Monatsarchiv: September 2011
So viele Wörter
Bestimmte Begriffe sind irgendwie nicht mehr populär. Das kann man auch an so “banalen” Dingen wie Rechtschreibprüfungen erkennen. Wenn ich unter Google Chrome z.B. den Begriff Kinderkommunion eingebe, so wird er rot markiert – ein Fehler in der Rechtschreibung liegt indes nicht vor. Vielleicht kennen die meisten den Begriff aber auch als Erstkommunion. Der wird jedenfalls erkannt. Bei uns sprach man früher immer von Kinderkommunion. Ok, ist ja auch schon was her.
Sucht mal nach Fakturenabteilung. Das ist ein Wort, das schon zu den ausgestorbenen Wörtern zählt. Das habe ich mal für das Lexikon bedrohter Wörter eingereicht. Aufgenommen wurde es bisher nicht – jedenfalls nicht in die Rote Liste der bedrohten Wörter. Vielleicht versuch ich es mal mit Kinderkommunion.
Die Linkspartei disqualifiziert sich immer mehr
Wie kommen die NRW-Linken bloss dazu, die Ruhrbarone mit PI-News in einem “Atemzug” zu nennen?
Das ist in meinen augen eine echte Diffamierung der Ruhrbarone. Nebenbei muss ich beklagen, dass mir ernsthaft die politischen Alternativen auszugehen drohen.
Zu viele Wahrheiten irritieren mich – immer noch
[W:Volker Pispers] habe ich gestern zum 3. Mal live genossen. Politisches Kabarett von 20 bis kurz nach 23 Uhr. Die Pause dauerte vielleicht 30 Minuten. Es wurde wieder viel geboten fürs Geld.
Ein uneingeschränktes Vergnügen war es für mich trotzdem nicht. (weiterlesen …)
50 Jahre zurück
Es gibt nicht viele Ereignisse, an die man sich auch nach 50 Jahren noch gut erinnern kann. Dazu gehören vielleicht die Einschulung, die Kinderkommunion und solche Dinge. Ich kann mich noch genau an meine Einschulung erinnern. Ich hatte furchtbar schlechte Laune. Das war damals eine völlig neue Erfahrung für mich.
Gleich in der ersten Woche bekam ich von einem Lehrer eine Ohrfeige, die sich gewaschen hatte. Ich hatte aus dem Fenster geguckt und wahrscheinlich meiner verlorenen Freiheit hinterher getrauert. Den Lehrer juckte das nicht. Er weckte mich ziemlich unsanft aus meinem Tagtraum. Ich erinnere mich, dass mein Vater (Jahrgang 1922) darüber sehr aufgebracht war und sich beim Lehrer persönlich darüber beschwert hat. Das bedeutete etwas, weil es den Menschen der Generation meines Vaters nicht so leicht fiel, sich mit den Honoratioren der damaligen Zeit anzulegen. Genützt hat das nicht viel. Der Lehrer war ein brutaler Schläger. Jedenfalls habe ich es (bei anderen, nicht bei mir) später noch einige Male erlebt, wie er zugeschlagen hat. Aber so war das Anfang der 60er Jahre eben noch. (weiterlesen …)
2004 haben wir darüber noch gelacht
Übrigens: Volker Pispers ist heute Abend in Bergheim. Wir haben Karten.
Ein paar Hits aus besseren Zeiten
Das zunächst eingebundene Widget ist mir rechtlich zu heikel. Daher nur ein Link zu den Titeln.
4 Punkte gegen die Armut im Alter
Von der Leyen stellt Pläne gegen Altersarmut vor
1. Zuschussrente
2. Riester
3. Erwerbsminderung
4. Hinzuverdienst
Von der Leyen hat sich wieder was einfallen lassen. Wieder etwas, mit dem man Schlagzeilen bekommt aber niemandem wirklich hilft. Allein der 4. Punkt macht mich schon wütend. Auch wenn er nicht so gemeint ist, es liest sich so, als ob es darum ginge, dass die Alten weiterarbeiten sollen, bis sie tot umfallen.
Lesetipp
Eine sehr schöne Geschichte eines Mannes jenseits der dreißig, der ein Kind zeugen wollte und es nicht konnte.


