Manche Leute suchen sich aber auch immer nur die schlechten Punkte heraus.
So zum Beispiel:
- die Missbrauchsfälle durch Geistliche,
- das verquere Frauenbild,
- die Einstellung zu gleichgeschlechtlichen Beziehungen,
- Verteufelung der Pille – Aids-Vorsorge,
- Caritas und schlechte Bezahlung dort tätiger Menschen,
- die Behandlung von geschiedenen Mitarbeitern in kirchlich geführten Institutionen wie Krankenhäusern, Kindergärten.
Huh. Da muss man nicht lange überlegen, um eine ganz Latte von negativen Punkten zu finden.
Die Kirche hat einen hohen moralischen Anspruch. Wahrscheinlich wirken insbesondere die Missbrauchsfälle besonders nach. Deutsche haben seitdem zu Zigtausenden die katholische Kirche verlassen.
Die, die der Kirche partout nichts mehr abgewinnen können, mögen sich wertemäßig anders orientieren können – hoffe ich. Ich habe mich gefreut, als ich heute sah, wie 60.000 Menschen auf der anderen Seite den heutigen Gottdienst in Berlin besucht haben. Es denken also nicht alle so, wie manche, über die ich persönlich einfach nur den Kopf schütteln kann:












Wer geht heute noch in die Kirche und warum?
Beten könnte ich überall – dazu muss ich nicht in die Kirche gehen.
Natürlich kann man überall beten. Ich finde es eben nur schade, dass Dinge, die seit 2000 Jahren Bestand haben, in unserer Zeit mehr und mehr -zum Teil auch durch Besserwisserei und Egoismus- immer mehr zurückgedrängt wird. Das heißt nicht, dass ich nicht auch meine Probleme mit dem hätte, was “die” Kirche sich in mancherlei Hinsicht geleistet hat und immer noch leistet.