Mit dem Rad eine Ratte überfahren

September 2, 2011 6 Kommentare » | Dieser Artikel wurde 145 x aufgerufen.
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Ich fahre ja schon ewig Rad. Aber gestern ist mir was passiert, was ich so auch noch nicht erlebt habe. 

Mit Urlaubsgedanken fuhr ich in der warmen Abendsonne am Ufer der Erft entlang. Das ist der Fluss, der dem Rhein-Erft-Kreis seinen Namen gab. Nun ja, vor ein paar Jahren war die Erft allein offenbar auch zu klein geworden. Globalisierung wäre das passende Stichwort. 

Ratte - Foto von Joachim S. Müller @Flickr.com Die kleine Unterführung einer querenden Bahnstrecke geriet zum Tatort. Eine Ratte fiel vor Schreck vom gemauerten schmalen Rand, der ein kleines Stück die Erft säumte, auf den engen, vor mir liegenden und komplett mit Beton versiegelten Weg. Zur Flucht war das Areal denkbar ungeeignet. Sowohl für die Ratte als auch für mich.

Ich war noch wenige Meter von der Stelle entfernt und sah, wie sie versuchte auf der gegenüberliegenden Seite die Mauer hochzuklettern. Das misslang. Sie fiel zurück auf den Weg. Alles lief in Sekundenbruchteilen ab. Zum scharfen Bremsen reichte es in der Lage nicht mehr, zumal meine Frau gleich hinter mir fuhr. Sie hätte an der leicht abschüssigen und engen Stelle nicht mehr ausweichen können. 

Ich überfuhr das Tier mit dem Hinterrad. Ein grässliches Gefühl. 

Die Ratte setzte ihren Weg aber unvermittelt fort und entkam über die knapp einen Meter hohen Mauerrand, den sie nach dem Unfall, im Gegensatz zu ihrem ersten Versuch, nun sofort überwand. Ich hasse es, ein Tier zu überfahren und es ist noch einmal ein ganz anderes Gefühl, ob das mit einem Auto oder eben mit dem Fahrrad geschieht. 

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6 Kommentare

  1. blogZicke 2. September 2011 at 09:57 - Antworten

    oh ja, so was ist gruselig!

  2. Eva 2. September 2011 at 11:22 - Antworten

    Ich hab mal ne Ratte mit dem Auto überfahren. Wobei ich der festen Überzeugung bin dass sie suizidal war. Es waren 5 auf der Straße, 4 liefen nach links zu sicheren Rand, nur eine lief nach rechts und damit genau unter mein Auto. Wäre sie sitzen geblieben würde sie noch leben, die saßen nämlich auf der Gegenfahrbahn.
    Aber wie man das mit nem Fahrrad hin bekommt??? Das ist echt heftig. Hoffentlich hast du dich von dem Schock erholt und der Ratte geht es auch gut!!!!

  3. JürgenHugo 2. September 2011 at 13:39 - Antworten

    1) ich hab mal 1991 in Polen nachts Richtung Posen > Grenze ein Reh/Rehbock überfahren – aber mit Schmackes.

    Landstraße, absolut kein Verkehr – so 130 werd ich draufgehabt haben. Ich hab vorher absolut nix gesehen. Nur so aus dem Augenwinkel – deswegen hab ich wohl instinktiv das richtige gemacht: nix – stur das Lenkrad festgehalten. Das hat geknallt, als hätte eine Bombe eingeschlagen.

    Erst dann hab ich gebremst, Ergebins: Glas vom linken Scheinwerfer kaputt (er ging aber noch), dicke Spur in der Tür. Das Reh hab ich nicht gefunden – das muß ins Feld geflogen sein. Die Blut- und Haarspuren waren aber nicht zu übersehen.

    An der Grenze hab ich das dem deutschen Zöllner dann erklärt – der hat natürlich gefragt. Dann habe ich da unter einer Straßenlampe eine Notreparatur gemacht: den Scheinwerfer mit einer durchsichtigen Plastiktüte und Klebeband zugemacht (damit die Spuren erhalten blieben für die Versicherung).

    Ich bin damals einen Peugeot 604 gefahren, der hatte eine recht massive Stoßstange, sonst wär sicher mehr kaputt gewesen…

    2) Sei man froh, Horst, das “auf den engen, vor mir liegenden und komplett mit Beton versiegelten Weg” kein Nilpferd war – dann hättste scharf gebremst – trotz Frau hinter dir! :mrgreen:

  4. Marc 2. September 2011 at 13:41 - Antworten

    Vielleicht hast Du ja nur den Schwanz erwischt!
    Ansonsten wäre die Ratte vermutlich… ähm… liegen geblieben?!?

  5. Horst 2. September 2011 at 13:44 - Antworten

    Tja, wäre möglich gewesen. Aber meine Frau fuhr hinter mir und hat den Unfall mit angesehen. Mittemdrüber ging das Hinterrad. *brrr*

  6. Horst 3. September 2011 at 12:37 - Antworten

    JürgenHugo, Vor größeren Wildunfällen habe ich einen hohen Respekt. Da kann ganz schön was passieren. Einem Freund von mir hat mal ein Wildschein sein Auto geschrottet. Hier bei uns kommt das aber zum Glück sehr selten vor. Die Ratte reicht mir erst einmal :-)

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