Schlafstörungen bei Kindern

Schlafstörungen bei Kindern

Schlafstörungen bei Kindern gehören zu den häufigsten Verhaltensauffälligkeiten im Kindesalter. Sie können meist harmlos sein und sich mit den Jahren legen, oder sie sind behandlungsbedürftig, da sie mindesten ein- bis drei Mal in der Woche auftreten. Die häufigsten Formen sind Einschlafstörungen und Durchschlafstörungen (Isomnie), aber auch Angstattacken (Pavor nocturnus), Bettnässen und Alpträume. Die Leitragenden sind in solchen Fällen nicht nur die Kinder sondern meist die Eltern, da sie neben der psychischen Belastung wie Schuldgefühlen, Verunsicherungen und falscher Erziehung, die Familie stark belasten können. Zudem kommen noch die neuen Medien hinzu. Der Alltag der Kinder sowie deren Eltern wird dadurch stark beeinflusst und verändert zudem sehr das Einschlafverhalten der Kinder.

Was sind Schlafstörungen?

Schlafstörungen unterteilt man in primäre Schlafstörungen (Dyssomnien und Parasomnien) und in sekundäre Schlafstörungen.
Primäre Schlafstörungen
Bei Dyssomnien versteht man Ein- und Durchschlafstörungen, die die Qualität und Dauer des Schlafes beeinträchtigen.

  • Isomnie bedeutet Schlaflosigkeit oder zu wenig Schlaf.
  • Hypersomnie zeigt sich durch die Müdigkeit am Tage und Schlafanfällen.

Die Parasomnien sind schlafbegleitende Störungen, die den Schlaf beeinträchtigen.

  • Somnambulismus bezeichnet man das Schlafwandeln.
  • Pavor nocturnus ist die Extremform des Schlafwandelns. Hierbei kommt es vermehrt zu Angstattacken, ohne dass man sich daran erinnern kann.
  • Albtraum ist ein Traum, der mit negativen Emotionen wie Angst und Panik begleitet wird.

Sekundäre Schlafstörungen
Bei dieser Form sind körperliche oder psychiatrische Störungen die Ursache, wie zum Beispiel Angststörungen oder Depressionen.

Wie kommt es zu Schlafstörungen bei Kindern?

Die Ursachen warum Kinder an Schlafstörungen leiden, sind sehr unterschiedlich. In den meisten Fällen werden die kindlichen Schlafstörungen durch unsachgemäßes Verhalten der Eltern verursacht.
Auslöser bzw. Ursachen wären zum Beispiel:

  • Unregelmäßigkeiten, falscher Rhythmus:  Kinder brauchen in ihrer Entwicklung eine gewisse Regelmäßigkeit, bezüglich Einschlafen und Aufwachen. Ist diese gegeben, indem man den Kindern einen bestimmten Tagesablauf beibringt, kann sich die innere Uhr sozusagen einstellen und die Schlafprobleme können beseitigt werden.
    Auch im Bezug Essen und Trinken sollte man die Zeiten einhalten, denn auch die Veränderung der Essensgewohnheiten, verursachen schlechtes einschlafen bzw. häufiges erwachen.
  • Psychische Belastung: Kinder sind sehr empfänglich, wenn es um Probleme im familiären Umfeld geht, wie auch mit Konflikten mit Freunden oder in der Schule. Viele Kinder haben Schwierigkeiten, Auseinandersetzungen zu verarbeiten. Diese belasten sie so sehr, dass sie ihre Probleme mit ins Bett nehmen und so zu Depressionen und Störungen des Schlafs führen können. Eltern sollten in diesem Falle, ihre Kinder daher vor dem Zubettgehen fragen, was untertags geschehen ist und ob sich die Kinder den Ballast von der Seele reden möchten.
  • Krankheiten: Neben den psychischen Belastungen können auch organische Ursachen zu Schlafstörungen bei Kindern führen. Beispielsweise Mittelohr- und Mandelentzündungen, Allergien, Zahnprobleme oder sogar eine Schädigung des zentralen Nervensystems, stören den Schlaf.

Wie werden Schlafstörungen bei Kindern behandelt?

Schlafstörungen bei Kindern müssen nicht immer behandelt werden. Schafft man einen regelmäßigen Tagesablauf, verzichtet auf möglicherweise aufreibende Aktivitäten, haltet Essensgewohnheiten zu gewissen Zeiten ein und spricht mit den Kindern täglich über das Geschehen, können sich diese Probleme mit der Zeit gut einpendeln.
Sollten chronische Krankheiten der Grund für die Störung sein, werden diese individuell therapiert. Nach Behebung der Erkrankung, normalisiert sich in der Regel meist der Schlaf von allein.
Wenn es psychisch bedingt ist, sollte man das Umfeld des betroffenen Kindes mit einer gewissen Ruhe in Einklang bringen. Hilft diese Maßnahme nicht, sollte man einen Kinder- oder Familienpsychologen kontaktieren.

Letzter Ausweg

Sollten die Schlafstörungen bei Kindern sehr lange andauern, können im letzten Ausweg Schlaf- oder Beruhigungsmittel vom Arzt verordnet werden, wenn andere Maßnahmen nicht mehr greifen konnten. Aber selbst dann, die Medikamente so kurz wie möglich anwenden. Eine gute Alternative wären hierfür auch pflanzliche Substanzen, einfach den Arzt seines Vertrauens befragen.

Quelle: Fotolia/Renata Osinska

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geschrieben von: JaKe

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2 Antworten : “Schlafstörungen bei Kindern”

  1. Manfred Huber sagt:

    Bei Paarkonflikten leiden oft die Kinder mit und tragen so auch eine Last. Das kann sich dann in Schläfstörungen zeigen. Klären die Eltern den Konflikt kann das Kind wieder schlafen.
    Die Lösung wie auch die Ursache liegt eben oft bei den Eltern und nicht beim Kind.

  2. elternlebenleichter sagt:

    Viele Eltern machen den Fehler und wollen Ihre Kinder “angstfrei” aufwachsen lassen.

    Ängste gehören mit zu einer gesunden Erziehung dazu.

    Dass damit Schlafstörungen einher gehen , ist völlig normal. Dafür gibt es gute Blogeinträge, die Eltern helfen sollen ;-)

    Vielen Dank für den Beitrag.
    Vor allem der Hinweis, dass Schlafstörungen nicht unbedingt behandelt werden sollten hat uns sehr zugesprochen….

    Viel Erfolg
    Eltern leben leichter