Für mich ein Grund ins konservative Lager zu wechseln

August 13, 2011 8 Kommentare » | Dieser Artikel wurde 195 x aufgerufen.
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Ich habe immer die SPD gewählt. Immer. Das verstehe ich heute immer weniger. Ich gehe in Zukunft wohl gar nicht mehr wählen. Das Recht nehme ich mir und lasse mich auch nicht von denen beirren, die behaupten, dass damit die Extremen Punkte machen würden.

Eben habe ich gelesen, welchen publizistischen Akzent die “Junge Welt” zum 50. Jahrestag des Mauerbaus setzt. Es gibt sicher auch Applaus dafür.

Ich empfinde diese “Titelseite” als eine widerwärtige bescheuerte Provokation. Hoffentlich wird sie von den demokratischen Parteien unseres Landes keines Wortes gewürdigt.

Natürlich habe ich schon darüber nachgedacht, ob die Linkspartei als Alternative vielleicht infrage käme. Für mich steht jetzt fest, dass ich eher die CSU wählen würde, als die Linkspartei.

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8 Kommentare

  1. Jochen Hoff 13. August 2011 at 15:34 - Antworten

    Ja Horst, es ist eine Provokation. Aber setz dich einmal ruhig hin und lies Satz für Satz nach. Gibt es einen den du nicht unterschreiben könntest oder nicht wahr wäre? Siehst du.

    Natürlich ist es widerwärtig der Mauertoten, und des Trennungselendes nicht zu gedenken. Aber das tun heute wieder ganz viele und die meisten davon mit einem falschen Zungenschlag. ‘Gerade die Konservativen die doch eher Nazis sind.

    Tatsächich gab es sogar ein paar formal gute Gründe für den “imperialistischen Schutzwall”. Zum Beispiel die Intelligenzflucht. Auch heute bildet Berlin z.B. Polizisten und Lehrer aus die dann von anderen Bundesländern übernommen werden, die sich die Kosten der Ausbildung sparen und lieber stehlen. Nein, das rechtfertigt keine Mauer, aber es begründet sie.

    Lies den Text einfach noch mal. Du bist einfach zu klug um dich so ins Bockshorn jagen zu lassen. Er ist widerwärtig aber notwendig.

  2. Rayson 14. August 2011 at 00:13 - Antworten

    Jochen Hoff,

    *kotz*

  3. Horst Schulte 14. August 2011 at 11:21 - Antworten

    Bei aller Differenziertheit, um die ich mich (gelegentlich) bemühe, der Aufmacher ist indiskutabel.

  4. franz wanner 15. August 2011 at 11:12 - Antworten

    @ Horst

    da sind wir wieder beim Bürgerlichen. Ich laß um der Sache willen mal die Unterscheidung zwischen quengelndem Bourgeois und teilnehmendem Citoyen weg.

    “Ich geh nicht mehr Wählen… bätsch” Kinderkram.

    Geh gefälligst wählen!
    Und wenn all die Parteien und Kandidaten nicht von dir unterstützt werden sollen, mach deine Stimme ungültig – mal einfach ein Dlümchen drauf.
    Das solltest du dir wert sein.
    Als Nichtwähler findest du nicht statt.
    Als Wähler sagst du, mit euch nicht.

    Mein Traum: Nach Auszählung sind 50,1 % der Stimmen ungültig. Da soviele Idioten es nicht geben kann, muß Absicht vermutet werden.
    Und nun?
    Natürlich war das eine gültige Wahl, aber die Parteilen vertreten wohl nur noch zwischen 5-10 % (statt 25-40 %) und die Splittergruppen sind nirgendwo und Jammerarm..

    ………………………

    @ Rayson

    du bleibst dir in Überheblichkeit und Widerlichkeit treu. Hast du daneben auch Substanz?

    ………………………

    im Kunstmarkt wird “provokation” sehr geschätzt und teuer bezahlt, auch wenn in diesem Markt Kunst selten stattfindet…

  5. Horst Schulte 15. August 2011 at 11:49 - Antworten

    @Franz: Das mit dem Wählen überleg ich mir vielleicht noch mal. Obwohl wir zum Glück ja in unserem Land auch das Recht haben, nicht wählen zu gehen.

    Überheblich mag Rayson ab und an sein (gibt er -meine ich- selbst zu). Widerlich ist er ganz sicher nicht und seine “Substanz” schätze ich trotz beinahe durchgehend abweichender Meinungen trotzdem sehr.

  6. Sven 4. September 2011 at 15:35 - Antworten

    Ich muss dem ersten Kommentator hier aber recht geben. Jeden einzelnen Punkt könnte ich unterschreiben, jeder einzelne Punkt ist richtig. Das die anderen, die negativen Punkte ausgeblendet werde, dass ist nicht schön, aber wenn immer nur über das Negative gesprochen wird, dann sieht man das “Positive” eben nicht mehr. Und nein, ich möchte jetzt nicht sagen das die DDR irgendeine Rechtfertigung hat, aber man sollte auch immer schauen, aus welchem Grund es zur DDR überhaupt kommen konnte. Viele die in der BRD an der Politik beteiligt waren, waren auch vorher in der NSDAP sehr gut dabei und die hatte ja nicht gerade einen geringen Anteil an der Teilung Deutschlands.
    Schlimmer ist es, wenn sich Rechtsextremisten hinstellen und bestimmte Fakten verleugnen, wie den Holocaust. Das hat die Zeitung, die früher der SED sehr nah stand (was man einfach mal erwähnen muss) nicht gemacht. Sie hat diese Fakten “nur” nicht erwähnt.

  7. Horst 4. September 2011 at 15:58 - Antworten

    Tja, Sven. Hast du gelesen, dass auch Mitglieder der Linkspartei (Gysi) ein Problem damit hatten?

  8. Sven 4. September 2011 at 16:16 - Antworten

    Horst:
    Tja, Sven. Hast du gelesen, dass auch Mitglieder der Linkspartei (Gysi) ein Problem damit hatten?

    Es darf auch jeder ein Problem damit haben, das ist gut so und bei den vielen Mauernopfern auch in Ordnung. Aber man sollte eben auch nicht alles verteufeln, nur weil es nicht ins eigene Weltbild passt. Man muss bestimmte Äußerungen eben einordnen können, so eben auch die Meinung von dieser Zeitung. Sie ist nun einmal eine Zeitung die am Linken Rand einzuordnen ist und dort besteht eben auch noch die Meinung, dass die DDR nicht gescheitert ist.
    Schau dir die Zeitungen am Rechten Rand an, schau dir an, was die für Meinungen vertreten. Einfach immer vergleichen, dann fällt einem auf, dass es an beiden Rändern solche Provokationen gibt. Aber dafür gibt es dann eben die Zeitungen, die dazwischen liegen und die dann eben auch viel besser differenzieren können.
    In der Linkspartei sind eben auch Mitglieder, die wirklich extrem am Linken Rand zu finden sind und auch deren wünsche müssen respektiert werden. Wenn du dir aber das Programm selbst anschaust und wenn du die Zeitung regelmäßig lesen würdest, dann würdest du sehen, dass es nicht nur solche extremen Meinungen gibt. Also lass dich nicht von einen Artikel abschrecken, solche “Ausrutscher” findest du bei jeder Partei und in jeder Zeitung, die einer bestimmten Partei nahe stehen.

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