Kaffee gegen Burnout?

Kaffee gegen Burnout?

Ein guter Kaffee ist doch eine leckere Sache oder? :-) Nimmt man eine Tasse zu sich fühlt man sich fit, man kann sich auf viele Ideen konzentrieren und die Arbeit fällt einem meist viel leichter. Aber nicht nur Kaffee, auch Schwarztee, Grüner Tee, Coca Cola und andere koffeinhaltige Getränke machen uns physisch und geistig leistungsfähiger. Hier möchte ich euch ein wenig weiterhelfen bezüglich Kaffee und seine Wirkungen und Burnout, das hinterlistige Syndrom der Zukunft.

Gesellschaft – Krankheit

Nur wenige Krankheiten erlangten in den letzten Jahren ein derartiges Bewusstsein bei breiten Schichten der Bevölkerung, wie sie das Burnout-Syndrom erlebt hat. Dabei waren es aus meiner Sicht insbesondere die medial aufgegriffenen Einzelfälle, die von der Gesellschaft verfolgt wurden: Zumeist handelte es sich um Sportler, die sich aus Erschöpfung kurzzeitig vom Beruf verabschiedeten und eine Therapie begannen. In wenigen Ausnahmen war auch eine Beendigung der Karriere notwendig. Selbst Extremsituationen, die zum Selbstmord des Betroffenen führten, gab es. Doch sind immer mehr Menschen von dem Burnout-Syndrom betroffen. Die Frage nach wirksamen Hausmitteln stellt sich mir somit.

Was ist das Burnout-Syndrom?

Wenn sich der Mensch im Zuge seiner beruflichen Herausforderungen sowie privater und familiärer Stresslagen zu sehr verausgabt, ermüdet er. Oft reicht es uns dabei, in einem kurzen Urlaub zu entspannen, Atemübungen und Muskellockerungen durchzuführen, um den sprichwörtlichen Akku wieder aufzuladen. Bei dem Burnout-Syndrom sind die Leiden aber tieferer gelagert: Das Leistungsvermögen ist nachhaltig gestört, schon kleinste Hürden im alltäglichen Leben werden als unüberwindbar empfunden. Gerade im fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung kann meist nur noch eine psychologische Therapie sowie unter Umständen eine medizinische Begleitung derselben zum Heilerfolg führen.

Woran lässt sich das Burnout-Syndrom erkennen?

Die Unterscheidung zu einer normalen Müdigkeit sowie der Abgeschlagenheit, die nach langen und arbeitsreichen Wochen einmal auftreten kann, fällt meiner Meinung nach schwer. Häufig fühlt sich der Betroffene aber morgens nicht in der Lage, aus dem Bett aufzustehen. Die Appetitlosigkeit führt zusätzlich zu einer Schwächung im Organismus – der unter dem Syndrom Leidende kann die beruflichen Aufgaben nur noch unkonzentriert bewältigen. Daneben beginnen die mentalen Leiden: Eine tiefe Gereiztheit, das Gefühl der Anspannung und blank liegender Nerven zeigt sich. Depressionen können gleichfalls in dieser Phase auftreten.

Der Kaffee als probates Hausmittel?

Vielfach wird auch bei solchen psychischen Erkrankungen nach möglichst schonenden Mitteln gesucht. Diese könnten nach meinem Verständnis etwa in Baldrianprodukten und entspannenden Kräutertees zu sehen sein. Vielfach wird auch dem Kaffee eine heilende Wirkung zugeschrieben. Daran beteiligt ist das enthaltene Koffein, dem ein aufmunternder Effekt unterstellt wird. Der Betroffene sei damit nicht mehr schläfrig, verspüre mehr Antrieb und sei leistungsfähiger. Sicherlich kann gerade beim Auftreten der ersten Leiden des Syndroms versucht werden, ob sich mit dem Kaffee eine hilfreiche Wirkung einstellt – langfristig ist das Getränk für mich aber keine Lösung des Problems.

Auf den Kaffee verzichten

Der Kaffee entzieht dem Organismus Wasser und damit wichtige Mineralstoffe. Sie können das körperliche Gefühl der Schwäche verstärken. Dazu gesellt sich der Effekt, dass der Betroffene die Symptome der Krankheit durch den Kaffee senkt und sich im bereits ermüdeten Zustand weiteren Herausforderungen aussetzt. Im Ergebnis sehe ich eine negative Spirale: Die vorhandene Ermüdung steigt an, die Leiden werden als stärker auftretend empfunden. Kaffee sollte daher bei einem Burnout-Syndrom meiner Meinung nach gemieden werden. Milde Teesorten, die zur Beruhigung des Nervenkostümes beitragen, sind dagegen die bessere Wahl. Zudem rate ich dazu, einen Mediziner zu kontaktieren.

Video – Burnout Syndrom

Quelle: Fotolia/Yanik Chauvin

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geschrieben von: JaKe

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3 Antworten : “Kaffee gegen Burnout?”

  1. Matthias Wölkner sagt:

    Ich bin überzeugt, dass das trinken oder nicht trinken von Kaffe keinen Einfluß auf das Burnout Syndrom hat.Weiterhin ist es inzwischen auch widerlegt, das Kaffe dem Körper Wasser entzieht. http://www.welt.de/wissenschaft/article2492368/Kaffee-entzieht-dem-Koerper-kein-Wasser.html

  2. Thomas Matterne sagt:

    Ich glaube vor kurzem gelesen zu haben, dass das mit Wasser entziehen durch Kaffee mehr oder weniger die gleich Mär ist wie der eisenhaltige Spinat.

    Aber zum Thema, ich kann – aus leidiger eigener Erfahrung mit Burn Out und Kaffeesucht – bestätigen, dass Kaffee an sich keine Alternative ist. Ehrlich gesagt, ich würde ihm in dieser Sache nicht mal als kurzzeitige Alternative sehen.

  3. Monika sagt:

    Ich kann mir schon vorstellen, dass das was bringt, immerhin wirkt sich Kaffee meist positiv auf die Laune eines Menschen aus. Meine Hebamme hat mir auch empfohlen, nach der Geburt mindestens zwei Tassen am Tag zu trinken, so könnte man einer Wochenbettdepression vorbeugen. Ich hab’s gemacht und keine bekommen ;) und wenn das bei sowas hilft, warum dann nicht auch bei Burnout?