Brandt bezeichnete Geißler als den größten Hetzer seit Goebbels. Goebbels – das war eben der mit dem “Totalen Krieg”. Goebbels, das war der, der Heiner Geißler das letzte Stichwort gegeben hat zu Stuttgart 21.
Quelle: ARD Blog
Der wirkliche Skandal sind Sätze wie dieser und dass sich diejenigen, die so auf demokratische Spielregeln pochen, jetzt ihren eigenen Beschlüssen nicht folgen mögen, weil der “Stresstest” nicht in ihrem Sinne ausgefallen ist.
Ich verstehe, dass Geißler, der sich dem Gezeter in wahren Marathonsitzungen ausgesetzt hat, mal die Gäule durchgegangen sind. Sofort sind die üblichen Empörer zur Stelle. Frech ist zudem, dass seine Kritiker zum Teil fordern, Geißler solle, weil er ja ein alter Mann ist, den Mund halten. Das ist wirklich ein starkes Stück!











Die Aufregung um das Goebbels-Zitat an sich finde ich auch übertrieben. Aber dass Geissler im DLF dann so tut, als wüsste er nicht, dass der Satz von Goebbels stammt und die anschließende etwas überrascht scheinende Feststellung, dass er damit nun auch noch live auf Sendung sei, das alles zusammen löste bei mir dann doch unverständiges Kopfschütteln über diesen Mann aus. Und über diese merkwürdige “Schlichtung” ohnehin. Ein unwürdiges Schauspiel und mit Sicherheit kein Vorbild für künftige so gelagerte Konflikte.
Der Witz besteht doch darin, dass dieser Spruch durchaus zu unserer Geschichte gehört, eben einem unrühmlichen Teil. Bei “Geschichtsverdrängung” darf ein Tabu nicht gebrochen werden, bei “Geschichtsvewältigung” existiert so ein Tabu nicht.
Die Kritiker der Äusserung entlarven sich damit selbst.
Gerade die Unversönlichkeit der Standpunkte um S21 erschweren die Schlichtung. Und Schlichtung heißt ja wohl, zu einem “erträglichen Kompromiss” zu kommen.
Ohne sich überzeugend “Durchsetzen” zu können deshalb einfach jedes andere Durchsetzen oder den Kompromiss zu verhindern, ist genau das, was das Zitat beschreibt: Krieg bis zur Selbstvernichtung. Und am historischen Beispiel: “totaler Krieg”
Die Kritiker am Geißler bringen mir die wirkliche Angst.
Naja,
ich finde dieses Zitat doch recht heftig. Das Problem der meisten Menschen ist einfach, das sie die schrecklichen Taten vonHitla und Co. einfach vergessen, wenn man sich einmal genau vor Augen hält wie grausam und schrecklich diese Leute waren, dürfte man die Namen eigentlichgar nicht in den Mund nehmen.
Ich finde es schade das die Leute immer alles so schnell vergessen, das AKW Fukushima ist hier das beste Beispiel. Anfang hörte man überall immer alles im Radio und Internet und 2 Monate später, interessierte es keinen Menschen mehr, echt schade ..
MFG
@Hans. Weil Jemand etwas Grausames und Schreckliches getan hat, soll man den Namen desjenigen nicht mehr aussprechen?! Wie soll man denn mit der Geschichte, und gerade wir mit unserer umgehen?
Du sagst es doch selbst. Nur, wenn darüber gesprochen wird, bleibt es in den Köpfen. Dass der Geißler eine unglückliche Äußerung getroffen hat, ja mein Gott. Vielleicht hat er ja nur plagiiert. Soll man ihm jetzt den Doktortitel wegnehmen?
Mann mann mann….wenn man nix zum Aufregen hätte, was hätten wir dann?!
Schönen Abend
Es gäbe weniger Elend, Verdruß und Stagnation in der Welt, wenn nicht mindestens die Hälfte des “Wollenden” ungetan bliebe, weil wir hauptsächlich um irgendwelche Formen von “Correctness” bemüht sind. Wenn wir nur halb soviel Mühe auf wünschenswerte Resultate verwenden würden…
Für mich ist das ein echtes Zeichen von Agonie. Nie nach Sinn und Ziel fragen, solange man sich mit Hülle und Verpackung beschäftigen kann.
Wir “kämpfen” zwar um Erfolge und “ringen Gegner nieder”, sind aber nicht im “Krieg”. Mit Harmonie und Eiapopeia “setzen-wir-uns-auseinander” – und zwar so entfernt, dass reden sinnlos ist.
Ich denke weniger die Worte sind das Problem, vielmehr die Taten die den Worten folgen. Oft werden große Schlägereien durch einen dummen Spruch produziert. Auch wenn dem einen nicht viel durch den Kopf geht und er das ganze eher als Spaß ansieht, können diese Worte einen anderen jedoch stark verletzen, das is zumindest meine Meinung
MFG