Ob solche Erkenntnisse in der heutigen Medienwelt etwas bewirken? Ob sich am generellen Vorgehen etwas ändern könnte? Ich kann mir das nicht vorstellen. Zu groß ist auch hier der ökonomische Druck.
Ethische Grundsätze verkümmern immer schneller und immer gründlicher. Nein, es geht nicht um eine etwaige Fixiertheit auf “die” Täter unserer Gesellschaft. Es geht um die Werte unserer Gesellschaft. Die schließt aber eben neben den Opfern auch die Täter ein. Auch wenn uns die inzwischen lang andauernden Diskussionen über zu viel politische Korrektheit etwas anderes suggerieren möchten.
Aber… uns juckt das alles sowieso nicht die Bohne. Hauptsache, wir kriegen unsere Sensationen frei Haus ins Wohnzimmer geliefert.
Das Schicksal, das DSK durch die amerikanische Justiz, das ihm durch unsere Auffassung von Transparenz auferlegt wurde, von der Herrschaft der Bilder, kurz von den neuen Gesetzen unseres Metiers, dieses Schicksal ist ganz einfach entsetzlich. Wir erlebten die publizistische Organisation einer Hinrichtung. Jean Daniel














Einfach nur erbärmlich. Die Unschuldsvermutung bleibt auf der Strecke und damit die Menschenrechte. Für Strauss-Kahn ebenso wie für einen Kachelmann. Und viele andere, die in die “Fänge” der Journalie geraten.
Aus den Skandalen der letzten Zeit haben Medien,auch vermeitlich seriöse,auflagenverluste zu kompensierenversucht,solche medien werden nicht esc-geschädigt sondern durch sex and crime
Es gilt seit ewigen Zeiten: Kein Rauch ohne Feuer
Moderne Medienwelt: Im Rauch sieht man das Feuer nicht unbedingt und was WIR können? Wir können jedenfalls RAUCH
Seriösität: Wir wissen nix und beobachten – notfalls als ewige Wiederholung
Publikum: wir zahlen nur, wenn wir unterhalten werden, möglichst gruslig oder im Nahtodbereich eines stockenden Atems
Journalisten: wir wissen alles, auch das blödeste Gerücht kennen wir. Und zum Beweis erzählen wir die euch jetzt alle…
Buchmacher: irgendwas stimmt immer, wir nehmen jede Wette an
der bidere Michel: das hab ich alles schon gewusst
Opfer und Täter: Ihr habt eure 10 Minuten Ewigkeit gehabt – wegtreten!