Norbert Röttgen möchte einen Konsens zwischen allen Parteien in Deutschland, damit die Beschlüsse auch über die nächsten Wahlen hinaus standhalten. Für mich klingt das zunächst einmal vernünftig, weil dieser Wunsch keine Vorfestlegungen beinhaltet.
Dagegen ist diese Nachricht etwas, wofür wir Deutsche wahrscheinlich nur in starker Unterzahl Verständnis haben dürften:
Anne Lauvergeon, Chefin des französischen halbstaatlichen Atomkonzerns Areva, ist mit fünf Spezialisten noch vor Sarkozy in Japan eingetroffen.
Quelle: Sarkozy besucht Japan als Atom-Lobbyist
Dieser Mann operiert so ungeniert, dass ich mich nur schütteln kann. Oder kann man sein sein Vorgehen mit dem erklären, was man gemeinhin als Business as usual bezeichnet? Vielleicht sind die Franzosen schon dazu in der Lage, mit der japanischen Katastrophe umgehen zu können — ungeachtet der Tatsache, dass ihre Ausmaße nicht einmal im Ansatz abzuschätzen sind. Ich habe den Eindruck, dass wir noch längst nicht soweit sind. Und — ich finde unsere Einstellung zu dieser Katastrophe ist angemessen und durchaus nicht irrational.










