Westerwelles überzeugende Parteitagsrede

November 16, 2011 1 Kommentar » | Dieser Artikel wurde 193 x aufgerufen.
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Ich bin kein Fan von Guido Westerwelle. Aber diese Rede, die er auf dem FDP-Parteitag gehalten hat, war sehr gut! Achtet bitte, wenn ihr Lust dazu habt, euch die knapp 8 Minuten »anzutun«, auf Westerwelles Gesicht.

Seine Rede ist der emotionale Appell eines überzeugten Europäers. Ich nehme ihm jedes Wort ab.

Seine Einlassungen zur Schuldenentwicklung bzw. zur Bedeutung der Verschuldung hätte ich gerne differenzierter gehört. Ich höre, wenn ein Liberaler die Schuldenentwicklung anspricht, immer das Plädoyer nach dem schlanken Staat heraus. Was leider aber nichts anderes bedeutet, als den Sozialstaat zurückzudrängen.

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Ein Kommentar

  1. Jan 18. November 2011 at 06:05 - Antworten

    Ja, die Rede war emotional. Wie ehrlich sie war, daran kann man allerdings schon zweifeln. Der Mann ist Minister und die Rede nichts weiter als der Versuch, seinen Job zu behalten. Denn in der FDP läut momentan ein Mitgliederentscheid und je nachdem, wie der ausgeht, könnte Westerwelle demnächst arbeitslos werden.

    Das ist auch der Grund, weshalb er ein wenig unsachlich geworden ist in seiner Rede. Der Versuch, Befürworter des “falschen” Antrags beim Mitgliederentscheid als “uneuropäisch” zu brandmarken ist allerdings in der Bundesspitze recht beliebt momentan. Nur wird der Vorwurf dadurch ja nicht richtiger.

    Gleichwohl gilt: Es ist die Überschuldung europäischer Staaten, die aus dem EURO im vorletzten Mai eine kaputte (weil zu “rettende”) Währung gemacht hat und die früher oder später (und auf dieses “Später” spekuliert eben auch Westerwelle, wer will sowas denn auch noch in seiner Amtszeit erleben?) dessen Ende einläuten wird. Aber natürlich kann man sich trotzdem auf den Standpunkt stellen, dass der Sozialstaat einen Staatsbankrott und die massenhafte Enteignung kleiner Leute wert gewesen ist, keine Frage. Letztlich kommt es ja doch nur darauf an, welche Prioritäten man politisch setzt. Wobei man sicherlich einen sozialen Staat schaffen könnte, der nicht irgendwann bankrott geht, wenn man wirklich wollte.

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