Regeln für Menschlichkeit und Zukunft

Mai 21, 2011 13 Kommentare » | Dieser Artikel wurde 115 x aufgerufen.
Beitrag versenden | Beitrag drucken

Foto: El Bibliomata  @ Flickr.comDen drei monotheistischen Welt-Religionen ist gemeinsam, dass Liebe und Frieden zentrale Bedeutung haben. Solche Parallelen sind natürlich, weil alle 3 Weltreligionen bekanntlich auch personell auf eine gemeinsame Geschichte zurückgehen. Immer wieder bin ich entsetzt darüber, dass trotz dieser Voraussetzungen bis heute Gewalt unter den Angehörigen dieser Religionen an der Tagesordnung ist.

Vielleicht ist die beschriebene Basis ein Grund dafür, warum ich meine Kirche nicht, wie so viele andere, verlassen habe.

Seit dem Alten Testament werden Juden und Christen aufgefordert, das Böse zu meiden und Gutes zu tun. Die 10 Gebote könnten, ohne eine überbetone Frömmigkeit, auch noch heute als Regelwerk für menschliches Zusammenleben gelten. Aber wer kennt diese heute noch? Wenn aber so viel Vernünftiges und Erstrebenswertes in den Schriften steht, aus welchem Grund verstehen wir dann uns nicht? Es liegt nicht an der Religion und auch nicht nur an deren Repräsentanten, wie es uns gern weisgemacht wird. Es liegt in der Hand aller Menschen.

Wir Menschen verstehen wenig, schaffen es aber spielend, Religion zur Weltanschauung entarten zu lassen.

Das könnte dich ebenfalls interessieren:

13 Kommentare

  1. franz.wanner 21. Mai 2011 at 17:13 - Antworten

    Tja Pech. Wir Deutschen sind nun so gar nicht für die 10 gebote geeignet. wir haben es lieber mit den Verboten.

    Das sympatische an den 10 Geboten ist doch, da ist kein einziges Verbot dabei. sind alles nur Richtlinien.
    z. B.
    “Du sollst nicht begehren deines nächsten Weib!” Klare Ansage. Kann aber schief gehen. Dann sollst du dich zusammenreißen und es noch einmal versuchen. bis es klappt. vielleicht sogar bei der Nachbarin.
    Nee, im Ernst. Der Mensch ist fehlbar. eine gute Orientierung hilft, wenn man mal aus der Spur kommt.
    Momentan ist es so, alle Verbote kann ich mir sowieso nicht merken. Als Schurke würde ich mir ja aussuchen, welches Verbot ich gewinnträchtig übertrete, als Depp ist mir das zu anstrengend. ich bin irgendwo immer im Minus, weis ich ja, und senke also ergeben immer das Haupt.
    Das Deppen Dauerbuße ist, die Schurken zu ertragen, anders wäre es schon wieder eine Verbotsbeschädigung…

  2. Jan 21. Mai 2011 at 18:02 - Antworten

    Meinste nicht, dass die meisten dieser Gebote so oder ähnlich auch schon vor Erfindung der erwähnten Religionen galten? Und dass sie nicht längst durch Dinge wie die Menschenrechtscharta oder unserere Verfassung oder andere Gesetze praktisch irrelevant geworden sind? Morden und Stehlen dürfen ja schließlich nicht nur Christen, Juden oder Muslime nicht.

  3. Horst Schulte 21. Mai 2011 at 18:12 - Antworten

    Keine Angst. Ich will keinem seinen Atheismus austreiben und keinen Gottesstaat ausrufen.

    Diese Religionen (natürlich auch andere) wollen nichts Böses. Aber es ist etwas anderes, was wir daraus gemacht haben.

  4. Carsten Schulte 21. Mai 2011 at 20:50 - Antworten

    “Es liegt nicht an der Religion und auch nicht nur an deren Repräsentanten, wie es uns gern weisgemacht wird.”

    Ich denke schon das ein ganz großer Teil der “grausamen Schuld”, die sich die Kirche zu schulden kommen hat lassen, an den Fingern der Repräsentanten klebt.

  5. franz.wanner 21. Mai 2011 at 21:43 - Antworten

    ist ja immer schon ein beliebtes Spiel gewesen, einen Schuldigen zu finden…
    Hauptsache man ist es nicht selber

    Aus der Schutz- und Zufluchtsburg des Glaubens wurde schnell ein Tempel der Macht.

    Gut wenn ich einen Mitgliedsausweis und den Passierschein habe….

    Was hilfloseres habe ich nie gelesen:
    “nicht längst durch Dinge wie die Menschenrechtscharta oder unserere Verfassung oder andere Gesetze praktisch irrelevant geworden sind? Morden und Stehlen dürfen ja schließlich nicht nur Christen, Juden oder Muslime nicht.”

  6. Horst Schulte 22. Mai 2011 at 11:01 - Antworten

    Carsten Schulte: Hallo Carsten. Schön, dich hier zu lesen.

    Im geschichtlichen Kontext hast du selbstverständlich recht mit deinem Hinweis. Ich dachte mehr an die Gegenwart und an die Vorbehalte, die der Kirche entgegen gebracht werden. Alle Religionen haben einen Anspruch an ihre Angehörigen. Der ist positiv, leider erfüllen wir Menschen ihn aber nicht.

  7. franz.wanner 22. Mai 2011 at 12:46 - Antworten

    Ein paar religiöse Menschen kenn ich ja nun doch. ich hab die immer um die Quelle iher Kraft beneidet.

    was ganz anderes sind diese verwaltenden Institutionen. Und da nehme ich mal hier auch die allervergaunertsten Repräsentanten in Schutz, absichtlich. Die sind nicht schuldig. Schuldig sind die, die sie gelassen haben! Das war zweifelsfrei eine Mehrheit. Und schlimmer noch: ganz viele einzelne Gewissen.
    Und um das klar zu sagen: Schweigen ist Zustimmung!
    Vakante Podien werden schnell besetzt – manchmal von Ergeizlingen, öfter jedoch von Gedrängten und Vorgeschobenen.

    Und deshalb gilt auch umgekehrt:
    Alle Angehörigen haben einen Anspruch an ihre Religion! Wird der nicht erfüllt, distanzieren sie sich.

  8. Stefan Wehmeier 23. Mai 2011 at 15:23 - Antworten

    “Man bedenke, es handelt sich nur um einen Roman. Die Wahrheit wird – wie stets – weit erstaunlicher sein.”

    Arthur C. Clarke, Vorwort zu “2001″

    Vor über 40 Jahren visualisierten Stanley Kubrick und Arthur C. Clarke nicht nur die voraussichtlichen technologischen Möglichkeiten im Jahr 2001. Heute hängen wir weit hinter diesen Möglichkeiten zurück und befinden uns in einer globalen Wirtschaftskrise, die aufgrund der atomaren Bedrohung das Ende der Menschheit bedeuten kann. Die Ursache ist eine künstliche Programmierung des kollektiv Unbewussten, die uns seit jeher davon abhält, die Makroökonomie zu verstehen:

    (Genesis 2,15-17) Und Gott der HERR nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, dass er ihn bebaute und bewahrte. Und Gott der HERR gebot dem Menschen und sprach: Du darfst essen von allen Bäumen im Garten, aber von dem Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen sollst du nicht essen; denn an dem Tage, da du von ihm isst, musst du des Todes sterben.

    Wer nicht weiß, was Gerechtigkeit ist, darf auch nicht wissen, was Ungerechtigkeit ist, um eine Existenz in “dieser Welt” ertragen zu können. Zu diesem Zweck gibt es die Religion, die so erfolgreich war, dass sie die systemische Ungerechtigkeit der Erbsünde bis heute aus dem allgemeinen Bewusstsein der halbwegs zivilisierten Menschheit ausblenden konnte, während das Wissen seit langer Zeit zur Verfügung steht, um diese “Mutter aller Zivilisationsprobleme” endgültig zu eliminieren.

    Voraussetzung für die Beendigung der Weltwirtschaftskrise ist die Überwindung der Religion (selektive geistige Blindheit)! Herzlich Willkommen im 21. Jahrhundert:

    http://www.deweles.de/willkommen.html

  9. franz wanner 23. Mai 2011 at 19:07 - Antworten

    Stefan Wehmeier

    ich tu mich jetzt echt schwer, weil… weil ich nicht unbedingt jemanden gutmeineinenden auf die Füße treten will und jeden schrägen Ton vermeiden.
    Könnt ich also auch einfach das Maul halten und die Sache wäre ausgestanden.

    Mach ich nicht. Es schweigen so viele oder lauschen nur, daß vielleicht bald niemand mehr mit Hoffnung auf Reaktion etwas formuliert und wir alle samtens doch bei den Ameisen landen…
    - Wenn keiner was sagt und niemand hört zu, herrscht Einigkeit.
    - Ohne Streit keine Übereinkunft, nur fehlende Alternativen.

    also der Text erschließt sich mir nicht und scheint mir doch zu überfrachtet.

    1. technologische/technische Möglichkeiten sind an sich nichts Schlechtes, höchstes welchen Gebrauch man davon macht

    2. globale Wirtschaftskrise ist kein Resultat solcher technischen Potenzen, sondern eher einer Grundeinstellung geschuldet, die wenig geprüft und korrigiert wird.
    z. B.
    Seid fruchtbar und mehret euch
    Du sollst mit deinen Pfunden wuchern!
    vergessen dabei: Gleichnis vom verlorenen Sohn

    3. Wirtschaftkrise und atomare Bedrohung kann man nicht gleichsetzen (die, aufgrund..usw.)

    4. Das Ende der Menschheit kriegen wir auch ohne Atomkraft hin

    gut gefällt mir der Gedanke einer verfehlten Programmierung des kollektiven Unbewußten… aber die hat ihre Ursachen in Leitbildern, Idealen und dem Grad der Anerkennung bzw Belohnungen

    aber:

    5. Makroökonomie ist eben nicht DIE Makroökonomie sondern ein dynamisches Phänomen, das wir nicht nur einmal irgendwie verstehen müssen, sondern welches wir fortdauernd gestalten.
    (Unsere “mathematiker” sind da gewiss nicht schlecht in der Analyse, aber jedenfalls völlig ungeeignet zur Synthese = Rückbettung in Gesamtzusammenhänge sozialer Natur, weswegen ja diese “Modellsucht” vorliegt und das eifrige Bemühen, alles in mathematische Regelkreise und Binäreinheiten aufzulösen. – was ein kollektives Unterbewußtsein als selbstregulierendes System begünstigt. [der effiziente Schwarm])

    6. Die Auslegung (Genesis 2,15-17) kann man so und so vornehmen und meint ganz sicher KEIN Erkenntnisverbot. Ich sage mal vorsichtig, es geht um Autoritätssicherung, wenn jedenfalls festgestellt wird: die Unterscheidung von gut und böse ist nicht immer ganz einfach

    7. jedenfalls stimmt: Die naive Unschuld ist dahin und des Todes, wenn man sich aufschwingt, ein eigenes Urteil und eigene Urteilsfähigkeit sich zu erarbeiten und selber denkende Individualität zu entwickeln. Das ist das Problem der Schuldfähigkeit. Die muß ja erst einmal erworben werden.

    Besonders schwierig für mich ist, den beiden letzten Absätzen einen Sinn abzuringen, (Ist das Ganze nun eher eine Verteidigung oder eine Anklage der Religion?)

    8.Die Behauptung jedenfalls, Religion habe den “Zweck”, Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit ununterscheidbar zu machen, scheint mir daneben, denn ich hätte auf das genaue Gegenteil getippt. Unterschieden sollten die schon werden, nur ist dann immer noch nicht geklärt, wie man was so und nicht andersrum denn definiert – und wer die Definitionen festlegt.

    9. Was immer “die systemische Ungerechtigkeit der Erbsünde” meinen soll, läßt nicht nur “Erbsünde” unklar, behauptet aus der wilden, freien Luft heraus eine “Ungerechtigkeit” und befleißigt sich zudem eines “Systems”.
    (Nebenbei: Die Allmacht eines Gottes in den Regelzwang eines Systems zu pressen, grenzt doch bestimmt schon an Gotteslästerung, vermute ich. Und wenn ich dies als Gottesleugner täte, würde ich mit diesem System einen Gottesbeweis antreten)

    10. WENN mit dieser “Mutter aller Zivilisationsprobleme” die Religion gemeint sein soll, dann ist das ein tragischer Irrtum. Ob ich nun Religion mag oder nicht, ist völlig egal, ich muß jedenfalls einräumen, dass Religion, als Beziehungserklärung von Mensch zur Umwelt, die Quelle jeder Zivilisation ist (also auch der Probleme), aber ein menschliches Sein VOR jeder Zivilisation nicht mal gedacht werden kann bzw. völlig unmöglich ist. Da unterscheiden sich die Sozialität von Fischen,Insekten, Tiergruppen zu der der Menschen doch noch. Stichwort: genetische Codierung.

    11. wie lange dieses “seit langer Zeit” ist, ist auch ein Problem

    12. ich kenne einige gescheiterte Visionen und Versuche, aber kein abrufbares “Wissen”, das einfach irgendwo vorliegt. wo eigentlich?

    13. soll die “Überwindung der Religion” nun vorwärts oder rückwärts erfolgen?
    Und die Gleichsetzung = (selektive geistige Blindheit) wäre mir zwingend erläuterungsbedürftig. Etwa als Teil der Mengenlehre und Schnittmenge?

    14. Bevor wir von der Beendigung einer “Weltwirtschaftskrise” reden, sollten wir uns darüber verständigen, was das ist. Und dann nach den Ursachen forschen.

    15. Entweder hat man definierte Voraussetzungen und und ein ganzes Spektrum möglicher Folgen oder man hat einen konkreten Tatbestand und analysiert welche Voraussetzungen diesen möglich gemacht haben könnten und haben.

    Und bitte nicht Hoffnungslosigkeit verbreiten, weil vor jeder Aufgabenerledigung immer noch eine noch größere Aufgabe geschoben wird… eine Krisenbewältigung ist mit und ohne und gänzlich unabhängig von religion möglich.

    Es macht schon Sinn, sein Haus aufzuräumen und zu säubern, auch wenn ich kein Garantiezertifikat vorab bekomme, dies dann nie nie wieder tun zu müssen, weil alle verdächtigen Verusacher und Bewohner schon eliminiert wurden.
    Sonst würde eigentlich jeder Sinn fehlen!

    war ich jetzt eigentlich nur doof, Ihnen erwidert zu haben?
    Oder ist Ihnen ein besonderer Witz geglückt?

    aber jetzt hab ich das gemacht und schick das also auch ab, lacht nur…

    • info 3. Juni 2011 at 00:14 - Antworten

      “war ich jetzt eigentlich nur doof, Ihnen erwidert zu haben?”

      Auf eine direkte Frage eine klare Antwort: Ja.

      Der gesamte Inhalt von “Der Weisheit letzter Schluss”, der nicht in Frage gestellt werden kann und über den es nichts zu “diskutieren” gibt, ist die Grundvoraussetzung, um überhaupt – soweit es das menschliche Zusammenleben im weitesten Sinne betrifft – mit dem Denken anfangen zu können!

      Wenn Sie sich auf den Erkenntnisprozess der Auferstehung einlassen, werden Sie mir am Ende zustimmen und sich gar nicht mehr vorstellen können, wie Sie jemals eine solche Ansammlung von hoffnungslos naiven Vorurteilen und Denkfehlern, wie sie Ihre “Erwiderung” darstellt, verfassen konnten.

      Bis dahin tue ich weder Ihnen noch mir einen Gefallen, wenn ich an dieser Stelle auf Ihre “Argumente” eingehe.

      Mit freiwirtschaftlichem Gruß
      Stefan Wehmeier

  10. Franz Wanner 3. Juni 2011 at 05:14 - Antworten

    Stefan Wehmeier

    ich stimme Ihnen zu, ich war “doof”. Zweifel habe ich aber mit dem “Gefallen tun”.
    Bisher war immer und stets fassungslos amüsiert, wenn ich ihre Texte las. “Einzigartig” musste ich mir eingestehen – die Fülle der Selbstwidersprüche läßt einfach keine ausmachbare Sageabsicht erkennen.

    Insofern könnten Sie sich doch selber einen Gefallen tun (auch wenn das gleichzeitig anstrengend sein sollte) und mal heimlich und allein, mittels Zettel und Bleistift zu notieren versuchen, was Sie in den eigenen Texten zm Ausdruck bringen wollten.
    - erst mal nur die Absicht: kurze Stichpunkte
    - dann eine Pause
    - und dann (als sei es in fremder Text) nachforschen, was tatsächlich drin steht in den Texten.
    Also nur in den Texten und nicht gleichzeitig in den “.inneren Bibliotheken”
    - und dann vergleichen

    Dieser Ratschlag ist der “Gefallen”, den ich Ihnen gern tue und Sie tun sich einen “Gefallen”, sollten Sie es auc wirklich tun!
    Als meine “Denkfähigkeit” ist jedenfalls nicht an die “Grundvoraussetzung” gebunden, den “gesamten Inhalt” eines Sermons ohne jeden Zweifel verinnerlicht zu haben. Wobei mir zudem unklar bleibt, wie ich es hinkriegen sollte, die Ursache erst nach der Folge zeitlich festzulegen. Erst nach der Lektüre begänne meine Denkfähigkeit, also müßte ich den Sermon im Zustand der “Denk-Unfähigkeit” aufnehmen?

    Aber Sie deuten ja an, mein Fall sei “hoffnungslos”.

    • info 4. Juni 2011 at 10:05 - Antworten

      “Aber Sie deuten ja an, mein Fall sei “hoffnungslos”.”

      Man soll die Hoffnung nie aufgeben. Hören Sie einfach damit auf, sich einzubilden, Sie wüssten schon was – alle “Wissenschaften”, die sich direkt oder indirekt mit dem menschlichen Zusammenleben befassen, sind keine Wissenschaften, weil die elementarste zwischenmenschliche Beziehung, das Geld, seit jeher fehlerhaft ist – und versuchen Sie gar nicht erst, “schlauer” sein zu wollen, als Jesus von Nazareth und Silvio Gesell zusammen.

      Mit freiwirtschaftlichem Gruß
      Stefan Wehmeier

  11. sissi brautkleider 11. Juli 2011 at 10:27 - Antworten

    Vielleicht ist die beschriebene Basis ein Grund dafür, warum ich meine Kirche nicht, wie so viele andere, verlassen habe.

    awesome!

Dein Kommentar