sein), hätte ich bestimmt weder die Darmuntersuchung noch die mehrmalige Protatauntersuchung (beim Urologen) und anschließender, erfolgreicher OP, machen lassen.
    Wie Jürgen muss ich jetzt sagen: SO!

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