Das kann man besser machen

Juli 12, 2011 15 Kommentare » | Dieser Artikel wurde 96 x aufgerufen.
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Das kann man besser machen

Feine Differenzierungen, wie man sie auf dieser Website findet, sind nicht jedermanns Sache.

Eine Trennung der Einwohnerzahlen nach Geschlecht, Alter, Beruf habe ich schon häufig gesehen. Aber hier gibt es -vermutlich der Einfachheit halber – die Information, dass es neben den Frauen und Männern in Fulda 6.289 ausländische Mitbürger gibt.

Die meisten werden sich daran nicht stoßen, und man muss so etwas auch nicht hochkochen. Aber auf der offiziellen Website einer Kommune sollte das sensibler behandelt werden.

Ist meine Haltung dazu nun übertrieben politisch korrekt? Das wäre ja fast nicht zu entschuldigen – heutzutage.

Fuldaerland

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15 Kommentare

  1. JürgenHugo 12. Juli 2011 at 11:02 - Antworten

    Als was soll man die denn sonst bezeichnen?

  2. Horst Schulte 12. Juli 2011 at 11:04 - Antworten

    Männer, Frauen, Ausländer. In der Reihenfolge. Klares Weltbild.

  3. franz wanner 12. Juli 2011 at 11:39 - Antworten

    Ein-Wohner leben drin
    Vollbürger und Mitbürger
    Und seit ein paar Jahrzehnten können auch Frauen Vollbürger sein

    Steuern zahlen alle
    Wachstum auch in der Demokratie. Zu Anfang war das Verhältnis von wahlberechtigten Vollbürgern zu Einwohnern genau umgekehrt.

    Besser?

  4. Horst Schulte 12. Juli 2011 at 12:18 - Antworten

    Mir wäre es am liebsten, wir würden die 3. “Kategorie” ganz einfach auflösen und die Zahlen unter Frauen und Männern ausweisen.

  5. franz wanner 12. Juli 2011 at 14:28 - Antworten

    angesichts der realen Befindlichkeit in der Bevölkerung ist das völlig undenkbar.

    Das selbstorientierte Ich braucht unbedingt einen Schuldigen für das eigene
    Unwohlsein…

    Schließlich sind die 10 % Ausländeranteil eine “Davon-Zahl”, die irgendwie bedeutsam sind für das Lebensgefühl der restlichen 90% Einwohner…

    Und “Ausländer” transportiert viele Attribute:
    - Stolz (da kommen sogar viele Fremde zu uns…)
    - Mitleid (wir füttern die mit durch)
    - Gastfreundschaft (erzählt daheim, wie gut es hier war)
    - Abgrenzung (die sind anders als wir)
    - Verzweiflung (wir verlieren die eigene Idendität)
    - Geiz (die nassauern hier)
    - Dankbarkeit (die machen, was wir nicht können)
    - Hochmut (können wir dulden)
    - Schuld ( wir haben etwas gut zu machen)
    - Minderwertigkeit (mit uns kann man es ja machen)
    - Rassenwahn (sieht man, wohin das führt)
    - Überheblichkeit (die können nicht mal Deutsch)
    - Selbstwert (weil wir gute Menschen sind)
    - Selbsthass (für uns selber bleibt nix)
    - Kultur (bringen wir denen bei)
    - Unwohlsein (müssen wir ds auch so machen?)
    - Irritationen (wo bin ich denn noch im Eigenen?)
    - Hass (wegen denen läuft es aus dem Ruder)
    etc.

  6. franz wanner 12. Juli 2011 at 14:47 - Antworten

    Und bleiben die Fragen…

    wieviele “Ausländer” eigentlich geborene “Inländer” sind oder wie sich eine Nation eigentlich in fremder Staatsangehörigkeit konstituiert? Was bedeutet eigentlich Nationalität, wenn rassische oder ethnische Merkmale nicht mehr gelten und kulturelle nur aus der Lebenspraxis gewonnen werden und politische eben der Staatsangehörigkeit zuzuordnen sind?
    Entscheidet über Nationalität der Geburtsort, ein genetischer Code oder die Blutgruppe der Eltern oder ein Ort zum Tag der Volljährigkeit?
    Ist die deutsche Diplomatentochter mit Geburtsort Rom nun in Berlin Inländerin oder Ausländerin beim Besuch der Oma?

  7. Jens 12. Juli 2011 at 17:33 - Antworten

    Uff.. das ist hart.. Frauen,Männer, ausländische Mitbürger.. Ich finde es an dieser Stelle sehr diskriminierend. Es lässt den Trugschluss zu, dass die Gemeinde Ausländer als gegenstände sieht und nicht als Menschen.. bin dankbar, dass dort „ausl. Mitbürger“ und nicht nur Ausländer..

  8. Markus N. 12. Juli 2011 at 17:42 - Antworten

    Für mach hat es auch leicht rassistische Züge. Ich hoffe mal stark, dass es nicht so gemeint war, aber wie man sieht gibt es noch viel zu viele Fehler im „System“.

  9. Karin 12. Juli 2011 at 17:45 - Antworten

    Ich finde es trotzdem gut, dass es eine Zählung gibt, bzw. Zählungen allgemein.
    Ich weiß ja nicht, wie gezählt wurde. Aber gerade bei den orientalischen Vornamen weiß man nie so genau ob Männchen oder Weibchen. :)

  10. TypeAnk 12. Juli 2011 at 17:47 - Antworten

    Mich würde auch interessieren, wie dort ausländische Mitbürger definiert wurde. Wenn er wirklich die sind mit deutschem Pass dann dürfte die Zahl der Bürger mit Migrationshintergrund wohl mehr als das dreifache betragen #Kinder

  11. franz wanner 13. Juli 2011 at 09:07 - Antworten

    Betroffenheitslyrik mir Ringelpietz!
    Euer oberflächliches Gejammer entlarvt einfach nur.
    In einem Ort leben Menschen, Männer und Frauen.
    Die wurden gezählt.
    Davon sind einige Staatsangehörige andere nicht.
    unterschiedliche Rechte, Pflichten, Ansprüche und Verpflichtungen.
    Mehr ist das nicht.

    Das ist weder rassistisch noch diskriminierend, sondern einfach Fakten.

    Und wie niedlich bloßstellend ist doch der verdeckte eigene Rassismus, wenn unterstellt wird, dass zu den “Ausländern” (Nicht-Staatsangehörige) auch irgendwie die Staatsbürger mit “Migrationshintergrund” gehören…

    Und wie ätzend eigentlich, “Fehler” im System zu vermuten. Irgendetwas funktioniert da nicht, oder? Wo man doch einen Anspruch hat auf einen Rundumwohlfühlservice…

    Mögt ihr euch eigentlich selber? Oder verlangt ihr das nur von anderen?

  12. Horst Schulte 13. Juli 2011 at 09:19 - Antworten

    Nein, Franz. Es ist natürlich viel schlimmer. Wir sind alles Gutmenschen.

  13. franz wanner 13. Juli 2011 at 09:39 - Antworten

    Ja, daran liegt es. Die Welt ist nicht perfekt.

    Es fehlen die Tatkräftigen, die eine Vision haben, womöglich sogar Ziele…

  14. Schredderer 13. Juli 2011 at 11:30 - Antworten

    Übertriebene political correctness, sich daran anzustoßen. Wenn man sonst keine Probleme hat, sucht man sich eben irgendwo welche.

    Ebenso wie deine Interpretation der Reihenfolge der Nennung – in irgendeiner Reihenfolge muss es eben stehen.

  15. franz wanner 13. Juli 2011 at 12:05 - Antworten

    @ Schredderer

    übersetzt heißt das doch: nicht wichtig

    Nach dem Hinweis auf andere Probleme kann ich kein Nihilismus unterstellen.
    Aber es fehlt ein Verweis auf die Priorität jener anderen Probleme. Die gibt es eben nur.
    Eigentlich sind die egal, also gleich gültig. Besser also Gleichgültigkeit?
    Wer lösen will, muß sich mit Problemen beschäftigen, feststellen allein reicht nicht.
    Vielleicht doch Nihilismus?

    Oder die große Freude, auch dabei gewesen zu sein?

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