ZAPP zum Verhalten der Medien im Fall DSK

Mai 19, 2011 3 Kommentare » | Dieser Artikel wurde 56 x aufgerufen.
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ZAPP zum Verhalten der Medien im Fall DSK

Ob solche Erkenntnisse in der heutigen Medienwelt etwas bewirken? Ob sich am generellen Vorgehen etwas ändern könnte? Ich kann mir das nicht vorstellen. Zu groß ist auch hier der ökonomische Druck.

Ethische Grundsätze verkümmern immer schneller und immer gründlicher. Nein, es geht nicht um eine etwaige Fixiertheit auf “die” Täter unserer Gesellschaft. Es geht um die Werte unserer Gesellschaft. Die schließt aber eben neben den Opfern auch die Täter ein. Auch wenn uns die inzwischen lang andauernden Diskussionen über zu viel politische Korrektheit etwas anderes suggerieren möchten.

Aber… uns juckt das alles sowieso nicht die Bohne. Hauptsache, wir kriegen unsere Sensationen frei Haus ins Wohnzimmer geliefert.

Das Schicksal, das DSK durch die amerikanische Justiz, das ihm durch unsere Auffassung von Transparenz auferlegt wurde, von der Herrschaft der Bilder, kurz von den neuen Gesetzen unseres Metiers, dieses Schicksal ist ganz einfach entsetzlich. Wir erlebten die publizistische Organisation einer Hinrichtung. Jean Daniel

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3 Kommentare

  1. dauni 19. Mai 2011 at 16:05 - Antworten

    Einfach nur erbärmlich. Die Unschuldsvermutung bleibt auf der Strecke und damit die Menschenrechte. Für Strauss-Kahn ebenso wie für einen Kachelmann. Und viele andere, die in die “Fänge” der Journalie geraten.

  2. andxymunjet 21. Mai 2011 at 23:06 - Antworten

    Aus den Skandalen der letzten Zeit haben Medien,auch vermeitlich seriöse,auflagenverluste zu kompensierenversucht,solche medien werden nicht esc-geschädigt sondern durch sex and crime

  3. franz.wanner 22. Mai 2011 at 00:20 - Antworten

    Es gilt seit ewigen Zeiten: Kein Rauch ohne Feuer
    Moderne Medienwelt: Im Rauch sieht man das Feuer nicht unbedingt und was WIR können? Wir können jedenfalls RAUCH
    Seriösität: Wir wissen nix und beobachten – notfalls als ewige Wiederholung
    Publikum: wir zahlen nur, wenn wir unterhalten werden, möglichst gruslig oder im Nahtodbereich eines stockenden Atems
    Journalisten: wir wissen alles, auch das blödeste Gerücht kennen wir. Und zum Beweis erzählen wir die euch jetzt alle…
    Buchmacher: irgendwas stimmt immer, wir nehmen jede Wette an
    der bidere Michel: das hab ich alles schon gewusst
    Opfer und Täter: Ihr habt eure 10 Minuten Ewigkeit gehabt – wegtreten!

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