Pietro Lombardi ist der Superstar, den sich das RTL-Publikum ausgesucht hat
So untertitelt Zeit-Online ein Foto des diesjährigen DSDS – Gewinners, Pietro Lombardi.
Ist deutscher Pop so “öde”, wie Zeit-Autorin Rabea Weihser ihn beschreibt? Auch der deutsche Beitrag zum ESC wird abgekanzelt. Über Lena befindet Frau Weihser: “Schmale Stimme, breite Präsenz.”
Lena ist eine gute Entertainerin. Max Mutzke war gewiss ein besserer Sänger – aber die geschlossenen Augen… Soviel besser ist er, wie wir jetzt wissen, auch nicht aus dem Wettbewerb herausgekommen. Und das war Musik, die mir persönlich schon wesentlich besser gefallen hat. Zudem ist Mutzke nicht “nur” Interpret, sondern Komponist und Musiker. Wenn ich mich richtig entsinne, war dies auch Stefan Raab mit Wadde hadde dudde da? und Guildo Horn mit Guildo hat euch lieb! konnte man ja auch nicht “nur” als Interpret bezeichnen.

Nun bin ich der Letzte, der mit seinem persönlichen Musikgeschmack hinter dem Berg hielte. Ich lasse gerne auch ein paar Seitenhiebe gegen deutsche Schlager und Volksmusik los. Pauschal gesagt (denn es gibt Ausnahmen) geht mir diese Musik auf den Sender und das schreibe ich auch. Ein persönliches Statement, das man teilen oder ablehnen kann. Insofern ist der Artikel von Frau Weihser auf den ersten Blick auch nicht anders zu bewerten. Zudem hat sie den Artikel vor dem ESC-Event geschrieben, also nicht als klar war, dass Lena auf Platz 10 landete.
Dass die Sängerinnen und Sänger, die DSDS und ESC hervorbringt, nicht die Besten ihrer Zunft sind, muss ja nicht ausdrücklich betont werden. Zumal es die Zuschauerinnen und Zuschauer, die für diese votiert haben, ohne Gnade abqualifiziert. Aber gerade deshalb macht es irgendwie Sinn, dass ich heute auf diesem Artikel herumreite. Er macht einmal mehr deutlich, welches Hochtotential an Miesmachern wir hier in Deutschland zur Verfügung haben. Wenigstens darin sind wir international wohl kaum zu schlagen. Nicht, Frau Weihser?












Ein Kommentar