Wer nichts an der Siedlungspolitik ändern wird

Mai 21, 2011 6 Kommentare » | Dieser Artikel wurde 60 x aufgerufen.
Beitrag versenden | Beitrag drucken

Israels Präsident Netanjahu hat dem amerikanischen Präsidenten Obama die Gefährdung der Existenz Israels vorgeworfen. Im Weißen Haus protestierte er gegen Obamas Vorschlag für einen Palästinenserstaat in den Grenzen von 1967. In diesem Fall könne das Land „nicht verteidigt“ werden, warnte Netanjahu.

Quelle

Ist es nicht in Wahrheit so, dass Obama oder jeder andere Präsident Israel vorschlagen kann, was er will. Die Israelis sind stets der Meinung, dass sie ihr Land nicht verteidigen könnten, wenn sie territoriale Zugeständnisse machen. Wenn man im Interesse des Friedensprozesses nicht dazu bereit ist, Abstriche bei der aggressiven Siedlungspolitik zu machen, wird man natürlich auch einem solchen Vorschlag nicht folgen. Insofern verstehe ich Obamas Ansatz noch viel weniger. Es mag sein, dass der Vorschlag objektiv ein guter Schritt wäre, um endlich wieder voranzukommen – aber nicht für die Israelis. Das wusste sicher auch Obama.

Die Solidarität mit dem Staat Israel wird in Deutschland weiter bröckeln, wenn in diese israelische Regierung ihre Positionen beibehält.

Das könnte dich ebenfalls interessieren:

6 Kommentare

  1. Jürgen Hugo 21. Mai 2011 at 15:36 - Antworten

    Herrjeh – die streiten sich seit ein paar 1000-send Jahren, wer da nun zuerst da (und wenn ja, wo) war: die Vorfahren von den Juden, oder die von den Palästinensern.

    Vielleicht hätte/hat der selige Moses das noch gewußt – in zwischen weiß das niemand mehr so genau. Und die Beteiligten WOLLEN das nicht wissen, da sagt jeder: “WIR, WIR – waren viieell früher hier als DIE – das sind die Bösewichter und Friedensstörer!”

    Vielleicht sollte man einfach einen hohen Zaun drum bauen und sie machen lassen – friedlich, oder andersrum. Damits nicht zu schlimm wird, könnte man ihnen alles, was gefährlicher als Knüppel ist, wegnehmen.

    Aber das würd denen AUCH nich passen, gleich würden sie wieder schimpfen: “Denen ihre Knüppel sind aber dicker als unsere!” :nee: :nee:

  2. Sven 21. Mai 2011 at 16:30 - Antworten

    Leider wird die Regierung von Israel sich noch lange nicht dazu durchringen können, Zugeständnisse an die Palästinenser zu machen. Mitschuld haben aber alle, die nach dem zweiten Weltkrieg den Israelis eben dieses Gebiet zugewiesen haben, damit sie dort ihren Staat gründen können. Damals hätte man die dort lebenden Menschen schon miteinbeziehen müssen, damit diese Lösung überhaupt irgendwann mal angenommen werden wurde.

  3. Horst Schulte 21. Mai 2011 at 16:32 - Antworten

    Sven: Das wäre richtig gewesen. Aber nachher ist man bekanntlich immer klüger. Die Frage ist, ob man diesen Dauerkonflikt überhaupt jemals lösen kann.

  4. franz.wanner 21. Mai 2011 at 16:56 - Antworten

    Was regt ihr euch auf? Da folgt doch jeder dem “Mut zur Ungerechtigkeit”, um wenigstens den eigenen Interessen gerecht zu werden. Wenigstens denen. Macht der Ami auch nur so.

    Die Deutschen haben sich mal ganz gräßlich an den Juden vergangen und sich zur Buße für tausend Jahre zur Gefolgschaftstreue an die Israelis verpflichtet. Wer immer die Israelis sind – die sollten auch mal einen Zensus machen.

    Und dann gibts da auch, wie überall, extrem Bekloppte, die sich nur an Prinzipien erinnern können, so alt die sein mögen, und sich um nix den Namen ihrer Nachbarn merken mögen. Märtyrerlisten an der Pinwand in der Küche kann man auswendig lernen, den Nachbarn müßte man erst mal fragen.

    Das mit dem Zaun und den genormten Knüppeln ist eine gute Idee, wird sich aber nich machen lassen, weil sich da der Rest der Welt in den Haaren läge, wer die denn wohl liefern dürfte. Zumal als letztes Geschäft.
    Nö lieber die nie versiegende Aufbauhilfe und zwischendurch wegen der Räson alles auch mal zertöppern.

    Ich bau einfach tatsächlich auf nachwachsende Generationen, die gegen den Willen ihrer Eltern als Kind doch ganz multikulti miteinander gespielt haben… manche Freundschaften halten ja

  5. Horst Schulte 21. Mai 2011 at 17:06 - Antworten

    franz.wanner: Wer immer die Israelis sind – die sollten auch mal einen Zensus machen.

    Das ist gut. Wir sollten unsere Zähler dorthin schicken, damit Klarheit geschaffen wird. Ach nee, das ist politisch wieder nicht korrekt und bringt nichts als Ärger.
    Irgendwann muss es den Menschen in der Region doch wirklich über sein. Es gibt ja viele, denen die ständigen Konflikte schwer auf die Nerven fallen (und mehr noch). Vielleicht werden diese irgendwann einmal, wie du ja auch meinst, so weit sein. Mir fällt immer die Geschichte mit dem kleinen palästinensischen Jungen ein, der von Soldaten getötet wurde. Seine Organe retteten einigen israelischen Kindern das Leben. Die Eltern des Jungen sind Helden der Menschlichkeit. Würde es doch nur mehr von solchen Leute geben.

  6. franz.wanner 21. Mai 2011 at 17:31 - Antworten

    jo
    Wir könnten denen einzig helfen, indem wir unseren eigenen Moguln streng auf die Finger schauen, dass die sich dort nicht dumm und dämlich verdienen mit irgendwelchen schrägen Sachen.
    Und als nationale Buße proklamieren wir, das alles was wir an der einen Parteiung verdienen sollten, sofort und völlig an die andere Parteiung ganz humanitär spenden.
    Womöglich kämen die auf die Idee, gleich miteinander zu reden. Vielleicht auch nur, um uns gemeinsam über den Tisch zu ziehen. Deren Gemeinsamkeit wäre das allemal wert und ein echter Erfolg unserer “Wirtschaftshilfe”. billiger sicher auch.

Dein Kommentar