Piraten: Erfolg macht sexy

Oktober 2, 2011 1 Kommentar » | Dieser Artikel wurde 169 x aufgerufen.
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Darüber freuen sich bestimmt viele: Umfrage: Piratenpartei zerstört Mehrheit von Rot-Grün – Nachrichten Politik – Deutschland – WELT ONLINE. Dass die Springer-Presse es jedenfalls auch tut, überrascht ja nicht wirklich.

Im linken Spektrum ist —in Deutschland— traditionell mehr los, als auf der rechten Seite. Als die Grünen kamen, verlor vor allem die SPD. Als die Linkspartei auftrat, verlor die SPD und auch jetzt war es zu erwarten, dass die Stimmengewinne der Piraten zulasten der SPD gehen würde — jedenfalls auch. Ich gehe davon aus, dass die Verortung der Piraten auf der linken bzw. links-liberalen Seite nicht ganz falsch sein wird…

Veränderungen unserer politischen Landschaft sind wünschenswert. Die immer niedriger werdende Wahlbeteiligung sind eine Quittung dafür, dass die etablierten Parteien auf viele Fragen keine überzeugenden Politikangebote machen.

Wahrscheinlich neigen Wähler den linken Lagers eher dazu, alternative Angebote (jedenfalls in einer gewissen Bandbreite) auszuprobieren. Die Umfrage: Piratenpartei zerstört Mehrheit von Rot-Grün – Nachrichten Politik – Deutschland – WELT ONLINE “>Wählerwanderungen bei den Berliner Landtagswahlen gaben darüber näheren Aufschluss. Die Piraten haben allerdings auch unter den Nichtwählern besonders viele Leute mobilisieren können.

Ganz sicher ist es viel zu früh, aus einem Umfrageergebnis zu schließen, dass sich für die nächsten Bundestagswahlen die rot-grüne Option in Luft auflöst. Wenn in dieser Umfrage die FDP bei 4% liegt, würde ich es für wahrscheinlicher halten —allein schon aufgrund der jahrzehntelangen Erfahrung dieser Partei mit “lebensbedrohlich” niedrigen Wahlergebnissen—, dass sie künftig auch wieder bei knapp über 5% landen wird.

Ob die Begeisterung für die Piratenpartei anhält wird sich erweisen müssen. Persönlich wäre mir das Politikangebot noch zu übersichtlich, um mich für sie zu entscheiden. Im Moment gehe ich lieber gar nicht wählen. Wenn sie es gut machen, könnte es allerdings passieren, dass ich zum ersten Mal in meinem Leben quasi politisches Neuland betrete und den Piraten eine Chance gebe. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt würde ich mich demnach eindeutig den so genannten Protestwählern zurechnen. Mein Vater hätte gesagt: Geh wählen – egal wen, aber geh wählen!

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