Während Amerikas Wirtschaft durch die Krise taumelt und die Staatsverschuldung neue Rekordstände erreicht, feiert die Wall Street mit billigem Geld immer neue Spekulationsexzesse.
via Defizitäres Radio bringt Milliarden – Wirtschaft – Tagesspiegel.
Eigentlich sollten solche Beispiele längst ausgereicht haben, um uns klar zu machen, wohin dieses Dreckssystem führt.
Statt dessen stopfen manche sich die Taschen voll. Das tun sie in der vollen Überzeugung, dass sich auch beim nächsten GAU genügend Dumme finden werden, die das Problem für sie lösen werden.
Der Krug geht solange zum Brunnen bis er bricht. Ich glaube, wir können inzwischen darauf warten.











Hallo,
meiner meinung nach finde ich es schon relativ komisch, dass die Wall Street feiert, während einer Wirtschaftskrise. Ich finde die sehen das irgendwie das ganze locker.
Wenige haben viel und viele haben wenig. Während die wenigen die Welt dirigieren, muss das Fußvolk leider zusehen, wie immer mehr Geld verbrannt wird. Durch Wahlen kann man ja auch nur bedingt etwas ändern, indem man ein Übel gegen das andere austauscht.
Mittlerweile lese ich kaum noch Nachrichten im Internet und schaue höchstens mal die Tagesschau/Tagesthemen. Allein die allgegenwärtigen Börsenberichte erzeugen in mir einen Würgereflex.
Der Intelligente wird ein Menschenhasser und der Dumme frisst auch weiterhin den Dreck, der ihnen seitens der Politikerkaste und den Medien hingeworfen wird.
Blöd dir deine Meinung, yuchhee …
Preisfrage: Gibt es eine “Schuldenbremse”?
Diskutieren Sie mit, aber fangen Sie erst einmal an zu denken:
http://www.humane-wirtschaft.de/schuldenbremse-und-was-davon-zu-halten-ist/comment-page-1/
“Ihr werdet mir tausend Fragen stellen, und nachdem ich sie alle zu eurer Zufriedenheit beantwortet habe, werdet ihr von vorne anfangen.”
Silvio Gesell, 1929
Es gibt Kindergarten-Diskussionen und Diskussionen für Erwachsene. Erstere beschäftigen sich mit der a priori sinnlosen Frage, ob es noch eine andere Möglichkeit für das zivilisierte Zusammenleben geben könnte als die Natürliche Wirtschaftsordnung (echte Soziale Marktwirtschaft = freie Marktwirtschaft ohne Kapitalismus), die der Sozialphilosoph Silvio Gesell bereits 1916 vollständig und widerspruchsfrei beschrieben hatte (alle “Gegenargumente” basieren auf Vorurteilen und Denkfehlern) und die Ludwig Erhard noch nicht durchsetzen konnte, weil ihm die “katholische Soziallehre” in die Quere kam; letztere behandeln die überaus interessante Frage, warum es Kindergarten-Diskussionen sogar noch im 21. Jahrhundert gibt (wobei die “hohe Politik”, so genannte “Wirtschaftsexperten” und der “hohe Journalismus” noch nicht einmal bis zum “Niveau” der Kindergarten-Diskussionen vorgedrungen sind).
“Ich glaube – und hoffe – auch, dass Politik und Wirtschaft in der Zukunft nicht mehr so wichtig sein werden wie in der Vergangenheit. Die Zeit wird kommen, wo die Mehrzahl unserer gegenwärtigen Kontroversen auf diesen Gebieten uns ebenso trivial oder bedeutungslos vorkommen werden wie die theologischen Debatten, an welche die besten Köpfe des Mittelalters ihre Kräfte verschwendeten. Politik und Wirtschaft befassen sich mit Macht und Wohlstand, und weder dem einen noch dem anderen sollte das Hauptinteresse oder gar das ausschließliche Interesse erwachsener, reifer Menschen gelten.”
Sir Arthur Charles Clarke (1917 – 2008), aus “Profile der Zukunft”
Für die Überwindung der “Finanzkrise” und den anschließenden, eigentlichen Beginn der menschlichen Zivilisation bedarf es der “Auferstehung der Toten”. Als geistig Tote sind alle Existenzen zu bezeichnen, die vor lauter Vorurteilen nicht mehr denken können. Werden Sie lebendig: http://www.deweles.de
Diese Aufforderung ist anmassend und unverschämt! Bitte verschonen Sie mich künftig mit Ihrem Besserwissen. Auf Nimmerwiedersehen!
“Spekulationsexzesse” sind allerdings weniger das Problem, als vielmehr ein Symptom. Das Problem heisst – und so stehts ja auch in dem Zitat – nunmal viel zu billiges Geld.
Ramschgeld, Fiatgeld eben, dass in beliebiger Höhe gedruckt wird und schon an sich eine gigantische Spekulationsblase darstellt – die allerdings keine finsteren Marktmächte erzeugen sondern der Staat mit seiner offensichtlich eben doch nicht sehr unabhängigen Notenbank. Das ist in Amerika so und dass ist bei uns nicht anders. Drüben sind die Auswirkungen deutlicher sichtbar als bei uns aber auch in Europa spielen die Regierungen ein brandgefährliches Spiel. Der Euro war vor einem Jahr am Ende, seitdem wird munter Feuerwehr gespielt, ohne etwas an der fatalen Situation selbst zu verändern. Schulden werden auch weiterhin munter gemacht, in Amerika wie in Europa, selbst in Deutschland – zig Milliarden, trotz Rekordeinnahmen des Staates. Wieviel wollen wir eigentlich an Schulden aufnehmen, wenn die Steuer mal nicht ganz so üppig sprudelt? Wie hoch wird die Verschuldung, wenn eine Regierung regiert, die sich mit dem Sparen schon von ihrem Selbstverständnis her deutlich schwerer tut (Stichwort: “Keynes”, rot-rot-grün würde ja davon überzeugt sein, dass es in Krisen unheimlich toll ist, die gepumpten hunderten Milliarden nur so rauszufeuern)?
Und was passiert, wenn man wirklich endgültig nicht mehr anders kann, als massiv zu sparen, sehen wir an Griechenland: Wenn es erst mal soweit kommt, ist es definitiv zu spät, dann kann man nicht mehr sparen, nicht genug, um seine Kredite noch zu finanzieren und schon gar nicht genug, um den Schuldenberg aus eigener Kraft jemals wieder los zu werden. Diesen Status zu erreichen, darauf arbeitet auch Deutschland gradewegs drauf hin. Nur wird kein Staat dieser Welt Deutschland retten können, so wie Deutschland Griechenland, Irland und wer immer da noch kommen mag, zu retten versucht.
Wenn es zu meinen Lebzeiten nicht mehr zu einer Hyperinflation mit totalem Währungscrash kommt, bin ich entweder früh gestorben oder sehr überrascht. Momentan tun wir wirklich alles, um demnächst wieder einen totalen Zusammenbruch zu erleben. Es ist unfassbar, wie wenig diese Stümper, die die europäischen Staaten regieren, aus der Geschichte zu lernen bereit sind.
Was es braucht ist eine Abkehr von Konzept des staatlich kontrollierten und ausgegebenem Geld. Alles, auf dem der Staat seine Hand hat, wird von Politik beeinflusst. Das kann segensreich sein, wenn es z.B. um Landesverteidigung, Gerichtsbarkeit oder um die Finanzierung eines Bildungssystems geht. Wenn aber so sensible und zerstörerische Dinge wie die Geldmenge willkürlich und allen Beteuerungen zum Trotz letztlich über politische Hebel gesteuert werden, ist die Gefahr, dass das früher oder Später zu Katastrophen führt, einfach viel zu groß. Der erste Weltkrieg wäre ganz einfach aus Geldmangel Weihnachten 1914 zuende gewesen – die Kriegsparteien haben stattdessen einfach mehr Geld gedruckt. Mit den bekannten Folgen.
Die Eitelkeit unserer politischen Klasse setzt jetzt Frieden und Freiheit Europas aufs Spiel, weil sie sich nicht eingestehen will, wie fatal ihre Fehler gewesen sind und weil sie sich hartnäckig weigert, echte Alternativen zu entwerfen. Wer aber als Politiker so etwas auch nur Ansatzweise in der Öffentlichkeit anzusprechen wagt, wird augenblicklich vom politischen und medialen Establishment niedergemacht, zum Anti-Europäer gestempelt und für verrückt erklärt. Das ist eigentlich schon längst der Nährboden, aus dem politische Entwicklungen gemacht sind, die wir lange überwunden gehofft hatten.