Richtig, brav gescheitelte Mädchen gab es ja früher auch. Diesen Kommentar von Thomas Strobl (weissgarnix) zum Parteiausschlussverfahren SPD vs. Sarrazin lege ich allen ans Herz, die die Empörung derjenigen nicht verstehen wollen, die das Vorgehen der SPD nicht nachvollziehen können:
So gesehen führt auch der Titel seines Buches in die Irre, denn Deutschland schafft sich darin mitnichten ab, vielmehr dokumentiert der Autor die Furcht eines persönlichen Verlustes, nämlich „seines” Deutschlands, in dem brav gescheitelte Buben und Mädchen sonntags in die Kirche gehen und während der Woche Goethe-Verse auswendig lernen.
Man kann den Sozialdemokraten nachsehen, dass sie des lieben Parteifriedens wegen die Waffen schweigen lassen; dass sie damit einer politischen Position die Referenz erweisen, die auf die Vormoderne gerichtet ist, muss man nicht goutieren.
Quelle: F.A.Z.-Community











Nun, man kann das auch ganz anders sehen und für gewisse – nicht alle – Thesen des Herrn Sarazzin sogar Verständnis aufbringen. Wir geben langsam, nach und nach, Deutschland und
die deutschen Werte und Tugenden auf.
Das hat überhaupt nichts mit “gescheitelten” Kindern zu tun. Diese feststellung ist einfach nur albern und triftt nicht den Kern des Problems
Ich habe davon gehört, dass man das anders sehen kann. Ich kann es aber nicht glauben. Nun ja. Wir leben in einem freien Land.
Na ja, wenn Sie nichts von den deutschen Tugenden, die dieses Land sehr weit gebracht haben nichts halten, dann muss ich das nicht verstehen.
Das, was wir jetzt ab dem 01.05.2011 erleben werden, Arbeitnehmer aus dem osteuropäischen Raum haben jetzt freien Zutritt zu unserem Arbeitsmarkt, wird uns schon einige Rätsel aufgeben und, unsere Politik redet wieder alles schön.
Das wir jetzt aus Brüssel wegen unserem guten Datenschutz abgemahnt und bestraft werden sollen, um diesen Datenschutz abzuschaffen, das ist der Gipfel dessen, was man noch ertragen kann.
Wir leben eben nicht mehr in einem freien Land. Das schaffen wir gerade ab und da hat Sarazzin recht!
@KFL: Ich habe nirgends geschrieben, dass ich von den deutschen Tugenden nichts halten würde. Ich sehe auch die großen Probleme, die wir mit der Migration haben. Sie sollen beim Namen genannt werden und vor allem sollen die richtigen Maßnahmen getroffen werden. Und genau an der Stelle werden wir vermutlich nicht einig werden. Wir haben eine Bevölkerung und sie muss die Probleme gemeinsam lösen. Es geht nicht, dass wir so tun, als ob der eine Teil der Bevölkerung sich des anderen Teils einfach entledigen könnte. Für mich klingen die Parolen, die von manchen in die Welt gesetzt werden, nämlich genau danach.
Um das klar zu sagen: Natürlich meine ich damit nicht Sie. Sie äußern berechtigte Sorgen. Wie Ihnen diese allerdings genommen werden können, vermag ich nicht zu beurteilen. Ich bin persönlich der Meinung, dass wir nur alle zusammen diese Aufgabe lösen können. Oder es wird nicht gelingen und die Skeptiker behalten am Ende recht. Dann allerdings muss ich sagen, haben diese sicher auch eine Mitverantwortung dafür zu tragen.
Da stimmen wir völlig überein. Leider wird Sarazzin von teilen der Politik immer in die “rechte Ecke” gestellt obwohl man genau weiss oder wissen müsste, das er genau das meint was wir auch denken
Das eigentliche Interessante an der Person des Herrn Sarrazin ist und auch bleibt, dass er aus dem Lager der SPD kommt und nicht wie man landläufig immer glaubte, von der CDU/CSU oder sogar des rechten Lagers.
Nein, seine Gedanken in seinem Buch sind Entwürdigend für alle Volksgruppen und Menschen in diesem Land. Für mich ist Sarrazin und sein Buch ein Beweis, das brav gescheitelte Buben und Mädchen immer die Gefahr darstellen, die diese unter dem schönen Schein verstecken!
Man denke einfach an seine eigene Kindergarten-Zeit zurück: Wer waren immer die schlimmsten in der Gruppe? Ja genau die Kinder, die immer angeblich brav waren und Mütter der Meinung waren “Nein, mein Kind tut sowas nicht, er ist wohl erzogen und macht sowas nicht!”
Wenn man es pädagogisch betrachten würde, dann zeigt Sarrazin mit seinem Buch nur, dass er nicht flexibel ist, auf die Veränderungen in der Gesellschaft und Welt. Wobei dieser Punkt auf einen großen Teil in Deutschland zutreffen könnte