Monatsarchiv: November 2011
Gerade sind die Nazis dran, nicht die Islamisten!
Der “religiöse Aspekt” dürfe “uns nicht kaltlassen”, erklärt sie mit Pathos. Der Zusammenhang zwischen kulturellem Hintergrund und menschlichem Handeln sei eine soziologische Selbstverständlichkeit. Trotzdem werde dieser Zusammenhang “in Hinblick auf den Islam oft verleugnet oder wegdefiniert”.
Da hatte Familienministerin Schröder wohl zu stark vereinfacht. Jedenfalls löst dieser “Zusammenhang” jetzt schweren Ärger aus.
Die Gefahr, dass durch “diese scharfe Formulierung antimuslimische Ressentiments Auftrieb erhalten, liegt jedenfalls auf der Hand”.
Das sagten die Mitglieder des wissenschaftlichen Beirates von Frau Schröder, Heiner Bielefeldt, Yildiz Demirer, Nivedita Prasad und Monika Schröttle.
Es gibt Zwangsehen. Die sind in Deutschland verpönt. Sie passen nicht zu unserer Kultur und verstoßen gegen unser geltendes Recht und nicht zuletzt gegen unsere Moralvorstellungen. Schließlich leben wir ja nicht mehr im Mittelalter. Dafür in einem Land, in dem Ausländer getötet werden. Einfach deshalb, weil sie anders sind. Vielleicht auch deshalb, weil sie nur anders aussehen, anders leben oder an einen anderen Gott glauben.
Die Morde des braunen Packs haben uns aufgeschreckt. Schon gibt es die öffentliche Gegenreaktion gegen das, was bis vor kurzem noch unter dem Titel: “Das wird man doch wohl noch sagen dürfen” subsumiert wurde. So verstehe ich jedenfalls auch die maßlose Kritik an Bundesfamilienministerin Schröder. Sie hat Anfang November eine Studie kommentiert und sich dabei nicht an die zugrunde liegenden, streng wissenschaftlichen Erkenntnisse gehalten, sondern sich stattdessen interpretatorische Freiräume gegönnt. Das ist etwas ganz Neues. Wir wissen: Das tun Politiker sonst nie. Jedenfalls werden sie dafür nicht in der Form kritisiert, wie es in diesem Fall passiert.
Wenn wir keine Zwangsehen wollen, müssen wir das schon auch sagen. Klar und deutlich. Nicht mit falschen oder pseudowissenschaftlichen “Beweisen” aber klar und deutlich. Kann es nicht sein, dass dies genau die Intention von Frau Schröder war und nicht die ihr unterstellte Islamophobie?
Thema: Energiesparlampe
Macht der Regulierungswahn der EU vor gar nichts mehr halt? Seit kurzem muss nun auch das berühmte Licht am Ende des Tunnels, in das sterbende Menschen gehen, mit einer Energiesparlampe bestückt sein. Augenzeugenberichten zufolge ist es seitdem nur noch "ein Schatten seiner selbst".
Quelle: Der Postillon
Die Diäten haben sich gelohnt: Deutsche schlank wie “Tannen”
Es gibt ja wenig gute Nachrichten. Aber ich habe eine gefunden. Natürlich ist sie untergegangen. Weil gute Nachrichten ja eben gute Nachrichten sind und die scheint keiner wirklich zu mögen.
Noch im Jahr 2007 waren wir Deutschen die dicksten Europäer. Jetzt plötzlich, vier Jahre später, sehen wir: Die ganzen Scheiß-Diäten haben sich gelohnt. Jetzt müssen sich Malteser und Briten endlich einer Diät unterziehen. Und ich.
Im Ernst jetzt: Auch an diesen Meldungen kann man sehen, mit welchen »Informationen« wir uns so verrückt machen lassen. Alles gequirlter Mist, sag ich euch.
Lesen!
[link_format link="http://holyfruitsalad.blogspot.com/2011/11/wohnungslos.html" target="blank" title="holy fruit salad!: Wohnungslos"] holy fruit salad!: Wohnungslos[/link_format]
Lies das!
S21: Und weiter gehts
So kann das auch sein, wenn man sich informiert. Nachdem ich die ersten Reaktionen angehört hatte, verflog auch meine letzte Hoffnung.
Die Projektgegner finden Gründe, das Referendum, an dem 50% (!) der Wahlberechtigten teilgenommen haben, ad absurdum zu führen. Walter Sittler, Schauspieler und sprachgewaltiger Medienprofi, sprach im Zusammenhang mit dem Volksbegehren, von einem »schmutzigen Sieg« für die Bahnhofsbefürworter. Was immer er damit meinte, das saß! Politik ist ein so dreckiges Geschäft. Gut, dass wir daran noch einmal erinnert wurden.
Wetten, dass die Kritiker des Projektes nicht im Traum darüber nachdenken, welchen Schaden sie mit allem, was nun folgen wird, für unsere Demokratie anrichten können? Aber an Demokratie glauben die ja längst nicht mehr. Es ist ja auch alles so »schmutzig« in Deutschland.
Das ist keine halbe Portion
Ich persönlich bin ja kein Nutella-Fan. Ich weiß also auch nicht, in welchen Darbietungsformen es diese süßeste aller Süßspeisen so gibt. Aber dieses Riesenglas (5kg?) sieht ja schon ein bisschen nach Übertreibung aus. Meine Nichte Eva ist jetzt nicht dafür extra nach Paris gefahren! Aber als Mitbringsel macht das ja schon was her. :pille:
Übrigens sollen ja die Inhaltsangaben auf dem Etikett geändert werden. Ob die Klage des deutsche Verbraucherschutzverbandes auch in Frankreich Einfluss hat? Aber die haben dort ja andere Etiketten. Französische eben.
Wir haben in Deutschland ordentlich abgenommen – gegenüber 2007 jedenfalls.
Lesetipp: Gefährliche Talfahrt der US-Mittelschicht
[link_format link="http://www.ftd.de/politik/konjunktur/:klassenkampf-in-amerika-lawrence-summers-gefaehrliche-talfahrt-der-us-mittelschicht/60132643.html" target="blank" title="Lawrence Summers - Gefährliche Talfahrt der US-Mittelschicht"] Lawrence Summers – Gefährliche Talfahrt der US-Mittelschicht – FTD[/link_format]
Der wichtigste Trend lautet: Der Markt wird eine kleine Gruppe von Bürgern deutlich stärker begünstigen als die meisten anderen. So hat der Rechnungshof des US-Kongresses ermittelt, dass zwischen 1979 und 2007 das Einkommen der ohnehin schon sehr Wohlhabenden in der US-Bevölkerung inflationsbereinigt um 275 Prozent gestiegen ist. Die Mittelschicht erreichte im selben Zeitraum nur ein Plus von 40 Prozent.
Lawrence Summers
Professor und Ehrenpräsident der Harvard-Universität.
Er war Wirtschaftsberater von US-Präsident Barack Obama und Finanzminister unter Bill Clinton.
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Das war nach der Erfindung des Taschenrechners auch auch schon Thema. Kopfrechnen ist nur noch eine Disziplin für Spezialisten. Und für meinen Chef. Der überrascht mich immer wieder mit seinen Kopfrechenkünsten. Für mich ist das manchmal schon fast peinlich. Als berufsmäßiger Analyst sollte ich da eigentlich im Vorteil sein.
Habt ihr den alljährlichen Spendenaufruf von Jimmy Wales gelesen oder habt ihr -wie ich bisher- schnell drüber weggeklickt? Auch die exponierte Position des Spendenaufrufes hindert uns ja nicht daran, ihn zu überlesen. Oder? Wie im letzten Jahr habe ich auch jetzt wieder mein PayPal-Konto für eine kleine Spende genutzt. Geht ruck zuck und tut auch nicht weh. Abo-Spenden mag ich übrigens nicht. Ich orientiere mich lieber jährlich neu.



