Das Format ist erfolgreich: Die gespielte Dokumentation

Juli 7, 2011 1 Kommentar » | Dieser Artikel wurde 134 x aufgerufen.
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Ich erinnere mich: Es gab im öffentlich-rechtlichen Fernsehen früher den “gespielten Witz”. Didi Hallervorden war das – mit seiner Truppe. Heute haben wir es mit einem neuen Genre zu tun: der gespielten Dokumentation.

Aufgetischt bzw. vorgesetzt vom Privatfernsehen, das wir seit Anfang der 80er Jahre ertragen müssen. Der Vielfalt zuliebe. Weshalb sprechen die privaten Fernsehsender eigentlich überhaupt von Formaten? Wissen die überhaupt, was Format  ist?

Panorama hat heute Abend eine Abrechnung mit den privaten Fernsehsendern gesendet. Dass 30% aller “jungen” Leute sich nachmittags diese Programme ansehen, ist schon erschütternd. Aber — die Nachfrage ist da und bei uns gelten die Regeln des Marktes. Die grassierende Ökonomisierung unseres Lebens lässt grüßen, die Volksverblödung kommt gut hinterher.

Panorama – Das Lügenfernsehen

[green_box]Einige werden vielleicht die Augen verdrehen, angesichts meiner deutlichen Sympathie mit dem Panorama-Beitrag. Aber in der ARD läuft heute Abend noch ein Film, den man sich nicht entgehen lassen sollte. Er heißt: “Liebe auf den zweiten Blick”. Die Hauptrollen spielen Dustin Hoffman und Emma Thompson.[/green_box]

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Ein Kommentar

  1. franz wanner 8. Juli 2011 at 09:34 - Antworten

    Kann man nicht verurteilen oder bewerten, nur feststellen. Ist eben so. Und warum?

    Es gibt tausend profilierungssüchtige Antworten, aber eigentlich interessiert das keinen. Jedenfalls nicht die Sache selber, nur der eigene Ertrag aus dem Antwortversuch. Gilt für “Panorama” auch.

    Jeder lebt sein eigenes Leben nach eigenem gusto in den verbliebenen Freiräumen. In den besetzten wird nur noch funktioniert.
    Folglich haben Medien erstlich den Bedürfnissen der Freizeit, also der Unterhaltung und dem Nervenkitzel, zu genügen und viel später kommt auch eine informative Ingredienz.

    Unterhaltung sucht aber nach dem Impuls für authentische Gefühle und nicht nach authentischer Realität.

    Machen die doch alles richtig, wie der Erfolg beweist.
    (Für die “Macher” ist das schließlich die Phase des Funktionierens, deren freizeit ist anders.)

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