Uns stank es früher, wenn an bestimmten Feiertagen die Discos geschlossen waren. Musik- und spaßlose Tage? Karfreitag war immer einer davon.
Oder Volkstrauertag und so. Damals (Anfang/Mitte der 70er) fanden wir natürlich einen Weg, diese Bevormundung zu umgehen. Wir beschlossen bei irgendeinem aus unserer Clique eine Fete zu veranstalten. Das klappte immer. Weitere Diskussionen zum Thema interessierten keine Sau.
Heute wird aus derlei Anlässen sofort ein Politikum. Reger, teils heftiger Meinungsaustausch findet statt und es geht kreuz und quer. Die Kirche, der Staat und überhaupt. Nichts als Heulen und Wehklagen. Wie wir Deutsche eben so sind. Wir machen noch so lange, bis irgendeinem Politikerheini einfällt, den Karfreitag auf dem Altar des Bruttosozialproduktes zu opfern. Der erste Feiertag wäre da bekanntlich nicht. Also, mault nicht rum, sondern genießt die freien Tage – ob mit oder ohne Musik. Karsamstag durfte man ja schon wieder abfeiern. Ein bisschen Abstinenz kann ja zwischendurch auch ganz gut sein – auch wenn man mit dem christlichen Glauben nix am Hut hat.
Immer Leute treten aus der Kirche aus. Ich finde ja, die sollten an den christlichen Feiertagen dann auch arbeiten gehen.












Das mit dem Arbeiten gehen … da hätte ich noch nicht mal was bei. Allerdings sollten die, die dann wegen ihrem Glauben zu Hause bleiben möchten, dafür Urlaub nehmen. Dann wird ein Schuh draus!
Deinem letzten Satz stimme ich 100%ig zu, und habe noch eine Ergänzung dazu:
Ohne jetzt irgendwie rassistisch oder intolerant wirken zu wollen bin ich der Meinung, dass auch Arbeitnehmer anderen Glaubens, hier insbesondere Muslime, an christlichen Feiertagen arbeiten gehen sollen. Mit welchem Recht machen die denn an christlichen und muslimischen Feiertagen frei? Zumindest in der Schule haben die muslimischen Mitschüler meiner Kinder z.B. am Zuckerfest auch schulfrei.
Nicht, dass ich da jetzt falsch verstanden werde, ich gönne jedem Menschen seine religiösen Feiertage. Aber bitte nur die Feiertage seiner Religion oder Glaubensrichtung. Oder frei für alle an allen religiösen Feiertagen. Es geht hier um Gleichberechtigung, nicht um Diskriminierung.
“Privatfete”? GAAnich nötig. 22:30 in die Disco, was trinken war ja nich verboten – so ab 23:50 wurde dann Musik gespielt. Um 0:00 war der Karfreitag doch rum, und das Verbot abgelaufen.
SO ging das! Waren die “Discologen” bei euch nich so pfiffig, oder mußtest du früher ins Bett?
?
@Jürgen: So “pfiffig” waren die hier auch. Alles, was irgendwie ging wurde gemacht. Aber was nützt es, wenn man sich ohne Musik besaufen kann? Nee, das wäre mein Ding nicht gewesen. Aber ok.
@Markus: Finde ich auch. Jeder soll die Feiertage begehen, die in seiner Religion gelten. Die anderen… zack zur Arbeit.
@Andreas: Von wegen Urlaub nehmen. Du bist mir ein bisschen zu großzügig gegenüber den Arbeitgebern. Solange ich katholisch bin feier ich auch schön die katholischen Feiertage. Aus, Schluss, Basta. ^^
@Horst: Man braucht sich ja nich gleich zuschütten: schönes Pils, “Kornjak”, bißchen labern, Zigarettchen. Musik wurde ja gespielt, was “getragenes” halt. Das konnte man ganz gut aushalten.
Schwätzchen mit diesem, Schwätzchen mit jenem – ich kannte da ja viele. 1x hab ich allerdings einem guten Kumpel den Wagen geliehen, der wollte mit seiner Freundin, äähem…und ich hab da rumgesessen und ordentlich gebechert. Damit ich nun nich noch mehr (und dann vom Stuhl fall) hab ich mich mit so´nem Mädchen unterhalten, die zufällig neben mir saß. Und später dann mit der was getanzt und “angemacht”.
Später hat uns mein Kumpel dann nacheinander nach Hause gefahren (ich bin nich mehr selber) und ich hab mich mit der verabredet für den nächsten Tag. Nachmittags hat mir mein Kumpel dann den Wagen wiedergebracht: “Du mußt mir aber zeigen, wo die wohnt – ich hab das nicht mehr richtig mitgekriegt…”. Hat er dann auch gemacht.
Ich bin dann ein paar Monate mit der – es wurde sogar (auch von Seiten der Elten) von Heirat geredet. Aber ich war erst 23 – und die Eltern waren stockkatholisch, ich hab dann lieber die Sache aufgehört. Obwohl, die hätt mich sicher auch genommen, wenn ich nicht katolisch geworden wäre – und DAS wär ich ja niemals.
“Bleibender” Schaden ist ihr übrigens nicht enstanden – ich hab mich 13 Jahre später, als ich mal wieder in Wuppertal war, nach ihr erkundigt (ich wohnte da ja schon lange in Bayern). Sie war mit einem Bundesbahner verheiratet und hatte 3 Kinder. Rita hieß sie, das weiß ich noch.
Und noch was: sie hat zu der Zeit, als wir zusammen waren in einer Bäckerei als Verkäuferin gearbeitet – na sowas… :2Daumen:
@Horst: Darfst Du doch auch! Nur so lange die Katholiken einen Tag frei bekommen, weil sie ihren Privatspaß haben wollen, so lange steht auch mir Agnostiker dieser Tag zu! Und was ich an dem mache, soll doch bitte meine Sache sein – ich hätte Freitag sehr gerne Rasen gemäht …
@Andreas: Rasenmähen ist wohl verboten?, man darf sich nich erwischen lassen…
? Müll und Papier “geräuscharm” wegzutragen is aber NICH verboten – genau das hab ich Freitag auch gemacht – die Tonne war nämlich schön leer. :2Daumen: