Ein Mensch kann bekannt dafür sein, dass er ein streitbarer Demokrat und von Herzen gegen das Unmenschliche ist.
Unsere Behörden hindert das nicht daran, auch angesichts lebhafter Diskussionen um die Naziplage in Deutschland, gegen diesen Gerechten wegen einem »besonders schweren Fall von Landfriedensbruch« zu ermitteln. Andererseits ist auch war, dass keiner einen Freibrief hat – egal wie edel seine Motive sind. Jeder macht Fehler und muss in einer Gesellschaft anerkennen, dass er dafür ggf. zur Rechenschaft gezogen wird. Das ist die formale Ausgangslage.
Auch im konkreten Fall des Jenaer Jugendpfarrers Lothar König, deckt sich es nicht mit unserem Eindruck, dass Veranstaltungen von Nazis in Deutschland von der Polizei geschützt werden, Gegendemonstrationen (zumal ihre Initiatoren und Treiber) aber mit massiven, staatlichen Repressalien zu rechnen haben. Die Vorwürfe, die von der Staatanwaltschaft gegen Lothar König erhoben werden, sind schwerwiegend. In diesem Kontext klingen die staatlichen Vorwürfe einfach nur provozierend. Und die Nazis lachen sich wohl ins Fäustchen. Unser Rechtsstaat muss aus dieser Nummer heraus. Und das bald!










