Köln: Jetzt ist der Junge tot

Juni 9, 2011 10 Kommentare » | Dieser Artikel wurde 93 x aufgerufen.
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Kürzlich habe ich noch geschrieben: “Vielleicht schlägt Ali bald einen Menschen tot”. Der gleichaltrige 14jährige Junge, den Ali krankenhausreif geschlagen hatte, ist heute im Krankenhaus verstorben.

Wie kann man diesem Wahnsinn nur beikommen? Warum sind die Kids nur so aggressiv, dass sie andere (töten) und letztlich sich selbst unglücklich machen?

 

14-jähriger Schüler ist tot – Kölner Stadt-Anzeiger.

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10 Kommentare

  1. Andreas 9. Juni 2011 at 19:40 - Antworten

    Diese Dinge sind schrecklich! Ich bin bestürzt, wenn ich sowas lese. Nicht zuletzt weil ich mir immer vorstelle, wie ich reagiere, falls meinem Sohn mal etwas passiert.

  2. angelina 9. Juni 2011 at 22:29 - Antworten

    Wahnsinn! Mehr kann ich nicht dazu sagen…

  3. Pierre Stimmenthaler 9. Juni 2011 at 22:50 - Antworten

    Mit großer Sorge verfolge auch ich die ständig zunehmende Kriminalität immer jünger werdener Menschen – ja fast schon Kinder prügeln andere Kinder ins Krankenhaus.

    Wie man diesem Wahnsinn beikommen soll?

    Höhere Strafen?

    Wäre eine Möglichkeit. Viel hängt auch einfach mit der Kultur und der Erziehung zusammen.
    Wer seinem Kind nicht in Kindertagen einbläut, dass ein Ellbogen zwar gut ist, um sich in der Gesellschaft durchzusetzen, aber nicht, um andere Kinder damit zu verprügeln, verpasst die Chance.

  4. Boris 10. Juni 2011 at 04:53 - Antworten

    Lernen wir nicht jeden Tag aufs Neue, dass Gewalt ein Mittel, nein, das Mittel der Wahl ist, Konflikte zu lösen? Die Welt funktioniert doch so, und zwar jeden Tag, oder sehe ich das irgendwie falsch?

    Und ich sehe noch nicht einmal Nachrichten oder gar andere nur dem Anschein nach seriöse Info-Magazine im Privatfernsehen.

    Und ansonsten wird uns doch täglich in Wirtschaft und Politik ein beinharter, “alternativloser” Sozialdarwinismus vorgelebt.

    Warum sollte sich unser Nachwuchs, derart von allen Seiten unter Existenzdruck gesetzt, anders verhalten, als wir ihm auf diese Weisen(n) es täglich beibringen?

    Natürlich könnten wir gewalttätige Jugendliche länger einsperren, dann aber bitte konsequent deren ganzes restliches Leben lang, denn besser machen wir sie im Gefängnis garantiert nicht.

  5. Horst Schulte 10. Juni 2011 at 09:01 - Antworten

    Dieses Problem ist so vielschichtig, dass es auch dafür kein Patentrezept gibt. Vielleicht geht es um die Kultur des Täters. Junge Muslime sollen anfälliger für Gewalt sein. Kann und will ich nicht beurteilen. Wahr ist wohl, dass junge Hauptschüler und dort insbesondere solche aus Migrantenfamilien keine guten Zukunftsperspektiven besitzen. Das erzeugt Frustration und Aggressivität. Jedenfalls glaube ich, dass dieser Aspekt sehr wichtig ist. Außerdem kommt hinzu, dass Kinder und Jugendliche vielfach keinerlei Grenzen mehr aufgezeigt bekommen. Vielleicht geht das soweit, dass viele nicht einmal mehr zwischen richtig und falsch unterscheiden können. Inbesondere sind die Familien gefordert. Die Schulen, Lehrer oder im Fall ein Richter kann an der Fehlentwicklung kaum mehr etwas ändern.

    Früher meinte meine Mutter ab und zu zu mir, dass ich “die Ellenbogen” benutzen müsse. In unserer Gesellschaft zählen nur Sieger und viele kommen nur zum “Sieg”, wenn sie sich rücksichtslos gegenüber ihren Mitmenschen verhalten. Das wird uns an jeder Stelle der Gesellschaft vorgelebt. Da hat Boris leider ganz recht.

    Andererseits gibt es aber auch viele Menschen, die exakt das Gegenteil hiervon tun. Sie bringen sich ein, kümmern sich um ihre Kinder und helfen anderen. Bei allem Frust darf man das nicht vergessen.

    Der Staat wird diese Fehlentwicklung nicht korrigieren können. Daran müssen wir Bürgerinnen und Bürger selbst arbeiten. Es bringt uns nicht weiter, die Schuld -wie so oft- anderen in die Schuhe zu schieben.

  6. Tom 10. Juni 2011 at 12:22 - Antworten

    Wer schon Kindern die Ellenbogengesellschaft eintrichtert, weil man ja immer der erste,d er beste, der größte sein muss, braucht sich nicht zu wundern, wenn sie danach handeln.
    Es fehlen einfach die richtigen Werte und Aussichten. Aber was will man erwarten wenn als Berufswunsch Hartz-IV angegeben wird. Die merken ja nicht mal, dass sie Idioten sind. :daumenrunter:

  7. Horst Schulte 10. Juni 2011 at 13:52 - Antworten

    Tom, Die merken es nicht. Leider ist das so. Falsch ist es, dass die wir bisher nichts wirksames dagegen finden.

  8. Tom 12. Juni 2011 at 13:22 - Antworten

    Also Mittel und Wege gibt es ja. Man muss sie nur nutzen und auch bezahlen wollen. Wer auch immer.
    Wenn man mal am Anfang in “Die Mädchengang” oder dergleichen reingezappt hat, wollte man die einfach nur in nen Sack stecken und drauf… ;) Einige Folgen später waren es vernünftige Menschen. Hätte ich am Anfang nie gedacht. Diese Streetworker/Pädagogen verbringen wahre Wunder. Sowas geht sicher auch ohne Kameras.

  9. Karsten 14. Juni 2011 at 16:17 - Antworten

    Solange kriminelle Jugendliche auch noch zur “Resozialisierung” auf Kosten des Steuerzahlers in irgendwelche Feriencamps geschickt werden, ändert sich an solchen Dingen bestimmt nichts.

  10. Tom 16. Juni 2011 at 12:44 - Antworten

    Wenn sie in den “Camps” wieder auf den Boden zurückkommen und “normal” werden ist die Ausgabe besser angelegt als für den späteren/längeren Knastaufenthalt, finde ich.
    Wichtiger als ein Camp in den USA sind aber ein richtiger Pädagoge, der seine Sache ernst nimmt und versteht, und Zeit.

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