Antikirchliche Aversionen des Fußvolks

September 17, 2011 5 Kommentare » | Dieser Artikel wurde 270 x aufgerufen.
Beitrag versenden | Beitrag drucken

Warum sollte ich mich darüber freuen, dass der Papst uns besucht? Meine Gedanken kreisen im Moment um andere Probleme. Die sind ganz handfest. Aber soweit, dass ich höhere Instanzen anrufen müsste, bin ich noch nicht.

Trotzdem machen mich die Diskussionen, die der Besuch auch bei uns in Deutschland ausgelöst hat, betroffen.

Angeblich bleiben im Bundestag 100 Abgeordnete der Rede des Papstes fern. Einige haben ein Problem damit, dass durch die Rede die Trennung zwischen Kirche und Staat unterminiert werden könnte. Andere werden sicher daran erinnern, was diese Kirche sich alles (gerade in letzter Zeit) geleistet hat.

Welt-Online behauptet, Papst Benedikt XVI. schlüge seitens linker Kreise regelrechter Hass entgegen. Die Linkspartei hat 76 Stimmen im aktuellen Bundestag. Wen also meint der Autor da mit linken Kreisen? Ach ja, die Grünen und die SPD haben ja auch (noch) Linke in ihren Reihen. Und für Springer-Medien war ja schon immer alles links, was nicht bei Union oder FDP ist.

Ich persönlich verstehe die Aufregung um den Papst-Besuch nicht. Die Ablehnung, die ihm zum Teil in Spanien entgegen gebracht wurde, war mir ebenso ein Dorn im Auge wie die Diskussionen, die im Moment geführt werden.

AFP zitiert Claudia Roth, Grüne: “Mit Blick auf Themen wie Frauenrechte und die Gleichstellung Homosexueller ergänzte die Politikerin, es werde dem Papst “mal ganz gut tun, nach Berlin zu kommen und zu spüren, was Realität ist im Jahr 2011″.

Genau, der Papst spürt, wie egal christliche Werte den Menschen in seinem Heimatland sind. Dafür braucht er sich allerdings gar nicht in den Bundestag zu bemühen. Ein Besuch in einer x-beliebigen Deutschen Kirche an einem ganz normalen Sonntag reicht aus.

Das könnte dich ebenfalls interessieren:

5 Kommentare

  1. Thomas 18. September 2011 at 10:01 - Antworten

    Soll der Papst lieber das Geld spenden was so ein Ausflug verschlingt. Dann und nur dann hätte das alles einen Sinn.

    Die Kirchen werden nach dem Besuch nicht voller sein als sie es jetzt sind.

  2. Günther 19. September 2011 at 10:46 - Antworten

    Thomas,

    Und das ist auch gut so. Je eher wir dieses Kapitel der Geschichte vergessen haben, desto besser.

  3. Herwig 20. September 2011 at 13:34 - Antworten

    Also mir ist auch egal wo der Papst hinfährt und was er macht. Verstehe auch nicht dass da noch so ein Wirbel daraus gemacht wird. Aber die Medien müssen eben über irgendwas berichte. Auch wenn es “nur” der Papst ist.

  4. Holzhaus 21. September 2011 at 11:42 - Antworten

    Ich bin zwar kein Freund dieser Aktionen aber es gibt doch genügend Personen, denen ein Besuch vom Papst wichtig ist. Sollte aus der Perspektive gesehen werden.
    @ Thomas: dasselbe könnte über Politiker, Künstler und Geschäftspersonen gesagt werden. So würden die Politiker sich im Land nur bewegen, die Künstler die Reichweite nicht erweitern und die Unternehmer schrumpfen.

    LG

  5. Webdesign 21. September 2011 at 11:44 - Antworten

    Er ist nun Mal der Vertreter der christlichen Glauben. Zumindest für die, die noch an die Kirchen sich gebunden fühlen.

Dein Kommentar