Liam Neeson zeigte sich am 2. Weihnachtsfeiertag ausgesprochen vielseitig

Dezember 27, 2011 2 Kommentare » | Dieser Artikel wurde 258 x aufgerufen.
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Liam Neeson - Foto von Tabercil (talk), Widipedia

Liam Neeson – Foto von Tabercil (talk), Widipedia

RTL schätze ich ja überhaupt nicht, RTL II noch weniger. Aber die “Wiederholungsnot” der Weihnachtsfeiertage ließ mich eine Ausnahme machen.

Schindlers Liste” bei RTL II und später am Abend “96 Hours” bei RTL zogen mich in ihren Bann. In beiden Filmen spielte Liam Neeson die Hauptrolle. Das war ein Kontrastprogramm vom Feinsten.

Bei “Schindlers Liste” hatte man während der gesamten Spielfilm-Länge einen dicken Kloß im Hals, der sich erst mit etwas Abstand zu lösen schien. Es ist besonders eindrucksvoll, Schindler zunächst als Kriegsgewinnler und opportunistischen Kapitalisten zu erleben, der sich angesichts der grauenhaften Vorgänge dieser Zeit nach und nach zum Helfer und Menschenfreund entwickelte, der sein Vermögen dafür hergegeben hat, wenigstens einige (in seinen Augen waren es zu wenige) Menschen zu retten. 

Und dann dieses Kontrastprogramm im RTL – Spielfilm. Liam Neeson als “besorgter” Vater Brian Mills. Ein paar albanische Gangster hatten in Paris dummerweise (für sie) die Tochter dieses ehemaligen Geheimagenten entführt. Daddy ließ keinen Stein auf dem anderen und räumte auf – aber so richtig. Ich könnte nicht sagen, wie viele Menschenleben dieser Einsatz des schon im Ruhestand befindlichen Agenten am Ende gekostet hat. Jedenfalls konnte er die geliebte Tochter, um die er sich während seines bisherigen Lebens nur unzureichend kümmern konnte, am Ende in die Arme schließen.

Die Handlung des Filmes war grob und brutal. Ich würde sogar sagen, Rambo war gegen diesen Mann ein leises Lüftchen, ein Waisenknabe. Sehr gut gefallen hat mir auch, dass in diesem Film einmal mehr alle Klischees bedient wurden. Kriminelle Osteuropäer, korrupte Polizisten und auch ein paar “kinderschändende” Muselmanen, die mithilfe ihrer Ölmillionen rücksichtslos die Unschuld des Fräulein Tochter dieses amerikanischen Heros rauben wollten. Was da nicht so richtig reinpasste, war, dass es ein französischer Spielfilm von Luc Besson und einem gewissen Robert Mark Kamen war.

Wie auch immer, der Mills hat’s denen mal so richtig gezeigt. Bestimmt haben einige Zuschauer in die Hände geklatscht. Auch bei den Folterszenen, die schließlich nur nötig waren, um den Aufenthaltsort des berohten Fräulein Tochters zu ermitteln. Und das am zweiten Weihnachtsfeiertag. Trotzdem: spannend war’s.

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2 Kommentare

  1. Andreas 27. Dezember 2011 at 20:06 - Antworten

    Ich muss gestehen, Schindlers Liste noch nicht gesehen zu haben. Aber 96 Hours nun schon zweimal und beide Male hat er mir gefallen! Ist halt ein kompromissloser Actionfilm und als solcher formal sehr gelungen. Dass er inhaltlich fraglich ist und sicher keine “Message” hat, ist zweifelsohne richtig!

    Und genau das ist der Unterschied zu Rambo – jedenfalls falls Du Dich auf den ersten Teil beziehst (und auch Nr. 4 ist mit 2 und 3 nicht zu vergleichen). Im ersten Rambo ist John Rambo alles andere als die Killermaschine, die frei gelassen wurde und nun wütet! Ganz im Gegenteil. Der einzige Mensch, der in Teil 1 umkommt, geht noch nicht einmal auf Rambos Konto. First Blood hat im Gegenteil sehr wohl etwas zu sagen und tut dies auch gekonnt. Das der Film dabei ebenfalls ein formal ausgezeichneter und spannender Actionfilm ist, unterstreicht nur wie gelungen er in Wirklichkeit ist. Schade, dass die beiden Nachfolger diesen Film pauschal immer mit “schlecht” machen und in eine falsche Schublade packen …

  2. Horst Schulte 28. Dezember 2011 at 10:52 - Antworten

    Ja, Rambo 1 war die Ausnahme. Da stimme ich dir zu. Die Teile 2 + 3 haben das Gesamtbild zerstört. So würde ich es mal ausdrücken. 96 Hours war ein sehr spannender Actionfilm. Aber eigentlich irgendwie total amerikanisch.

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