Monatsarchiv: November 2011

Schrei was übers Ficken in die Welt, und du bekommst einen Integrationspreis

November 10, 2011 6 Kommentare »

Ist ja doch alles Geschmackssache. Das werden einige vielleicht sagen. Bushido-Fans werden im Stil ihres Idols andere Worte für die öffentliche Kritik an der geplanten Preisverleihung finden.

Wenn ich »Bambi« höre, denk’ ich immer zuerst an den Disney Zeichentrickfilm, den ich als Kind einmal gesehen habe. Gestern hörte ich einen Verantwortlichen von Burda sagen, dass Bambi, der Preis, inzwischen auch in den USA einige Beachtung fände. Mag sein. Die Öffentlichkeit dürstet ja nach derartigem Zinnober.

Vielleicht wegen meiner persönlichen Assoziationen tu ich mich doppelt schwer, die Preisverleihung an Bushido gut zu finden. Bushido soll den Preis in der Kategorie Integration erhalten. Ich kenne ihn als Person zu wenig, um beurteilen zu können, ob er ihn verdient.

Mir sind allerdings einige seiner Texte präsent. Die finde ich so eklig und abstoßend, dass ich allein deshalb keinen Grund sehe, weshalb dieser Mann diesen Preis kriegen sollte. Als Vorbild für die Integration taugen seine Texte wohl auf keinen Fall.

Und hier die Begründung der Jury für die Verleihung des Preises an Bushido:

Attraktive Optik des Google Readers

November 9, 2011 2 Kommentare »

Google Reader mit Werkzeug

Google Reader mit Werkzeug

Wo sonst, als bei unserem frischgebackenen Preisträger Caschy, findet man so schöne Tipps? Auch zu aktuellen Ärgernissen.

Mit der Optik des neuen Google Readers sind ja viele nicht glücklich. Wir sprachen auch hier schon darüber. Inzwischen haben sich die Wellen ein bisschen gelegt. Und Erweiterungen, die z.B. das Manko der nicht mehr verfügbaren “Google Empfehlungen”, beheben halfen, standen ja auch fix zur Verfügung. Wie »Reader Sharer« zum Beispiel, mit dessen Hilfe mit und ohne Kommentar wieder geshared werden kann. Persönlich habe ich längst so an Google Plus mit all seinen Vorteilen gewöhnt, dass ich die Empfehlungen nicht mehr benötige.

Der »Reeder for Chrome« ist in meinen Augen der aufgeräumteste Skin, der in diesen Tagen für den Google Reader zu kriegen ist.

Nein, es ist nicht vorbei!

November 9, 2011 Keine Kommentare »

Der ARD-Film »Es ist nicht vorbei«, der heute Abend zum 20:15 Uhr lief, zeigte eindringlich, wie falsch es wäre, die Aufarbeitung der DDR-Vergangenheit zu beenden.

Ich finde es richtig, dass wir uns in Diskussionen mit Familie, Freunden und Arbeitskollegen oder durch Dokumentationen, Spielfilme oder Ausstellungen (auch kontrovers) immer wieder mit den furchtbaren Dingen konfrontieren, die nicht nur während des »Dritten Reiches«, sondern auch während der DDR-Zeit stattgefunden haben.

Nur so wird die Erinnerung daran wachgehalten, die uns vielleicht davor schützen kann, dass sich solche Akte der Barbarei noch einmal wiederholen könnten.

Aktion gegen Langeweile?

November 8, 2011 6 Kommentare »

Solange die Quote von "Wetten dass…?" so bleibt (sie könnte sogar noch kleiner sein), würde kein Programmverantwortlicher, ob beim ZDF oder anderswo, die Show absetzen.

Dass man "Wetten dass…?" nicht guckt, es nicht mag oder sogar ätzend findet, wird wohl kein so gutes Argument dafür sein können, die Absetzung zu verlangen. Darauf würde ich (was ebenso blöd ist) fordern, mit einem Schlag alle Volksmusiksendungen abzusetzen.

Alternativ stelle ich die Forderung, diese bescheuerten Börsenberichte, die täglich vor den Nachrichten gezeigt werden, endlich abzusetzen und (ich zitiere Pelzig) gegen ein paar Minuten Suchtberatung des vor den Schirmen sitzenden Millionenpublikums einzutauschen. #qb

Darum geht es:

Fernsehen: Schafft "Wetten, dass…?" ab!
Was bedeutet Hape Kerkelings Absage an "Wetten, dass…?"? Vielleicht dass es Zeit ist, eine veraltete Show zu beerdigen, kommentiert Carolin Ströbele.

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An Playlists habe ich immer wieder viel Freude

November 8, 2011 Keine Kommentare »

[W:Eric Bibb] war mir bis heute morgen kein Begriff. Um 6:40 Uhr hörte ich sein »Tall Cotton« zum ersten Mal. Die Playlist von WDR5 half und eben habe ich mir das Stück noch mal angehört. Ich finds richtig toll.

Peter Hartz – Die Welt ist ungerecht

November 7, 2011 9 Kommentare »

Auf Peter Hartz wird geschimpft. Fortwährend. Aber die Reformen, die z.T. seinen Namen tragen, werden gelobt.
Es wird behauptet, die jetzige, niedrige Arbeitslosigkeit ginge auf die Reformen zurück, die seinen Namen tragen. Wenn dem so wäre, müsste auch Peter Hartz dafür gelobt werden. Und zwar ganz unabhängig davon, was man von der Person halten mag.

Das Bündel von Maßnahmen, die mutmaßlich mit dazu beigetragen haben sollen, die Lage am Arbeitsmarkt zu entspannen, ging nur zu Lasten der Schwachen im Land. Die Unternehmen haben profitiert. In den kommunalen Haushalten kann man die negativen Auswirkungen der von manchen Politikern gelobten Reformen bewundern. #qb

Darum geht es:

Peter Hartz: Hartz I
Er wollte die Arbeitslosigkeit besiegen und scheiterte grandios. Peter Hartz hat nun Mitleid mit sich selbst – aber nicht mit jenen, die mit seiner Reform leben müssen.

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Linktipp: Die Löhne sinken trotz Aufschwung

November 6, 2011 2 Kommentare »

Doch die Lohnsteigerungen blieben unter der Inflation, obwohl die in jenen Jahren noch moderat war. [...]

Nur ein Trost bleibt den Deutschen: Der Einzelne bemerkt den Lohndruck kaum. Denn meist gibt es noch individuelle Gehaltssteigerungen über der Inflation – zumindest für diejenigen, die nicht zwischendurch arbeitslos werden. Wer in einer funktionierenden Karriere Berufserfahrung sammelt und gelegentlich befördert wird, bekommt dafür oft immer noch Gehaltserhöhungen. Sie sind nur offenbar nicht mehr so hoch wie früher: Im neuen Job verdient man dann weniger als der Vorgänger, die gleiche Arbeit wird schlechter entlohnt als zuvor.

[link_format link="http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/realloehne-der-deutschen-die-loehne-sinken-trotz-aufschwung-11518759.html" target="blank" title="Die Löhne sinken trotz Aufschwung"] FAZ: Reallöhne in Deutschland[/link_format]

Vielen können also noch von der “Substanz” zehren. Das wird wohl auch einer der Gründe dafür sein, dass sich so wenig Leute für die deutsche Occupy-Bewegung engagieren.

Natürlich haben solche Erkenntnisse auch mit den Mindestlöhnen zu tun, der übrigens im Artikel nicht einmal erwähnt wird. Denn die Empfänger von Mindestlöhnen können zum einen nicht von der Substanz zehren, was insofern die von FAZ-Autor Patrick Bernau getroffene Behauptung, “Der Einzelne bemerkt den Lohndruck kaum”, als sehr oberflächlich entlarvt. Zum anderen ist es so, dass der Kampf innerhalb der Belegschaften sich durch die Situation weiter verschärft. Eine sehr ungesunde Art von Wettbewerb, der vermutlich der Gesundheit der MitarbeiterInnen nicht förderlich ist. Ich sage nur: Burnout! Nutznießer der Lage sind die Arbeitgeber. (weiterlesen …)

Medienschelte von Albrecht Müller

November 6, 2011 3 Kommentare »

Es ist ungeheuer populär geworden, auf "die" Medien einzuprügeln. Wir Blogger arbeiten uns oft an dem ab, was uns nicht passt. Überwiegend haben wir keine eigenen Themen, sondern wir orientieren uns an der allgemeinen Nachrichtenlage – den Medien.

Immer stärker nehmen wir zur Kenntnis, wie die etablierten Medien unter der veränderten Medienlandschaft leiden. Ich verstehe. Nur deshalb, weil heute "ein paar mehr Leute" über die Vorgänge auf unserem Planeten berichten (soviel sollten wir inzwischen gelernt haben), nimmt die Qualität der Informationen nicht automatisch zu. Sie nimmt deshalb auch nichts zwangsläufig ab aber wir sind gefordert, genauer hinzuschauen. Die Ansprüche an die LeserInnen wachsen.

Albrecht Müller wirft den Medien selbst bestimmte Kampagnen vor. Wenn es so pauschal stimmen würde, wäre das allerhand und sehr kritikwürdig. Für mich arbeitet er sich allerdings mit in meinen Augen unlauteren Behauptungen an "den" Medien ab, die (warum auch immer) einfach anderer Meinung als er und seine Mitstreiter sind. Ich bilde mir gern mein eigenes Urteil. Dafür sind mir auch die NachDenkSeiten sehr willkommen. Aber bitte keine Verschwörungstheorien, die in meinen Augen mit der Realität rein gar nichts zu tun haben.

Aber kann man wirklich, wie Albrecht Müller von den "NachDenkSeiten", vom "Versagen der Medien" sprechen? #qb

Darum geht es:

» Journalisten haben es schwer. Das ist aber kein Grund, die wahren Gründe des Versagens der Medien nicht beim Namen zu nennen
NachDenkSeiten – Die kritische Website

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Nein, wir wollen nicht mehr Netto vom Brutto

November 6, 2011 4 Kommentare »

Warum begreifen die das in Berlin nicht? Was bringen ein paar Euros pro Jahr mehr in der Tasche, wenn dafür Straßen und Schulen nicht mehr so sind, wie wir sie uns wünschen? Ob diese Einsicht wirklich der Grund dafür ist, dass sich die Opposition in dieser Frage so weit aus dem Fenster legt? Es ist doch verrückt!

Ach nein, es geht ja in Wirklichkeit um die Einhaltung des Grundgesetzes (Schuldenbremse). Nee, is klar. #qb

Eingebetteter Link

Debatte über Steuersenkungen – Gabriel droht Koalition mit Klage in Karlsruhe
Hektische Suche nach Lösungen im Steuerstreit: Vor dem Koalitionsgipfel am Abend in Berlin debattiert Schwarz-Gelb verschiedene Varianten, um die Bürger finanziell zu entlasten. Die Opposition hält da…

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GooglePlus-Einträge komfortabel an WordPress schicken

November 5, 2011 Keine Kommentare »

Die Google Empfehlungen gibt es im Moment nicht mehr, und das gefällt vielen Leuten nicht. Ist ja auch schade. Ich sage “im Moment”, weil Google ja vielleicht doch noch ein Einsehen haben könnte.

Allerdings finde ich, dass GooglePlus diese Funktion sehr wohl ersetzen kann. Aber vielleicht belehrt mich da mal jemand eines Besseren? Irgendwo hatte ich gelesen, dass der Vorteil der Empfehlungen darin gelegen hätte, dass es sich um ein geschlossenes System gehandelt hätte. Das habe ich ehrlich gesagt nicht verstanden. GooglePlus und den Reader wird man ja bald auch als “geschlossenes System” bewundern dürfen. Jedenfalls, wenn die Informationen darüber zutreffen.

Regelmäßige Besucher meines Blogs wissen, dass ich schon über einen längeren Zeitraum die Google Empfehlungen und das zur Anbindung an den Querblog erforderliche Plugin durch meinen Tumblr – Blog ersetzt habe. Im Gegensatz zu Facebook schätze ich GooglePlus sehr. Deshalb freue ich mich darüber, dass ich -jedenfalls für mich- eine schöne Lösung gefunden habe, mit der ich meinen Blog hier und GooglePlus miteinander verbinden kann. Mir fällt auf, dass ich viel mehr Leute über GooglePlus als über Facebook erreiche. Ich lege vielleicht keine objektiven Maßstäbe dabei an, aber ich freue mich über relativ viele Kommentare bei kurzen Blogs via GooglePlus. (weiterlesen …)