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Das Leid bezahlen lassen (sagen wir 3 Millionen für 142 Tote)

78 Angehörige, der beim Bombenangriff, den Oberst Klein befahl, ums Leben gekommenen ca. 142 Menschen haben sich einem Bremer Anwalt (afghanischer Herkunft) anvertraut. Er wird ihre Interessen gegen die Bundesrepublik Deutschland vertreten. Wenn jemandem allein schon das Zahlenverhältnis seltsam vorkommen sollte – mir ging es nicht anders. Übrigens finde ich es auch bemerkenswert, wie schnell Opfer, Anwälte und Ansprüche zueinander gefunden haben.

Wir Deutsche sammeln noch nicht so lange Erfahrungen damit, wie es ist, sich in einem Krieg zu befinden. So lässt es sich vielleicht auch erklären, weshalb in unseren Medien das Thema so blitzschnell in den Mittelpunkt rückte und gleich davon die Rede war, dass solche Geldleistungen bei Kollateralschäden üblich seien. Allerdings ist nicht mehr, wie die letzten Jahre hindurch, von Kollateral- sondern von “Begleitschäden” die Rede. So ändern sich die Zeiten. Jedenfalls dann, wenn das eigene Land betroffen ist.

Mal abgesehen davon, dass wohl niemand der Meinung sein wird, dass ein Menschenleben mit Geld (egal wie viel) aufzuwiegen wäre, es klingt für mich provozierend, wenn von 200 bis 1000 Euro die Rede ist. Solche Zahlungen sollen in der ersten Zeit des Afghanistankrieges von der USA an Opfer solcher Kollaterialschäden gezahlt worden sein. Vielleicht ist das in Afghanistan viel Geld, aber verursacht die Sache selbst einem nicht irgendwie Brechreiz?

Da wir uns nicht in einem offiziellen Krieg befinden, sondern in Afghanistan nur “kriegsähnliche” Zustände herrschen, könnte das Völkerrecht den Hinterbliebenen der Opfer vielleicht ganz andere Möglichkeiten bieten, ihre Ansprüche gegen den deutschen Staat vorzubringen? Keine Ahnung. Vielleicht beeilt sich die Regierung deshalb, die Geschichte möglichst schnell “vom Tisch” zu kriegen.

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Sarkozys neueste Idee: Kinder als Paten der Opfer des Holocaust

Dass Sarkozys Vorschläge die eigenen Landsleute und sogar seine eigenen Parteigänger überraschen, ist ja längst keine Neuigkeit. Jetzt hat er wieder ein Ding ausgepackt, da schüttelt es einen zunächst einmal. Er möchte, dass Grundschulkinder die Patenschaften von Holocaust-Opfern übernehmen.

Bei näherem Hinsehen finde ich diese Idee aber so schlecht nicht. Die Zeitzeugen der Shoah werden allmählich weniger, sowohl auf der Opfer- als auch auf der Täterseite. Da stellt sich für meine Begriffe doch die Frage, ob wir die Erinnerung an diese furchtbaren Ereignisse wirklich nur den Geschichtsbüchern und den Medien überlassen können. Ist nicht vielleicht eine möglichst frühzeitig Auseinandersetzung unseres Nachwuchses mit diesem Thema, das auf natürliche Weise irgendwann verblassen könnte, viel sinnvoller?

Außerdem erinnere ich daran, wie früh manche Kinder heute bereits an gewisse Lebensrealitäten herangeführt werden. Und das offenbar ohne, dass sie hierdurch Schaden nehmen.

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John McCain

Die Vita des John McCain ist beeindruckend. Der Kölner Stadt-Anzeiger gibt dem Portrait über den amerikanischen Politiker den Namen “Ein Mann mit unbeugsamem Willen“.

Ehrungen und Auszeichnungen

2006 Friedensplakette der Münchner Konferenz für Sicherheitspolitik
Silver Star
Bronze Star
Distinguished Flying Cross
Legion of Merit
Purple Heart

Allein sein letztes Statement zum Irak-Krieg, den er um jeden Preis gewinnen will, wäre für mich der entscheidende Grund, ihm meine Stimme zu verweigern! McCain vertritt die Meinung, die Amerikaner müssten, falls erforderlich, die nächsten 100 Jahre im Irak bleiben.

Für die einen mag das konsequent und richtig klingen, für mich klingt es danach, als wolle John McCain nicht begreifen, was eigentlich seit dem Einmarsch der Alliierten im Irak passiert ist. Diesen Krieg wird niemand gewinnen. Schon gar nicht die Menschen, die in diesem Land leben. Es wird weiter viele Opfer geben. Und ich finde nicht, dass die Amerikaner daran schuldlos sind.

An dieser Stelle folgt nun die Frage des wahren USA-Freundes, welche Alternativen denn zum Einmarsch bestanden hätten. Ganz einfach. Hätte die amerikanische Regierung die Öffentlichkeit nicht so dreist und unverschämt angelogen, wäre den Menschen dort viel Kummer und Elend erspart worden und Al Kaida wäre kein Areal für ihre schreckliche “Mission” quasi erschlossen worden.

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