Die “Tour de France” hat mich nie sonderlich interessiert. Es ist halt ein sportliches Großevent während des Sommerlochs. Da sind die Medien froh, dass sie was zu berichten haben.
Allerdings habe ich die Fahrer auf der anderen Seite doch sehr dafür bewundert, wie sie sich abrackern – sich schinden. Seht nur mal in die Gesichter der Fahrer bei den Bergetappen.
Auch dann, wenn man nicht persönlich am Berg anwesend ist, hat man so eine Ahnung, wie fürchterlich steil und anstrengend gerade diese Bergtouren wohl sind.
Diese Woche fand die so genannte Königsdisziplin statt, und es wurden 3 Alpengipfel genommen. Alberto Contador hat dabei seine Chancen auf den Sieg bei der diesjährigen Tour eingebüßt – obwohl er sich noch einmal sehr angestrengt hat. Vielleicht hatte er am Abend zuvor endlich mal wieder ein gutes Steak gegessen?!
Mir ist eine Ansage der Kommentatoren bei der erwähnten Königsdisziplin im Ohr. Sie redeten davon, wie anstrengend die Bergetappen wären und dass ein Amateurfahrer wohl nur wenige Minuten mithalten könne. Angeblich war das die schwerste Etappe, die überhaupt je in einer Tour gefahren wurde.
Jetzt mal ehrlich. Warum wird darüber gejammert, dass die Doperei immer schlimmere Formen annimmt, wenn gleichzeitig die unmenschlichen Anforderungen an die Rennfahrer immer weiter nach oben geschraubt werden?
Das zeigt doch einmal mehr die Verlogenheit rund um die Dopingdiskussion.












Dopen? Solche Sportshelden dopen doch nich – was hast du da nur für einen bösen Verdacht!
Die essen alle viel Nudeln und gute, dicke Suppen – DESWEGEN können die das! Ess auch mehr Nudeln!
Bin zwar kein Radfan, aber Tour de France habe ich zu Jan Ullrichs Zeiten auch immer ganz gerne geschaut. Aber nachdem im Nachhinein immer mehr über das Doping bei der Tour ans Tageslicht kam, wurde das Ganze für mich zu unglaubwürdig. Selbst wenn wir wieder einen deutschen Spitzenfahrer hätten, weiß cih nicht ob ich es mir wieder im TV anschauen würde.
JürgenHugo, Ich werde schon vom Zusehen müde.
Booker, Der Sport hat durch diese ganzen Dopingfälle sehr gelitten. Das ist schade. Allerdings gehen wir Zuschauer leider auch sehr fadenscheinig mit diesen Dingen um.
Ich bin alter Radsportfan (selbst mal aktiv gewesen), habe mich aber davon abgewendet, als mir endgültig (so 2006/7) klar wurde, dass das ganze Unternehmen Profiradsport im Grunde bloß noch eine überzüchtete, betrügerische pharmakologische und medizinische Leistungsschau ist.
Vom österreichischen Karikaturisten Gerhard Haderer gibt es ein schönes Bild, das im Untertitel erfreut besagt, dass der Kampf gegen das Doping endlich gewonnen ist — und auf dem Bild sieht man einen Pulk muskulös ins Groteske aufgeblasene Radfahrer fahren. Solche Muskelmonster wären wohl die Konsequenz, wenn der Leistungshunger so groß bliebe, aber ohne Doping erreicht werden würde.