Informationsfluten sind kein Mehrwert

Mai 28, 2011 1 Kommentar » | Dieser Artikel wurde 83 x aufgerufen.
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Das mit der Quellen-Nennung ist echt so eine Sache. Die Mainstream-Medien scheinen das nicht nötig zu haben, selbst viele Blogger unterziehen sich dieser Mühe nicht oder nur rudimentär.

Foto Todd Barnard @Flickr.comAb und an mache ich bei meiner Online-Ausgabe meiner Tageszeitung eine Stichprobe und kopiere (meiner Faulheit wegen nehme ich nicht die gedruckte Version) den Teil eines Artikels in die Zwischenablage und füge diesen ins Google-Suchfeld ein. Da hagelt es Treffer. Mal mehr, mal weniger. Das hat schon lächerliche Züge. So viele identische Texte in x-verschiedenen Medien.

Und es macht eben auch deutlich, worin die Chance für uns Blogger liegt – auch in Deutschland. Der Mehrwert, von dem in diesem Kontext gern geschrieben wird, liegt in der Interpretation von Informationen, weniger in der Information selbst. Aber ist das nicht eine gefährliche Behauptung, wenn wir doch so wenig Sinn für Recherche und Quellenangaben besitzen?

Obwohl ich um diese Schluchten weiß, verlasse ich mich bei meiner Meinungsbildung voll und ganz auf die Mainstream-Medien. Was nützt es, wenn ich mir die Infos bei Wikileaks oder anderen dubiosen Quellen hole und kein Stück sicherer sein kann, dass die Informationen authentisch sind? Wir kommen mehr und mehr dahin, dass wir Meinung mit Information verwechseln. Das ist so. Wer drauf reinfällt hat selbst schuld.

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Ein Kommentar

  1. franz.wanner 28. Mai 2011 at 23:59 - Antworten

    absolute Zustimmung.
    Was eine Information ist, Zumutung oder Unerheblichkeit – darüber kann man streiten.
    Macht aber niemand.
    gestritten wird, ob diese “wahr” ist
    da wird dem Streit vorgebeugt und abgeschrieben

    und interpretiert auch. kann auch drüber gestritten werden
    Wird auch gestritten

    Unbesetzt ist die vergleichende Interpretation, das Herstellen von Zusammenhängen.
    das wird Komikern nur zu bereitwillig überlassen. Nach dem Lachen ist schluß. keine weiteren Gedanken mehr.
    folgt ja schon der nächste Gag

    folgt ja die nächste Information

    folgt die brandfrische Kommentierung

    folgt in kosmischer Geschwindigkeit ein staubkorn dem anderen

    bleibt keine Zeit für Meinungsbildung, Auseinandersetzung

    Meinung scheint Voraussetzung nicht Ergebnis der Wahrnehmung

    oder?

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