Das mit der Quellen-Nennung ist echt so eine Sache. Die Mainstream-Medien scheinen das nicht nötig zu haben, selbst viele Blogger unterziehen sich dieser Mühe nicht oder nur rudimentär.
Ab und an mache ich bei meiner Online-Ausgabe meiner Tageszeitung eine Stichprobe und kopiere (meiner Faulheit wegen nehme ich nicht die gedruckte Version) den Teil eines Artikels in die Zwischenablage und füge diesen ins Google-Suchfeld ein. Da hagelt es Treffer. Mal mehr, mal weniger. Das hat schon lächerliche Züge. So viele identische Texte in x-verschiedenen Medien.
Und es macht eben auch deutlich, worin die Chance für uns Blogger liegt – auch in Deutschland. Der Mehrwert, von dem in diesem Kontext gern geschrieben wird, liegt in der Interpretation von Informationen, weniger in der Information selbst. Aber ist das nicht eine gefährliche Behauptung, wenn wir doch so wenig Sinn für Recherche und Quellenangaben besitzen?
Obwohl ich um diese Schluchten weiß, verlasse ich mich bei meiner Meinungsbildung voll und ganz auf die Mainstream-Medien. Was nützt es, wenn ich mir die Infos bei Wikileaks oder anderen dubiosen Quellen hole und kein Stück sicherer sein kann, dass die Informationen authentisch sind? Wir kommen mehr und mehr dahin, dass wir Meinung mit Information verwechseln. Das ist so. Wer drauf reinfällt hat selbst schuld.











absolute Zustimmung.
Was eine Information ist, Zumutung oder Unerheblichkeit – darüber kann man streiten.
Macht aber niemand.
gestritten wird, ob diese “wahr” ist
da wird dem Streit vorgebeugt und abgeschrieben
und interpretiert auch. kann auch drüber gestritten werden
Wird auch gestritten
Unbesetzt ist die vergleichende Interpretation, das Herstellen von Zusammenhängen.
das wird Komikern nur zu bereitwillig überlassen. Nach dem Lachen ist schluß. keine weiteren Gedanken mehr.
folgt ja schon der nächste Gag
folgt ja die nächste Information
folgt die brandfrische Kommentierung
folgt in kosmischer Geschwindigkeit ein staubkorn dem anderen
bleibt keine Zeit für Meinungsbildung, Auseinandersetzung
Meinung scheint Voraussetzung nicht Ergebnis der Wahrnehmung
oder?