Gewiss, Rentner könnten sich nützlich machen – in sozialen Bereichen. Das ist eine gute Idee. Vielleicht mach’ ich das ja auch mal – so in 5 Jahren — wenn ich mich -hoffentlich- aufs Altenteil begeben habe.
Nicht mehr so gut finde ich die Idee aber, wenn sie zusammen mit der Forderung des Philosophen Richard David Precht daherkommt. Pensionäre sollen demnach verpflichtet werden, ein soziales Jahr zu leisten. Sind Rentner eigentlich auch Pensionäre oder sind Pensionäre nicht die, die ehemals als Beamte »gearbeitet« haben? Wenn also nicht »Pensionäre« ins freiwillige Jahr sollen – bitteschön.
Aber sonst! Da hat man vielleicht 47, 48 Jahre Berufstätigkeit auf dem Buckel und soll dann noch zusätzlich Zwangsarbeit für das Gemeinwesen leisten? Nee, nicht mit mir. Drei Ausrufezeichen. Außerdem weiß man ja (dank der Linkspartei), dass die Gesamtlebenszeit ohnehin kürzer ist als bisher angenommen. Da brauch ich so’n Mist nun wirklich nicht.
Bisher war der Precht mir immer so sympathisch.













Mir auch. Mit dieser Forderung liegt er aber daneben. Zwang läuft am Ende immer darauf hinaus, dass der Gezwungene überhaupt keine Lust darauf hat und man das dann auch am Ergebnis sieht. Kapieren aber die Meisten immer noch nicht.
Freiwillig wäre ok, aber da sagt er ja gleich, dass sowas auf Freiwilligenbasis nicht funktioniert. Man müsste halt nur die Voraussetzungen für so etwas schaffen und Anreize geben. Ich jedenfalls würde sofort mitmachen, aber eine Hand wäscht die andere. Ich sehe nicht ein, warum Arbeit so schlecht bezahlt wird, während sich die oberen 10000 jeden Handschlag vergüten lassen.
Vielleicht brauchen wir “die Alten”, damit die ganzen “Alten” vernünftig versorgt werden können – in dieser Gesellschaft aus Egoisten. Aber bitte ohne Zwang. Soviel Egoist bin ich dann auch.
Genau, soviel Egoismus muss sein. Man will ja nicht immer der Depp sein, der selbstlos etwas für andere macht.