Da Stil nicht nur Inhalt sondern eben auch Form ist, hat sich der DIN-Ausschuss gedacht: Wir müssen mal wieder was ändern. So kam die DIN 5008 auf den Prüfstand. Zwei interessante Änderungen gegenüber dem Gelernten sind (für mich jedenfalls) diese:
Wie schreiben Sie den Ortsteil korrekterweise in der Anschrift?
| 1 Frau Maria Feiter Ratheim Holzweg 123 41836 Hückelhoven |
2 Frau Maria Feiter Holzweg 123 41836 Hückelhoven- Ratheim |
3 Frau Maria Feiter Holzweg 123 in Ratheim 41836 Hückelhoven |
Richtig ist die Anordnung im ersten Kästchen.
Wie ist die richtige Schreibweise des Datums nach DIN 5008?
[unordered_list style="bullet"]
- 2011-12-04
- 04. Dezember 2011
- 04.02.2011
[/unordered_list]
Und nun die Überraschung: Wir schreiben jetzt nach DIN 2011-12-04. Diese Bürokraten machen aber auch was sie wollen.
Zum Glück gibt es ja die Blogsphäre. Wenn ihr euch mal allein die Schreibweisen des Datums in den vielen Blogs anseht, die ihr so besucht wisst ihr, was ich meine. ♥











Der Brief wird ankommen, egal wie man das hinschreibt. So.
Und heute is Gründonnerstag – das sagt nich die DIN, das sag ich. Nochmal: So.
Übrigens: ich weiß, das man “nicht” und “ist” schreibt – ich schreib aber trotzdem ab und zu “nich”. Weil mir manchmal danach “is”. Zum 3.: So.
Wenn das so einfach wäre. Schon mal was von CI gehört? Als Privat-”Mann” kann man sich solchen Vorschriften natürlich entziehen, bei Firmen sieht das schon ganz anders aus.
Hugo hat schon Recht, ankommen tut der Brief mit 1, mit 2 und auch mit 3. Bei handgeschriebenen Briefen kann die Leseeinheit im Briefzentrum sowieso nur 50% identifizieren. Der Rest landet in der “Handauslese” und wird handcodiert – egal welche Variante man gewählt hat.
Gewisse Normen sind ja in Ordnung. Bei so mancher DIN stelle ich mir allerdings schon die Frage, “wem ist dieser Quatsch nur eingefallen”. Wiederum gibt es Dinge, da dürfte ruhig eine Norm zu tragen kommen, doch da interessiert es wieder kein Schwein.
Aus Deutschland kann ja nix werden, bei diesem Hang zur Anarchie, den ihr beiden an den Tag legt. ^^
“Gewisse Normen sind ja in Ordnung” – stimmt 100%. Im modernen Maschinenbau :hammer: wär vieles ohne Normung garnicht möglich. Da MUSS die Schraube, die irgendwo hergestellt wird eben in die Gewindebohrung, die woanders gesetzt wird passen.
Auch im Büro haben viele Normen durchaus Sinn. Ich weiß z.B., das dem Horst sein Schreibtisch im Büro allerhöchstwahrscheinlich 74 cm hoch ist (meß ruhig mal nach, Horst!) – fast alle Schreibtische sind so.
Oder was ganz profanes: Höhe, Breite und Abstand von Treppenstufen sind genormt. Wie wichtig das ist, das merkt man erst, wenn man mal eine NICHT normgerechte Treppe hochgeht – da kann man leicht auf die Schn**** fallen, weil das total ungewohnt ist. :harry:
… und außerdem wird Horsts Schreibtisch die Normgröße 0,78 x 1,56 m haben, außer er ist (oder hat) etwas besonderes.
Da Jürgen und ich aus der selben Branche kommen, kann ich ihm nur recht geben.
Aaber die Schreibweise der Adresse? Total bescheuert! Den Teilort vor der Straße, dann die Straße und dann der Ort?
Für Jürgen >
Wibl…
Xy-Straße xx
89xxx X-Stadt
Alles klar?
Mein Schreibtisch ist 1,56, aber nur 0,68 breit – aber er hat einen Auszug, der geht bis 0,83. man kanns nich so genau messen, weil der vorne nicht gerade, sondern “elegant geschwungen” ist.
Auch mit der Höhe: waren das jetzt 0,74 oder 0,77? Meiner ist 0,77 hoch.
@Alfons, ich glaube, mein Schreibtisch ist viel größer. Der geht so die Ecke rum und hat noch einen Schrank daneben. Aber ihr tut ja gerade so, als ich was mit der DIN-Tante hätte. Mir doch egal, wie die Briefe adressiert werden. Aber in D muss ja alles seine Ordnung haben. Wahrscheinlich ginge es uns auch nicht so gut, wenn wir hier anders wären. Oder?
“Aber ihr tut ja gerade so, als ich was mit der DIN-Tante hätte”
1) Haste nich?
2) Es gibt auch “Din-Onkels”…
@Horst
:2Daumen:
Ahnte ich es doch > Du hast etwas besonderes an Möbel …
:2Daumen:
@Alfons: Doch, der Schreibtisch ist ganz ok.